Chauffeurdienste haben ähnliche Probleme wie Taxler

Beim 5. VLD-Stammtisch in Frankfurt am Main waren der Fahrermangel und Billigkonkurrenz aus den eigenen Reihen wichtige Themen.

Der VLD-Vorsitzende Tino Müller (r.) arbeitet auch eng mit dem in Taxi-Kreisen bekannten Frankfurter Rechtsanwalt Ralph Müller-Bidinger (2.v.r.) zusammen. (Foto: Dietmar Fund)
Der VLD-Vorsitzende Tino Müller (r.) arbeitet auch eng mit dem in Taxi-Kreisen bekannten Frankfurter Rechtsanwalt Ralph Müller-Bidinger (2.v.r.) zusammen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Gute Fahrer zu finden und im Unternehmen zu halten, ist nicht nur für Taxiunternehmer ein wichtiges Thema, sondern auch für Chauffeurs- und Limousinendienste, die als Mietwagenunternehmer operieren. Das zeigte der 5. VLD-Stammtisch in Frankfurt am Main. Die Vereinigung der Chauffeur und Limousine Service Unternehmen (VLD) veranstaltete ihn am 3. April 2019 in der Werkskantine der Klassik Auto Mobil Stadt Frankfurt. Mit dem Leipziger Vorsitzenden Tino Müller und seinen Beisitzern Peter Gerling und Stefan Pabst versammelten sich dort 16 Unternehmer, um über regionale Probleme und die Einmischung des Verbandes in die anstehende Novelle des Personenbeförderungsrechts zu reden.

Schnell kam die Rede auf den Fahrermangel, ohne dass konkrete Ansätze zu einer Verbesserung erkennbar gewesen wären. Er ist besonders deshalb brisant, weil Chauffeurs- und Limousinendienste mit ihrer Dienstleistung werben, die gute Fahrer mit Manieren und möglichst Englischkenntnissen voraussetzt.

Ihre Arbeit verlangt viele Einsätze zu später Stunde und andererseits gibt es unter Umständen tagsüber auch Leerlauf. Bei dieser Problematik liegt auch die Schnittstelle zu engagierten Taxi- und herkömmlichen Mietwagenunternehmern, die die VLD-Mitglieder ebenso wenig als Konkurrenz sehen wie die App-basierten Fahrtenvermittler à là Uber.

Ihre Konkurrenz kommt vielmehr aus den eigenen Reihen, sind doch viele Chauffeurs- und Limousinendienste von ehemaligen Fahrern gegründet worden, die sich betriebswirtschaftliches Grundwissen erst aneignen müssen. Die Folge ist das gegenseitige Unterbieten bei Firmenaufträgen, bei denen die ansonsten eigentlich nicht so preissensiblen Kunden durchaus dem Grundsatz „Geiz ist geil“ frönen. Nicht jeder neue Unternehmer merkt gleich, dass die Stundensätze von Vermittlungsplattformen laut dem VLD nicht auskömmlich sind.

In die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes will sich der in Berlin als Verband akkreditierte VLD am kommenden Montag über ein Gespräch mit dem CDU-Bundestagesabgeordneten Michael Donth einmischen. Er ist Mitglied des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur. Donth war auch schon beim Deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP) zu Gast und zeigte dort, dass er für die Positionen des mobilen Gewerbes Verständnis hat.

Einen Bericht über die Veranstaltung und die Pläne des VLD bringt taxi heute in der Mai-Ausgabe.

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