Vorstand der Taxi München eG wieder im Amt
Das Landgericht München I hat die vorläufige Abberufung von Patrick Nothhaft, Vorstand der Taxi München eG, für nichtig erklärt. Nothhaft kann somit seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf die tiefen Gräben innerhalb der Genossenschaft, die sich in den letzten Monaten aufgetan haben.
Wie halten es die Mitglieder mit Uber & Co.?
Im Zentrum des Konflikts steht die Zusammenarbeit einiger Aufsichtsratsmitglieder mit Fahrdienstvermittlern wie Uber und Bolt. Nothhaft und sein Vorstandskollege Thomas Kroker kritisierten diese Kooperationen scharf und sahen darin einen Interessenkonflikt, der mit den Zielen der Genossenschaft unvereinbar sei. Der Aufsichtsrat reagierte darauf mit der vorläufigen Abberufung Nothhafts am 2. April 2025, ohne jedoch konkrete Gründe zu benennen.
Die Situation eskalierte weiter, als der Vorstand eine außerordentliche Generalversammlung für den 15. Mai einberief. Ziel war es, über die Abberufung des gesamten Aufsichtsrats abstimmen zu lassen. Der Aufsichtsrat versuchte, diese Versammlung zu verhindern, und kritisierte die hohen Kosten sowie die Belastung für die Mitglieder.
Mehrere Rücktritte
Die Spannungen innerhalb der Genossenschaft führten zu mehreren Rücktritten im Aufsichtsrat. Bis Anfang Mai hatten bereits drei Mitglieder ihr Amt niedergelegt, darunter Andreas Mekidiche, der die anhaltenden Streitigkeiten als Grund für seinen Rücktritt nannte.
Die Auseinandersetzungen spiegeln die Herausforderungen wider, vor denen das Taxigewerbe in München steht. Während Plattformen wie Uber ihre Präsenz ausbauen und flexible Festpreise einführen, sehen sich traditionelle Taxiunternehmen unter Druck gesetzt. Die Taxi München eG hatte bereits 2023 reagiert und Taxis mit Uber-Werbung in der Funkvermittlung zurückgestuft.
Die Entscheidung des Landgerichts bringt nun eine juristische Klärung in den internen Machtkampf. Ob dies jedoch zu einer langfristigen Befriedung innerhalb der Genossenschaft führt, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein für die Zukunft der Taxi München eG.
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