Beben beim Taxiverband – Patrick Meinhardt verlässt den TMV

Heute ist der letzte Arbeitstag von Patrick Meinhardt als Hauptgeschäftsführer des TMV; Er scheidet dann nach fünf Jahren im Taxi- und Mietwagenverband Deutschland zum Jahreswechsel aus. Wer auf Meinhardt folgen wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Thomas Kroker (re.) verabschiedet Patrick Meinhardt in München sehr herzlich. | Foto: TMV
Thomas Kroker (re.) verabschiedet Patrick Meinhardt in München sehr herzlich. | Foto: TMV

Der Präsident des Taxi- und Mietwagenverbandes (TMV) Thomas Kroker ließ es sich nicht nehmen, Patrick Meinhardt heute in München persönlich sehr herzlich zu verabschieden. Kroker bedankte sich bei Patrick Meinhardt für die gesamte politische Aufbauarbeit seit der Gründung des TMV vor fünf Jahren: 

„Patrick Meinhardt war für uns das Gesicht des TMV in Berlin, ständig im Bundestag, in den Ministerien, bei anderen Verbänden und an zentralen Abendveranstaltungen präsent. Patrick ist ein Netzwerker, der Menschen zusammenbringt, Türen öffnet, weil er mit Nachdruck sympathisch wirkt, und einen guten Riecher dafür hat, bei welchen Aktionen die Taxi- und Mietwagenbranche präsent sein muss.“

Die Taxi- und Mietwagenbranche sei laut Kroker noch nie so gut in der Verbändelandschaft in der Bundeshauptstadt vernetzt gewesen wie in den letzten fünf Jahren. Auch in der Politik sei man als TMV fest verankert.

„Allein, dass der neue Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unser Präsidium und den Vorstand der Taxiinnung Berlin aus Anlass deren 125-jährigen Bestehens im Verkehrsministerium empfangen hat, war dafür ein sichtbares Zeichen. Bei politischen Terminen wurde er schon mal als „Mr.Taxi“ begrüßt“ so Kroker weiter.

TMV-Motto: Tun + Machen + Vernetzen

Aber auch für den Verband intern und in den Landesverbänden sei Meinhardt kreativ und präsent gewesen, wie Thomas Kroker hervorhebt:

„Er war der Schöpfer unseres Slogans: „TMV = Tun + Machen + Vernetzen“, hatte die Idee für einen Think Tank, um über den Tellerrand der aktuellen Themen neue Perspektiven aufzuzeigen, hat die Profile TMV aktuell, TMV intern und vor allem TMV direkt mit einer Unzahl von Politikern entwickelt, die Idee der Taxibotschafter konzipiert und in die Tat umgesetzt, die Ehrung von langjährigen Verbandsmitgliedern in die Wege geleitet und uns als Partner des Wirtschaftssommers in Berlin etabliert. Er hinterlässt ein politisch gut bestelltes Haus für den TMV in der Bundeshauptstadt.“ 

 Abschied mit Wehmut

Und auch Patrick Meinhardt sieht auf den heutigen Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge:

„Heute denke ich voller Wehmut und zugleich tiefer freundschaftlicher Verbundenheit an unseren Gründungs- und Ehrenvorsitzenden Michael Müller, von dem wir uns schweren Herzens erst vor kurzem viel zu früh verabschieden mussten.“

Meinhardt erklärte weiter, er sei Müller ausgesprochen dankbar dafür, dass er ihn als Bundesgeschäftsführer und späteren Hauptgeschäftsführer in den jungen Verband geholt habe.

„Von Anfang an war ich von der Idee einer TMV-Familie begeistert, die nicht ein lockeres Interessenbündnis, sondern eine starke Gemeinschaft mit ausgeprägtem Wir-Gefühl ist und dieses auch in die Politik ausstrahlt“, betont Meinhardt. „Das ist uns in den letzten Jahren wirklich gut gelungen, worauf ich sehr stolz bin. Der TMV ist auf der politischen Bühne in der Mobilitätspolitik nicht mehr wegzudenken.“

Patrick Meinhardt erklärt, er sei über die schöne Zeit beim TMV glücklich:

