Uber Sponsor beim Berliner Hip-Hop-Ball: Imagepflege auf Kosten des Taxigewerbes!

Am 15. November 2025 wird das Rote Rathaus in Berlin erstmals Schauplatz eines HipHopBalls sein – einem kulturellen Brückenschlag zwischen urbaner Szene und klassischer Eleganz. Aber wieder ist der amerikanische Plattformbetreiber Sponsor eines Großereignisses in der Bundeshauptstadt, während das LABO gegen Uber & Co. kämpft.

Hip-Hop-Ball, gesponsort von Uber. Leider wieder ein Beispiel, dass in Berlin gerne das Geld des amerikanischen Plattformbetreibers genommen wird.| Foto: Hiphopball
Hip-Hop-Ball, gesponsort von Uber. Leider wieder ein Beispiel, dass in Berlin gerne das Geld des amerikanischen Plattformbetreibers genommen wird.| Foto: Hiphopball

Die Tanz-Veranstaltung, ursprünglich in Wien von Sajeh Tavassoli ins Leben gerufen, verspricht ein vielfältiges Programm: Über 150 nationale und internationale Künstler:innen treten in Disziplinen wie Rap, Breakdance, Graffiti und Beatbox auf. Drei Säle, ein festlich-respektvolles Ambiente und ein frisch interpretierter Walzertanz, begleitet von der Deutschen Sinfonietta Berlin und den Flying Steps, bilden den Rahmen für diesen ungewöhnlichen Dialog

 

Höhepunkte werden die Verleihung der „Chain of Glory“ für herausragende Frauen im HipHop-Umfeld und eine multimediale Graffiti-Ausstellung zur Berliner Stadtgeschichte sein. Die Tickets sind streng limitiert: Nur 600 Gäste erhalten Zugang – ein Preisniveau von 150 Euro für reguläre Flanierkarten bis hin zu 420 Euro für ein PreBallDiner mit Gourmeterlebnis.

Uber sponsort

Doch über dem Tanzschritt hängt ein Schatten: Uber fungiert als Hauptpartner. Damit vermischt sich hier künstlerische Kulturförderung mit dem ImageKosmetik eines umstrittenen Mobilitätskonzerns! Uber nutzt Events, Newsrooms und Arenen aktiv, um seine Markenpräsenz („Uber Arena“, „Uber Eats Music Hall“) auszubauen und erkauft sich eine kulturelle Anerkennung.

Uber investiert viel Geld in gezieltes Sponsoring. Das LABO (Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten) versucht mit Hochdruck, der „Uberisierung“ in Berlin Herr zu werden, Politiker kämpfen für die Einführung von Mindestpreisen bei Mietwagen. Gleichzeitig tritt Uber bei fast jedem Groß-Event in der Bundeshauptstadt als Sponsor auf, das Geld des amerikanischen Plattformbetreibers wird sehr gerne genommen. Die vielfach geforderten Sozialstandards, die ein Sponsor erfüllen sollte, scheinen in Berlin jedenfalls nur Lippenbekenntnisse zu sein…

Der Berliner Hip-Hop-Ball mag eine kulturelle Bereicherung für die Bundeshauptstadt darstellen, doch das erneute Sponsoring durch Uber verdeutlicht, dass die unerschöpflichen finanziellen Ressourcen des Plattformbetreibers weiterhin jede politisch korrekte Haltung übertrumpfen.

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