Kreis Vechta will Taxis in ÖPNV-Konzepte integrieren

Der Landkreis untersucht jetzt, wie sich im ländlichen Raum Mobilitätsangebote zusammen mit dem mobilen Gewerbe und nicht mit seinen Wettbewerbern realisieren ließen.

Der Landkreis Vechta möchte ein Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum in erster Linie mit Taxi- und Mietwagenunternehmern erarbeiten. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Der Landkreis Vechta möchte ein Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum in erster Linie mit Taxi- und Mietwagenunternehmern erarbeiten. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Wie könnten Taxis und Mietwagen den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Vechta zu Zeiten ergänzen, in denen es keine Bahn-, Bus- oder Rufbusangebote gibt? Das möchte der Kreis Vechta mit einer Machbarkeitsstudie klären. Sie soll am 1. Februar 2020 starten und wird im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Land mobil – unterwegs in ländlichen Räumen“ mit bis zu 180.000 Euro gefördert. Das hat NWZ online am 30. Dezember 2019 berichtet.

Demnach untersucht ein Verkehrsplaner „ÖPNV-Taxen“, die von mehreren Fahrgästen gleichzeitig und auch digital buchbar sein sollen. Laut dem im Zeitungsbericht zitierten Landrat Hermann Winkel will der Kreis seinen „zukunftsfähigen ÖPNV“ gemeinsam mit den Taxi- und Mietwagenunternehmern entwickeln und sie zuerst ansprechen.

Verkehrsplaner Florian Wegmann betonte gegenüber der Tageszeitung, derzeit würden viele neue Mobilitätsformen durch private Anbieter in Konkurrenz zum ÖPNV und zum Taxi- und Mietwagengewerbe eingeführt. Der Landkreis setze dem die Zusammenarbeit mit dem Taxi- und Mietwagen-Gewerbe entgegen. Zusammen mit ihnen solle in ländlichen Räumen eine bessere Mobilität ermöglicht werden.

Der Wettbewerb, über den das Projekt gefördert wird, hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgeschrieben. Es hatten sich bis zum 1. April 2019 dafür 151 Projekte beworben, von denen samt dem in Vechta 43 gefördert werden.

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