Zukunft im Nahverkehr: Mecklenburg-Vorpommern testet ersten autonomen Rufbus
In Mecklenburg-Vorpommern beginnt ab Juli der Testbetrieb für den ersten autonom fahrenden Rufbus des Landes. Die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP) wird das Fahrzeug zunächst im Raum Hagenow erproben. Während der Testphase ist ein Sicherheitsfahrer an Bord, Fahrgäste werden vorerst nicht mitgenommen.
Technik und Genehmigung
Der eingesetzte Kleinbus wurde vom Berliner Unternehmen Motor AI für das autonome Fahren ausgerüstet. Zur Ausstattung gehören mehrere Kameras, Radar- und Lasersensoren, die ein kontinuierliches Bild der Umgebung liefern. Die nötige Erprobungsgenehmigung wurde durch das Kraftfahrtbundesamt erteilt.
Stufenweise Einführung bis 2028
Nach Angaben der VLP ist ab dem Jahr 2026 der Einsatz auf weiteren Strecken im Landkreis Ludwigslust-Parchim geplant, der flächenmäßig zu den größten Landkreisen Deutschlands zählt. Ab 2027 sollen erste Fahrgäste im autonomen Rufbus mitfahren können – begleitet von einem sogenannten Akzeptanzfahrer, der das Vertrauen der Fahrgäste stärken soll. Der reguläre Betrieb ohne Personal im Fahrzeug ist ab 2028 vorgesehen.
Funktionsweise des Rufbus-Systems
Rufbusse verkehren auf festen Linien, fahren jedoch nur nach vorheriger Buchung durch Fahrgäste. In der Regel handelt es sich dabei um Kleinbusse mit mehreren Sitzplätzen, die auch als Großraumtaxis bekannt sind. Das System soll insbesondere im ländlichen Raum die Anbindung verbessern.
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