Viel mehr als nur Kilometer zählen - HALE erweitert die Funktionen seines Wegstreckenzählers WSZ-07

Die Anforderungen an Taxi- und Mietwagenunternehmen werden nicht geringer. Digitalisierung, Fiskalisierung und die zunehmende Vernetzung von Fahrzeug und Vermittlungssystem sorgen dafür, dass technische Ausstattung immer mehr leisten muss. HALE reagiert und verpasst seinem Wegstreckenzähler WSZ-07 ein umfangreiches Update.

Der WSZ 07 verfügt über eine integrierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) und kann Fahrtdaten selbst signieren.| Foto: HALE
Der WSZ 07 verfügt über eine integrierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) und kann Fahrtdaten selbst signieren.| Foto: HALE

Mit einem Software-Update für den Wegstreckenzähler WSZ-07 baut der österreichische Hersteller HALE die Einsatzmöglichkeiten seines Geräts weiter aus. Seit seiner Markteinführung im Sommer 2024 nimmt der WSZ-07 unter den in Deutschland zugelassenen Wegstreckenzählern eine besondere Stellung ein. Denn das Gerät verfügt über eine integrierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) und kann Fahrtdaten selbst signieren. Zusätzliche Hardware oder die Anbindung an externe Signierserver sind dafür nicht erforderlich. Die signierten Daten werden über ein eingebautes Mobilfunkmodem direkt in ein zertifiziertes Rechenzentrum übertragen und dort archiviert.

Für Mietwagenunternehmer ist das vor allem vor dem Hintergrund der gesetzlichen Entwicklung interessant. Während die TSE-Pflicht derzeit nur für neu eingebaute Wegstreckenzähler gilt, die seit dem 1. Juli 2024 in Verkehr gebracht wurden, steht bereits die nächste Frist im Kalender: Ab dem 1. Januar 2027 sollen auch ältere digitale Systeme unter die entsprechenden Vorgaben fallen.

Vor diesem Hintergrund zielt HALE mit dem aktuellen Software-Upgrade vor allem auf eine engere Verzahnung zwischen Wegstreckenzähler und Datenfunk.

Neu ist unter anderem die Möglichkeit, Pauschalfahrten direkt aus dem Vermittlungssystem zu übernehmen. Diese können als externe Fahrten erfasst und unmittelbar TSE-konform signiert werden. Gerade im Krankenfahrten-, Shuttle- oder Festpreisgeschäft dürfte das den administrativen Aufwand reduzieren.

Auch die Steuerung von Preisstufen wurde erweitert. So lässt sich nun die Einschaltpreisstufe über den Datenfunk vorgeben. Vorgebuchte Festpreise oder vereinbarte Streckenpreise können damit bereits bei Fahrtbeginn im System hinterlegt werden.

Mehr Spielraum bei der Fahrzeugwahl

Ein weiteres Detail betrifft Fahrzeuge, die ursprünglich nicht als Taxi oder Mietwagen ausgeliefert wurden. Der WSZ-07 ist nach dem Software-Update nun auch für den Betrieb mit dem Wegimpulsadapter WA12 zugelassen. Dadurch kann das Gerät künftig auch in entsprechend umgerüsteten Fahrzeugen eingesetzt werden. Für Unternehmen eröffnet das zusätzliche Spielräume bei der Fahrzeugbeschaffung.

Ergänzungen gibt es außerdem beim Quittungsdruck. Ausdrucke über den Thermodrucker TPD-02 enthalten nun zusätzliche Angaben wie Seriennummer und Datum der Datensicherung. Damit sollen die Belege den fiskalischen Anforderungen vollständig entsprechen.

Interessant ist der WSZ-07 aber nicht nur wegen seiner TSE-Funktionen. Das Gerät vereint zahlreiche Aufgaben, die im Alltag von Mietwagenbetrieben anfallen. Bis zu 20 Preisstufen lassen sich programmieren, Fahrer können sich kontaktlos per NFC anmelden, bargeldlose Zahlungen werden unterstützt und über die integrierte GPS-Funktion ist sowohl aktives als auch passives Fahrzeugtracking möglich.

Auffällig ist dabei ein Ansatz, den HALE bereits seit mehreren Gerätegenerationen verfolgt: die technische Nähe zwischen Taxi- und Mietwagenausstattung. Der WSZ-07 basiert auf derselben Plattform wie das Taxameter MCT-07. Wechselt ein Unternehmen die Fahrzeugnutzung, kann die Software entsprechend angepasst werden. Aus dem Wegstreckenzähler wird ein Taxameter – oder umgekehrt. Für Betriebe, die flexibel auf Marktveränderungen reagieren müssen, kann das ein praktischer Vorteil sein.

 

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