„Hier sind echte neue Freundschaften entstanden und ich habe viele wundervolle Unternehmerpersönlichenkeiten, tolle Fahrer und engagierte Verbandsvertreter kennenlernen dürfen. Wer einmal das Taxi-Gen verinnerlicht hat, der bleibt auch dem Gewerbe verbunden: Die Liebe zum Taxi wird mich auch weiterhin begleiten.“

Aufbruch zu neuen Aufgaben

So sehr Patrick Meinhardt nach eigenen Angaben diese fünf Jahre Aufbauarbeit genossen habe und sich nur schweren Herzens von seiner Aufgabe im TMV trenne, jetzt komme einiges Neues auf ihn zu, auf das er neugierig sei und dem er sich mit voller Kraft stellen wolle.

„Die Anfragen an meine Beratungsagentur zur Erarbeitung von politischen Konzepten, für Seminare, Strategieplanungen und Moderationen haben sich deutlich erhöht, 2026 werden wir zwei neue Bundesverbände - einen im Bereich Bildung, meinem jahrelangen Leidenschaftsthema, und einen zur stärken Vertretung des Mittelstandes, einem weiteren Herzensthema von mir - gründen, an denen ich verantwortlich mitwirken soll, und ich möchte auch mehr Zeit für den Ratsvorsitz in der Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung, die die Gebetsfrühstücke im Deutschen Bundestag und den Landtagen organisiert und auf ein Netzwerk von 250 amtierenden und ehemaligen Abgeordneten aufbaut, und für den Vorsitz der größten evangelischen Kirchengemeinde unseres Kirchenbezirks am Gesundbrunnen haben. Und ich habe eine gewisse Ahnung, dass ich auch auf die eine oder andere Weise weiterhin für die Taxi- und Mietwagenbranche aktiv sein werde und auch möchte. Ich bin sehr auf die nächsten Monate gespannt.“ 

Meinhardt wünscht sich weiter selbstbewusstes Auftreten der Taxibranche

Meinhardt ermutigt das Taxi- und Mietwagengewerbe zu einem selbstbewussten Auftreten, aber auch dazu, sich den Themen der Zukunft, wie alternativen Mobilitätsformen oder autonomem Fahren, zu stellen, sich nicht treiben zu lassen, sondern diese aktiv und offensiv zu besetzen:

„Wer Uber & Co. wirklich bekämpfen will, muss unbedingt die Politik bei Mindesttarifen, bei der Bekämpfung von Sozialbetrug und Schwarzarbeit in die Pflicht nehmen. Aber die Branche muss auch grundsätzlicher werden: Hier geht es um die Grundlagen unserer Sozialen Marktwirtschaft, hier geht es um die Regeln eines fairen Wettbewerbs, hier geht es um die Werte des Ehrbaren Kaufmanns gegen den Raubtierkapitalismus und die Perversion unseres Wirtschaftssystems durch anonyme Plattformanbieter, die keine Verantwortung übernehmen, nichts für ihre heimatlichen Regionen tun und die Existenz unseres mittelständischen Gewerbes massiv gefährden.“

Nur müsse das Gewerbe auch noch viel offensiver darüber diskutieren, wie es besser, innovativer und digitaler werde, so Meinhardt weiter. Und es müsse noch viel stärker Europa auf dem Radar haben und mit den Verkehrspolitikern aus Bund und den Ländern darum im besten Sinne streiten, dass das ÖPNV- und Inklusionstaxi baldmöglichst Realität werde.

„Wichtig ist auch, dass das Taxi endlich beim Deutschland-Ticket und bei der Förderung über die Regionalisierungsmittel als Teil des Öffentlichen Nahverkehrs berücksichtigt wird“, so Meinhardt.

Präsident verabschiedet seinen Geschäftsführer herzlich

Thomas Kroker wünscht Patrick Meinhardt für seine neuen Projekte alles nur erdenklich Gute und ist sich sicher, dass beide weiterhin im vertrauensvollen Kontakt bleiben werden. Das kann Patrick Meinhardt nur unterschreiben und wünscht dem TMV mit viel Leidenschaft und Gestaltungsmut sein Motto weiterhin zu leben: „Tun+Machen+Vernetzen!“

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