Betrunkener kapert besetztes Taxi

Am Sonntagmorgen wollte in Leverkusen ein 33-jähriger Mann, der offensichtlich zu tief ins Glas geschaut hatte, mit dem Taxi nach Hause fahren. Dummerweise war das Taxi schon mit anderen Fahrgästen besetzt, weshalb er kurzerhand einfach die Rolle des Taxifahrers übernahm.

Den Fahrpreis kassierte der spontan-Taxichauffeur allerdings nicht, dafür kassierte ihn die Polizei wenige Minuten nach seiner feindlichen Übernahme.

Wie die Polizei mitteilte, stoppte ein 41-jähriger Kollege um 6 Uhr morgens sein Taxi, um dort zwei seiner vier Fahrgäste aussteigen zu lassen. Ein angetrunkener Mann wollte daraufhin zusteigen. Als der Fahrer sich weigerte ihn mitzunehmen, da er noch Fahrgäste im Auto hatte und seine Fahrt noch nicht beendet war, begann der Betrunkene zu randalieren, die Insassen zu beleidigen und auf das Fahrzeug eizuschlagen.

Um den aufgebrachten 33-Jährigen zu beruhigen, stieg der Kollege aus dem Taxi aus. Das hätte er mal besser nicht machen sollen, denn ehe sich unser rechtschaffener Kollege versah, hatte sich der Freund des Hochprozentigen schon hinter das Steuer geschwungen und war mitsamt den Insassen davongefahren. Eine Frau, die eigentlich gerade noch aussteigen wollte, fiel bei diesem Manöver aus dem Fahrzeug und verletzte sich am Bein.

Glücklicherweise gelang es den zwei verbliebenen Fahrgästen schon nach wenigen hundert Metern den „Entführer“ zum Anhalten zu überreden. Doch selbst als die Polizei eintraf, hatte er sich noch nicht beruhigt, versuchte zu entkommen, beschimpfte die Beamten und trat nach ihnen.

Wie sich herausstellte, hatte er gar keinen Führerschein und demzufolge natürlich auch keinen Personenbeförderungsschein. Nun muss sich der junge Mann wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte verantworten. Aber natürlich erst nach der Ausnüchterung.

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