TMV will Tino Schopf nach Verlust des Direktmandats weiter in Berliner Verkehrspolitik sehen
Der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland setzt sich nach dem Ausscheiden von Tino Schopf aus dem Berliner Abgeordnetenhaus für eine weitere verkehrspolitische Rolle des SPD-Politikers ein. Schopf verlor bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 sein Direktmandat im Wahlkreis Pankow 9. Der Verband bringt nun unter anderem eine Tätigkeit als Staatssekretär mit Zuständigkeit für das Taxi- und Mietwagengewerbe ins Gespräch.
Schopf erreichte im Wahlkreis 25,3 Prozent der Erststimmen. Das Direktmandat ging an Maximilian Schirmer von der Linken mit 28,1 Prozent. Die SPD erhielt bei den Zweitstimmen im Wahlkreis 12,5 Prozent. Damit lag Schopfs persönliches Erststimmenergebnis bei mehr als dem Doppelten des Zweitstimmenergebnisses seiner Partei.
Schopf scheidet aus Abgeordnetenhaus aus
Schopf war in der vergangenen Wahlperiode Sprecher für Verkehr und Mobilität der SPD-Fraktion. Nach Angaben des Taxi- und Mietwagenverbands Deutschland beschäftigte er sich dabei intensiv mit den Rahmenbedingungen des Taxi- und Mietwagengewerbes.
Der Verband führt unter anderem das Vorgehen gegen nach seinen Angaben rund 1.700 illegale Mietwagen in Berlin sowie Aktivitäten gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug an. Zudem verweist er auf eine Zusammenarbeit mit Kreisverwaltungen im benachbarten Brandenburg. Der Verband ordnet diese Maßnahmen Schopfs bisheriger politischen Tätigkeit zu.
Tarifkorridor im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt war laut der Mitteilung die Regulierung der Beförderungsentgelte im Taxi- und Mietwagenmarkt. Der Verband hebt dabei Schopfs Engagement für den Berliner Tarifkorridor und ein Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagen hervor.
Der Tarifkorridor gehört zu den Instrumenten, mit denen die Preisgestaltung im Taxigewerbe flexibilisiert werden kann. In der politischen Diskussion in Berlin setzte sich Schopf zudem für ein Mindestbeförderungsentgelt im Mietwagenverkehr ein.
Verband sieht Einsatz in Senatsverwaltung als Möglichkeit
Nach dem Verlust des Direktmandats fordert der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland, Schopfs Fachkenntnisse weiterhin für die Berliner Verkehrspolitik zu nutzen. Der Verband verweist darauf, dass eine Tätigkeit als Senator oder Staatssekretär kein Mandat im Abgeordnetenhaus voraussetzt.
Schopf verfügt bereits über Erfahrung in einer Berliner Senatsverwaltung. Vom 23. Dezember 2021 bis zum 16. März 2023 war er Staatssekretär für Energie und Betriebe in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland bringt nun eine erneute Tätigkeit als Staatssekretär mit Zuständigkeit für das Taxi- und Mietwagengewerbe als Möglichkeit ins Gespräch. Eine Entscheidung über eine solche Personalie ist mit der Mitteilung des Verbands nicht verbunden. (Quelle: TMV)
Taxi-Fahrzeuge (Pkw) , Taxi-Newsletter, Taxameter, Taxi-Fahrer , BZP – Deutscher Taxi- und Mietwagenverband , Straßenverkehrsordnung (StVO) , Krankenbeförderung , Weiterbildung , Taxi-Konzessionen , Verkehrspolitik , Mietwagenbranche , Taxi-Apps , Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG) , Taxizentralen , Personal, Gehälter, Arbeitsschutz , Wirtschaftsnachrichten , Werbung , Taxi-Folierung , Taxi-Umrüster , Straßenverkehr , Elektromobilität, Taxifuhrpark und -flottenmanagement , Taxi-Versicherungen , Hybrid, Diesel, Erdgas , Taxi-Magazin