Partnerschaft von Gett und Royal Albert Hall stärkt urbane Mobilität

Die Kooperation verbindet Londons Kultur- und Verkehrssektor. Neben Logistik für fast zwei Millionen Besucher pro Jahr stehen Nachhaltigkeits- und Barrierefreiheitsziele im Fokus.

Black Cabs sollen Besuchern der Royal Albert Hall künftig eine koordinierte An- und Abreise ermöglichen. | Foto: M. Tüxen
Black Cabs sollen Besuchern der Royal Albert Hall künftig eine koordinierte An- und Abreise ermöglichen. | Foto: M. Tüxen

Gett ist neuer bevorzugter Taxipartner der Royal Albert Hall in London. Wie das Unternehmen am 12. März mitteilte, soll die Kooperation Konzert- und Veranstaltungsbesuchern eine verlässliche und zügige An- und Abreise mit lizenzierten Black Cabs ermöglichen. Die 154 Jahre alte Veranstaltungshalle richtet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 400 Events aus und zählt nahezu zwei Millionen Besucher.

Verbesserte Anbindung für Veranstaltungsbesucher

Nach Angaben des Anbieters verbindet die Plattform Fahrgäste mit Fahrern, die die Londoner Ortskundeprüfung „The Knowledge“ absolviert haben. In der Innenstadt sei eine Abholung in weniger als vier Minuten möglich. Ziel der Zusammenarbeit sei es, insbesondere bei Abendveranstaltungen oder bei Termindruck vor Veranstaltungsbeginn eine planbare Beförderung sicherzustellen.

Nachhaltigkeitsziele im Fokus

Beide Partner verweisen auf gemeinsame Klimaziele. Laut Gett sind mehr als 75 Prozent der Londoner Black-Cab-Flotte elektrisch unterwegs. Jede Fahrt werde klimaneutral gestellt, indem CO2-Emissionen über den Partner EcoAct kompensiert würden. Zudem flössen zwei Pence pro Fahrt an die britische Organisation Trees for Cities. Das Unternehmen strebe an, bis 2027 vollständig emissionsfreie Fahrten anzubieten.

Die Royal Albert Hall hat nach eigenen Angaben ihre CO2-Emissionen seit 2016 um 45 Prozent reduziert. Bis 2040 soll Netto-Null erreicht werden. Dieses Ziel stehe im Einklang mit den Vorgaben des Westminster City Council. 2023 startete die Halle eine fünfjährige Klimastrategie.

Green Rider und reduzierte Transportverkehre

Teil der Maßnahmen ist ein sogenannter „Green Rider“, der Anforderungen an externe Veranstalter und Künstler definiert. Dazu zählt unter anderem die Nutzung der hauseigenen Ton- und Lichttechnik, um zusätzliche Lkw-Fahrten zu vermeiden. Außerdem sollen Mehrwegbehälter genutzt und pflanzliche Speiseangebote berücksichtigt werden.

Barrierefreiheit als weiterer Baustein

Das Netzwerk von Gett umfasst nach Unternehmensangaben auch barrierefreie Fahrzeuge. Zudem biete der Anbieter spezielle Schulungen für Fahrer an, um Fahrgäste mit besonderen Bedürfnissen zu unterstützen. Dies ergänze die Bestrebungen der Royal Albert Hall, die Zugänglichkeit für Besucher weiter auszubauen. (Quelle: Royal Albert Hall)

Logobanner Liste (Views)