Wenn Bus und Bahn streiken: So reagiert das Taxigewerbe
Anlässlich des für Montag angekündigten bundesweiten Streiks im kommunalen öffentlichen Personennahverkehr mobilisiert das deutsche Taxigewerbe nach eigenen Angaben alle verfügbaren Kapazitäten. Bundesweit sollen rund 100.000 Fahrzeuge bereitstehen, um Fahrgäste trotz des Ausfalls von Bussen und Bahnen an ihr Ziel zu bringen.
Nach Angaben des Bundesverband Taxi und Mietwagen will das Gewerbe insbesondere Menschen unterstützen, die auf individuelle Mobilität angewiesen sind. Dazu zählen unter anderem zeitkritische Fahrten, etwa zu Arbeitsplätzen, medizinischen Terminen oder Betreuungseinrichtungen.
Hohe Nachfrage erwartet
Der Verband rechnet am Streiktag mit einer außergewöhnlich hohen Nachfrage. Fahrgäste müssten sich daher auf längere Wartezeiten einstellen. Das Taxigewerbe könne den vollständigen Pendlerverkehr des öffentlichen Personennahverkehrs nicht kompensieren, sondern nur ergänzend tätig werden.
Feste Tarife auch bei Ausnahmelagen
Ein zentraler Vorteil für Fahrgäste sei nach Verbandsangaben die Preisstabilität. Für Taxifahrten gelten auch in Ausnahmesituationen verbindliche kommunale Tarife. Diese unterscheiden sich damit von dynamischen Preismodellen plattformbasierter Angebote.
Appell an Fahrgäste
Der Geschäftsführer des Verbandes, Michael Oppermann, empfiehlt Fahrgästen, Fahrten möglichst frühzeitig zu planen und, sofern zeitlich machbar, vorab zu bestellen. Dadurch lasse sich die vorhandene Fahrzeugflotte effizienter einsetzen. (Quelle: Bundesverband Taxi und Mietwagen)
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