Chinesische Stromer für den Taxialltag: Adler erweitert Xpeng-Programm um P7+ und G9
Während sich viele Betriebe bislang vor allem zwischen den bekannten europäischen und koreanischen Herstellern orientierten, drängen zunehmend auch chinesische Marken in den gewerblichen Personenverkehr. Ein Beispiel dafür ist Xpeng. Nach dem bereits länger angebotenen Xpeng G6 können Taxiunternehmen künftig auch den Xpeng P7+ und den Xpeng G9 als vollständig umgerüstete Taxis beziehen. Die beiden vollelektrischen Fahrzeuge wurden von dem bayerischen Spezialisten Adler Taxameter & Funktechnik GmbH mit der für den Taxibetrieb erforderlichen Technik ausgestattet.
Vom Elektroauto zum Taxi
Für den gewerblichen Einsatz reicht ein Serienfahrzeug allein nicht aus. Taxameter, Dachzeichen und Notalarmanlage gehören nach wie vor zur Grundausstattung eines Taxis. Genau diese Komponenten hat Adler in die beiden neuen Xpeng -Modelle integriert. Die Ausstellungsfahrzeuge wurden in Hellelfenbein foliert und werden auf Wunsch schlüsselfertig ausgeliefert.
Xpeng wird für das Gewerbe interessanter
Ganz neu ist die Zusammenarbeit zwischen Adler und Xpeng nicht. Bereits seit einiger Zeit bietet das Unternehmen Umrüstungen für den Xpeng G6 an. Fahrzeuge dieses Modells wurden unter anderem für das Autohaus Much in Bad Tölz als Taxi aufgebaut.
Mit der Erweiterung auf den P7+ und den G9 wächst das Angebot nun deutlich. Während der P7+ als große Limousine antritt, positioniert sich der G9 als geräumiges SUV. Damit deckt Xpeng künftig unterschiedliche Anforderungen innerhalb des Gewerbes ab – vom klassischen Stadt- und Flughafentransfer bis hin zu Fahrten mit größerem Gepäckbedarf. Für die Branche ist das ein weiteres Zeichen dafür, dass chinesische Hersteller den Taximarkt zunehmend ernst nehmen. Noch vor wenigen Jahren waren entsprechende Angebote selten. Inzwischen erscheinen immer mehr Modelle, die gezielt auf die Anforderungen gewerblicher Vielfahrer zugeschnitten werden.
Arbeitsteilung zwischen Handel und Umrüster
Die aktuellen Fahrzeuge entstanden in Zusammenarbeit mit Auto Grill. Das Autohaus übernimmt Beratung, Verkauf und Fahrzeugbeschaffung, während Adler für die branchenspezifische Umrüstung verantwortlich zeichnet.
Dieses Modell ist im Taxigewerbe seit Jahren etabliert. Viele Hersteller bieten keine werkseitigen Taxi-Ausführungen mehr an. Stattdessen übernehmen spezialisierte Betriebe die Anpassung der Fahrzeuge an die Anforderungen des Personenbeförderungsmarktes. Gerade bei neuen Elektromodellen gewinnt diese Rolle an Bedeutung. Die Integration von Taxametertechnik, Alarmanlagen und weiterer Ausstattung erfordert zunehmend spezifisches Know-how, insbesondere wenn die Fahrzeuge auf modernen elektronischen Plattformen basieren.
Mehr Auswahl für Unternehmer
Für Taxiunternehmer erweitert sich damit die Zahl der verfügbaren Elektrofahrzeuge erneut. Während sich die Branche intensiv mit Fragen zu Reichweite, Ladeinfrastruktur und Betriebskosten beschäftigt, wächst parallel die Modellvielfalt.
Ob sich Xpeng dauerhaft im deutschen Taximarkt etablieren kann, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Die Entscheidung von Adler, gleich drei Modelle der Marke in das Umrüstprogramm aufzunehmen, deutet jedoch darauf hin, dass das Interesse an den Fahrzeugen vorhanden ist. Und für Taxi-Unternehmer steigt mit jedem neuen Modell die Wahrscheinlichkeit, ein Fahrzeug zu finden, das zum jeweiligen Einsatzprofil passt.
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