Kia PV5: Elektro-Transporter gewinnt deutsche „Compact“-Wahl
Der PV5 ist das erste Modell von Kia, das auf der Strategie „Platform Beyond Vehicle“ basiert. Der Hersteller bietet das Elektrofahrzeug sowohl als Pkw als auch als Transporter sowie in verschiedenen Varianten und Umbauversionen an. Für gewerbliche Nutzer reicht das Spektrum damit vom klassischen Frachttransport bis zu Ausführungen für den kombinierten Personen- und Warentransport.
Fünf Klassensieger kämpfen um den Gesamttitel
Der Wettbewerb „German Car of the Year“ fand in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Die 36-köpfige Jury bewertete die Fahrzeuge hinsichtlich ihrer Fortschritte bei Design, Technologie und Alltagstauglichkeit. Der Wettbewerb unterteilt sich in die Kategorien „Budget“, „Compact“, „Premium“, „Luxury“ und „Performance“.
Mit dem Sieg in der Klasse „Compact“ gehört der PV5 zu den fünf Fahrzeugen, aus denen die Jury nun den Gesamtsieger bestimmt. Dieser soll Ende Oktober 2026 bekannt gegeben werden.
„Die Auszeichnung des PV5 als ‚German Compact Car of the Year 2027‘ ist eine tolle Bestätigung unseres wegweisenden PBV-Konzepts“, sagte Thomas Djuren, Geschäftsführer von Kia Deutschland, der bei der Preisverleihung im „Nationalen Automuseum The Loh Collection“ in Dietzhölztal den Award entgegennahm. „Mit seiner einzigartigen Variabilität deckt er unterschiedlichste Bedürfnisse privater und gewerblicher Kunden ab, vom geräumigen, komfortablen Familienauto bis zum vielfältig einsetzbaren Nutzfahrzeug.“
Für Kia ist der Erfolg nicht der erste Klassensieg bei der deutschen Wahl. Bereits der EV6 wurde zum „German Premium Car of the Year 2022“ gewählt, der EV9 erhielt den Titel „German Luxury Car of the Year 2024“. Der PV5 ist damit der dritte elektrische Kia mit einem Klassensieg.
Vom Personenwagen bis zum Fahrgestell
In Deutschland startete Kia mit den Grundvarianten „PV5 Passenger“ und „PV5 Cargo“. Inzwischen stehen unterschiedliche Sitzkonfigurationen und Karosserieformate zur Verfügung. Hinzu kommen der „PV5 Chassis Cab“ als Fahrgestell mit Fahrerhaus und der „PV5 Crew Van“, der den Transport von Fracht und Personen kombiniert.
Zum Programm gehört außerdem der rollstuhlgerechte „PV5 WAV“. Damit zielt das Fahrzeugkonzept nicht nur auf klassische Transportaufgaben. Die modulare Basis soll verschiedene Aufbauten und Nutzungsszenarien ermöglichen.
Kia will das Angebot in den kommenden Jahren deutlich erweitern. Der „PV7“, der auf der IAA Transportation in Hannover seine Weltpremiere feierte, soll 2027 eingeführt werden. Für 2029 ist der „PV9“ angekündigt. Insgesamt soll die Modellpalette auf Basis der Strategie „Platform Beyond Vehicle“ auf mehr als 40 Karosserievarianten wachsen.
Eigene Elektroplattform für unterschiedliche Aufbauten
Die Fahrzeuge entstehen im neu errichteten koreanischen Werk „Hwaseong Evo Plant“ sowie im benachbarten Umrüstzentrum. Als technische Basis dient die von Kia entwickelte Plattform „E-GMP.S“, ausgeschrieben „Electric Global Modular Platform for Service“.
Sie baut auf der Elektroplattform „E-GMP“ auf, die der Hersteller bereits für seine neueren Elektromodelle nutzt. Die flache Plattform ist auf unterschiedliche Karosserieaufbauten ausgelegt. Über eine integrierte modulare Architektur lassen sich zudem zentrale Komponenten wie Batterien und Motoren standardisieren.
Mit dem Klassensieg erhält der PV5 zusätzliche Aufmerksamkeit in einem Segment, das für gewerbliche Flotten durch unterschiedliche Nutzungsprofile geprägt ist. Ob das modulare Konzept im Fuhrpark tatsächlich Vorteile bei Kosten, Verfügbarkeit und Einsatzflexibilität bringt, lässt sich aus einer Auszeichnung allerdings nicht ableiten. Entscheidend dafür sind die jeweiligen Fahrzeugvarianten und deren konkrete Betriebsbedingungen. Der nächste Schritt im Wettbewerb folgt Ende Oktober, wenn aus den fünf Klassensiegern das „German Car of the Year 2027“ bestimmt wird. (Quelle: Kia Deutschland)
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