Über Kreuzungen darf man nicht schleichen

Nach einer Kollision musste ein zu langsam ausfahrender Autofahrer den ganzen Schaden selbst tragen.
Dietmar Fund
Das kann den meist flink agierenden Taxifahrern kaum passieren: Ein Autofahrer fuhr bei Grün auf die Kreuzung, schlich mit weniger als 10 km/h darüber, ordnete sich nicht korrekt in die Fahrspur ein und kollidierte mit einem schnelleren Verkehrsteilnehmer, der ebenfalls Grün gehabt hatte. Daraufhin entschied das Landgericht Heidelberg in einem Fall mit dem Aktenzeichen 4 O 9/16, dass der „Schleicher“ den ganzen Schaden alleine tragen müsse. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

Eine Mithaftung des schnelleren Fahrers wegen der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs schloss das Gericht in diesem Fall aus. Üblicherweise muss jeder Kollidierende damit rechnen, dass ihm ein Teil der Schuld zugeordnet wird, weil von jedem Fahrzeug eine Betriebsgefahr ausgeht.

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