Eisenachs Taxiunternehmer sind sauer. Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) genehmigte Ende Oktober ohne Rücksprache mit der Branche Tarife, durch die eine „Vergütung des Mindestlohnes für Taxifahrer nicht möglich“ sei, kritisiert Martin Kammer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV). Dadurch müssten die Taxibetriebe der thüringischen Wartburgstadt „nun Fahrzeuge und vor allem Personal abbauen“, erläuterte er.
Vorrangig trifft das die 19 Mehrwagenunternehmer. Das bedeute nicht nur einen großen Einschnitt in das Gewerbe, sondern noch einen größeren in die Versorgungssicherheit, denn die Mehrwagenunternehmer garantierten diese bisher. „Somit wird es in Zukunft für Fahrgäste in Eisenach schwer werden, ein Taxi mal eben in fünf Minuten zu bestellen“, analysiert Kammer. Angesicht der Situation habe die Eisenacher Oberbürgermeisterin den Taxibetrieben ihrer Stadt „einen Bärendienst erwiesen“. hs
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