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Der Opel Insignia wird auch als Kombi ein schönes Taxi

Bei der Fahrvorstellung gefiel der Insignia Sports Tourer wie die Limousine durch ein ausgewogenes Fahrwerk und ein gutes Platzangebot, während das Kombi-Heck nichts wegweisend Neues aufweist.
Der neue Insignia Sports Tourer hat einen größeren Kofferraum als sein Vorgänger und lässt sich leichter beladen. (Foto: Dietmar Fund)
Der neue Insignia Sports Tourer hat einen größeren Kofferraum als sein Vorgänger und lässt sich leichter beladen. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Der neue Opel Insignia Sports Tourer, der ab Samstag, 24. Juni 2017 bei den Händlern steht, wird im Spätherbst ein komfortables Taxi ab Werk. Wie die Limousine hat er selbst mit optional aufgezogenen 18-Zoll-Leichtmetallrädern noch ein sehr ausgewogen abgestimmtes Fahrwerk und weist nur niedrige Abrollgeräusche auf. Das gut geschnittene und beladbare Ladeabteil bringt allerdings keine bahnbrechenden Neuerungen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Fahrvorstellung am 21. Juni 2017 rund um Hamburg.

Hinter einem großen Taxifahrer haben große Fahrgäste selbst unter dem bis über den Fond gezogenen Glasschiebedach noch eine gute Kopffreiheit und genügend Knieraum. Wegen des knappen Fußraums unter den Vordersitzen sollten die Vordersitze aber möglichst nicht ganz unten stehen.

Die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Lehne der Rücksitzbank lässt sich per Knopfdruck vom Kofferraum aus absenken. Da die Sitzfläche dabei nicht abtaucht, entsteht keine ebene, sondern eine nach vorn leicht ansteigende Ladefläche. Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Gut gemacht ist hingegen die Kofferraumabdeckung. Sie lässt sich leicht mit einer Hand bedienen und kann zum schnellen Be- oder Entladen weniger Gepäckstücke auch nach oben weggeschoben werden. Angenehm ist auch, dass der Kofferraum seitlich nicht durch Radkästen eingeengt wird.

Wenn der Taxifahrer mit beiden Händen Gepäck zum Kombi trägt, wird er sich freuen, wenn er mit einem Fußkick die Kofferraumklappe öffnen und auch wieder schließen kann. Taxiunternehmer sollten ihren Mitarbeitern auf jeden Fall den vielfach verstellbaren Fahrersitz mit AGR-Gütesiegel gönnen. Ihn kann man neuerdings mit elektrisch verstellbaren Seitenwangen haben, die sich an ganz schlanke Fahrer ebenso anpassen wie an vollschlanke. Wer viele Dauerkunden zum Flughafen fährt, kann ihnen im Winter mit den beheizbaren Außensitzen im Fond imponieren. Eine weitere empfehlenswerte Sonderausstattung ist das Intellilux-LED-Licht, das entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge ausblendet und so Dauer-Fernlicht, ein Abbiege- und Kurvenlicht und einen breiteren Lichtkegel im Stadtverkehr bietet.

Mit dem Anlauf des Sports Tourers kam auch die Kombination des überarbeiteten, aber noch immer etwas rau klingenden 2-l-Dieselmotors mit 125 kW/170 PS und der neuen Achtgang-Wandlerautomatik von Aisin ins Insignia-Programm. Sie wechselt ihre Gänge sehr sanft. Gleichwohl dürfte die Kombination des schön leise laufenden 1,6-l-Dieselmotors mit 100 kW/136 PS und einer Sechsgang-Wandlerautomatik für die meisten Taxi-Einsätze die bessere Wahl sein, zumal sie nach den Normverbrauchswerten einen halben Liter Diesel auf 100 Kilometer spart. Der 1,6-l-Dieselmotor braucht übrigens kein AdBlue, der 2-l-Diesel hingegen schon. Der Preisunterschied zwischen beiden Diesel-Automatik-Kombinationen hält sich mit gut 1.000 Euro (netto) im Rahmen.

Der neue Insignia soll nach den derzeitigen Plänen sowohl als Limousine Grand Sport als auch als Kombi Sports Tourer ab dem dritten Quartal mit einer Taxi-Ausstattung ab Werk bestellbar sein, was einer Auslieferung Mitte/Ende September gleichkäme. Kai Rosselnbruch, Taxi-Spezialist des Opel-Händlers Bauer in Köln, lässt beide Baureihen schon jetzt beim Kölner Taxi-Umrüster Jürgen Weberpals in Taxis verwandeln. Die für die Konformitätsprüfung notwendigen Unterlagen hat er von Opel bekommen.

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