Wiener Taxi per WhatsApp: Taxi 40100 macht Bestellung noch einfacher
Die Hintergründe sind plausibel: Laut einer Studie der Stadt Wien benutzen rund 64 Prozent der Wienerinnen und Wiener WhatsApp mehrmals pro Woche. Eveline Hruza, Generalsekretärin von Taxi 401100, bringt es so auf den Punkt:
„Warum nicht dort abholen, wo sich die Kunden ohnehin aufhalten?“
Dabei arbeitet Taxi 40100 mit einem niederländischen Unternehmen zusammen, Taxibooker, das in mehreren europäischen Städten bereits einen ähnlichen Service anbietet.
Was das für Fahrgäste und Fahrer bringt
Für Fahrgäste klingt der neue Kanal nach einem kleinen Komfortgewinn: Wer schon mit Freunden oder Familienmitgliedern über WhatsApp verabredet, kann nun auch das Taxi so bestellen. Die Adresse, Abholpunkt und Fahrtwunsch → einfach als Nachricht. Kein App-Login, kein Telefonat, nicht einmal eine dedizierte App benötigt.
Für Taxiunternehmer ergeben sich Chancen und Herausforderungen
Vorteile:
- Mehr spontane Aufträge, insbesondere von Menschen, die sich mit Apps nicht wohlfühlen, aber mit WhatsApp vertraut sind.
- Möglicherweise mehr Reichweite in Zielgruppen, die sonst Taxis seltener nutzen, z. B. ältere Personen, oder jene ohne Smartphone mit Taxi-App.
- Gesteigerte Sichtbarkeit und Modernität des Services – auch wenn das nicht alles ist, worauf Kunden achten.
Herausforderungen:
- Verwaltung von Nachrichten, Zuordnen von WhatsApp-Bestellungen zu Fahrer-Ressourcen, Transparenz bei Preisen verraten und Kommunikation sind nötig.
- Der Dienst bietet derzeit nur Fahrten zum Taxameter-Preis, auch Flughafenfahrten. Festpreise sollen bald dazukommen.
- Missverständnisse, z. B. wenn Kunden erwarten, dass Nachrichtensysteme gleichauf sind mit „klassischen“ Apps in Bezug auf Zuverlässigkeit und Rückmeldung.
Chatbot, Messanger und Social Media
Diese Innovation ist kein Alleingang – viele Vermittler und Taxiservices in Europa experimentieren mit neuen Kanälen: per Messenger, Social Media oder Chatbot. Im ÖPNV- und Taxi-Bereich ist es wichtig, mehrere Wege zu bieten, damit Menschen unabhängig von Digitalexpertise mobil bleiben. Gerade ältere Fahrgäste oder Menschen, die mit Apps wenig Erfahrung haben, könnten so profitieren.
In Wien ist Taxi 40100 damit Vorreiter unter den etablierten zentralen Vermittlern. Ob der neue Weg viele Kunden überzeugt und sich bewährt, hängt stark von der Umsetzung ab: wie gut der Messenger-Dienst funktioniert, wie genau die Kommunikation über Abholzeit, Fahreradresse läuft und wie transparent Preise und Zusatzkosten sind.
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