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Entspannter Schlaf senkt das Unfallrisiko

Zu wenig und zu schlechter Schlaf erhöhen das Risiko schwerer Erkrankungen und das Unfallrisiko, sagte ein Schlafforscher bei einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates.
Dr. Hans-Günter Weeß schilderte auch, wie man einer Übermüdung vorbeugen kann. (Foto: Dietmar Fund)
Dr. Hans-Günter Weeß schilderte auch, wie man einer Übermüdung vorbeugen kann. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Wie das Essen und das Trinken ist der Schlaf eine elementare biologische Funktion. Für eine hohe Lebenserwartung haben sich genetisch bedingte 6,5 bis 7,5 Stunden Schlaf pro Tag als optimal erwiesen. Dieses Maß kann man zwar eine Zeit lang unterschreiten, aber wer dauerhaft zu wenig schläft, erhöht damit sein Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und vielleicht sogar an Demenz zu erkranken – vom erhöhten Unfallrisiko infolge eines Sekundenschlafs ganz zu schweigen. Wer ein Schlafdefizit habe, neige auch zu einem ungesünderen Lebensstil. Das erklärte der Psychologe Dr. Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums im Pfalzklinikum in Klingenmünster, am 13. Juni 2017 bei einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Es trug den Titel „Fit genug für den Straßenverkehr?“ und beschäftigte sich mit dem Einfluss des Wetters, des Schlafs und der Gesundheit auf den Straßenverkehr.

Menschen, die schlecht einschlafen können und nachts häufig wach werden, legte der Somnologe ans Herz, sich körperlich, gedanklich und gefühlsmäßig entspannt hinzulegen. Wenn man über etwas grüble, führe das zu einer Anspannung, die der Feind des Schlafs sei. „In einer solchen Situation hilft nur ein hohes Maß an Gelassenheit“, sagte Weeß zu taxi heute. „Entspannung ist der Königsweg zum Schlaf.“ Hin und wieder aufzuwachen, sei im Übrigen völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. Ein unbekümmerter Umgang mit dem Schlaf sei das A & O. Man solle keine übertriebenen Rituale mit dem Schlaf verbinden.

Zur Vorbeugung gegen Übermüdung gab Weeß den Tipp, ein fünf bis zehn Minuten dauerndes Nickerchen zu machen und sich beispielsweise mit einem Schlüsselbund in der Hand hinzusetzen. Wenn der tösend herunterfalle, sei das Nickerchen lang genug gewesen. Mehr als zehn Minuten einzunicken, sei kontraproduktiv, weil man dann schon zu träumen beginne und danach wie gerädert aufwache. „Ein Nickerchen von zehn Minuten erhöht die Leistungsfähigkeit und senkt das Krankheitsrisiko“, fasste der Psychologe zusammen.

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