Opel: Insignia-Produktion stoppt noch 2022

Opel plant, die Produktion des Insignia im Stammwerk Rüsselsheim noch 2022 einzustellen.

Am Schluss mit Dreizylinder-Diesel: Der Insignia im VM-Test. | Foto: G. Soller
Am Schluss mit Dreizylinder-Diesel: Der Insignia im VM-Test. | Foto: G. Soller
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Laut der Zeitschrift Auto Motor und Sport bestätigte ein Sprecher des Opel-Mutterkonzerns Stellantis am Freitag, den 15.7. 2022, dass man den Insignia noch 2022 einstellen werde. Das aktuelle Opel-Topmodell entwickelte die Marke nach mit General Motors, weshalb es auch als Buick Regal und Holden Commodore vom Band lief. Nachdem GM Holden komplett beerdigte und Opel an Stellantis verkauft wurde, nahm die Ex-Mutter auch die Buick-Version aus dem Programm. Weder als Holden noch als Buick war der Insignia ein Topseller, da er für Europa konzipiert war. Und da er nicht elektrifiziert werden kann, zieht Stellantis beim letzten Ex-GM-Modell jetzt vorzeitig den Stecker.

Offiziell hört sich das so an:

„Opel treibt den Wandel zur reinen Elektromarke bis 2028 voran und bereitet die Markteinführung mehrerer hochmoderner Elektromodelle vor, dazu gehört auch ein zukünftiges Flaggschiff. Der aktuelle Opel Insignia wurde 2017 auf einer Fahrzeugplattform eingeführt, die von der ehemaligen Opel-Muttergesellschaft nicht für die Elektrifizierung ausgelegt war. Als Folge der CO2-Vorgaben und des Fokus auf den schnellen Hochlauf der drei neuen Multi-Energy-Modelle in Rüsselsheim – Opel Astra, Astra Sports Tourer und DS4 – wird die Insignia-Produktion dieses Jahr auslaufen.“

Dafür könne man die elektrifizierbaren und ab 2023 elektrischen Kompakten stückzahlenseitig schneller hochfahren. Laut Opel will man perspektivisch wieder ein Angebot im D-Segment machen, bis 2024 wird dort aber eine Lücke klaffen

Der Insignia gehört zu den elegantesten und besten Angeboten im Segment der Mittelklasse – hatte aber mehrfach Pech: Dieses Segment schrumpft massiv, seine Plattform ist nicht elektrifizierbar und basiert noch auf GM-Komponenten, deren Integration jetzt überhaupt nicht mehr ins Stellantis-Universum passt. Und nachdem er früh seine australischen und amerikanischen Geschwister verlor, beschränkte sich das Absatzgebiet auf Europa. Weshalb man jetzt zwei Jahre früher als eigentlich geplant den Stecker zieht.

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