TMV im Gespräch mit Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger

Beim Treffen in München rücken faire Wettbewerbsbedingungen im Personenverkehr in den Fokus. Hubert Aiwanger zeigte sich gut informiert und sicherte Unterstützung beim Kampf gegen den unlauteren Wettbewerb mit Uber & Co. zu.

Zum politischen Meinungsaustausch im bayerischen Wirtschaftsministerium in München getroffen: Der TMV-Hauptgeschäftsführer Patrick Meinhardt, der Stellv. Ministerpräsident von Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger MdL und der Präsident des TMV Thomas Kroker (von li. nach re.). |Foto: TMV
Zum politischen Meinungsaustausch im bayerischen Wirtschaftsministerium in München getroffen: Der TMV-Hauptgeschäftsführer Patrick Meinhardt, der Stellv. Ministerpräsident von Bayern und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger MdL und der Präsident des TMV Thomas Kroker (von li. nach re.). |Foto: TMV

In einem ausführlichen Gespräch im Bayerischen Wirtschaftsministerium trafen sich kürzlich Thomas Kroker, Präsident des Taxi- und Mietwagenverbands Deutschland (TMV), und Hauptgeschäftsführer Patrick Meinhardt mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Staatsminister für Wirtschaft, Hubert Aiwanger. Das Anliegen: Die Situation des Taxi- und Mietwagengewerbes in Zeiten zunehmender Marktverzerrung durch internationale Plattformanbieter.

Das Gespräch hatte einen konkreten Anlass: Minister Aiwanger wollte sich persönlich ein Bild von den Herausforderungen der Branche machen. Thomas Kroker brachte dabei nicht nur die bundesweite Perspektive als TMV-Präsident ein, sondern auch seine Rolle als Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen sowie als Vorstand der Taxi München eG – mit entsprechendem Blick auf den Freistaat.

Dem Tarifkorridor müssen der Mindestpreise folgen

Im Zentrum der Diskussion stand der Wettbewerb mit Plattformdiensten wie Uber. Kroker betonte, dass der faire Wettbewerb durch bestehende Regelungen zunehmend unterlaufen werde.

„Nur mit einer durchdachten Kombination aus Tarifkorridoren für Taxen und einem verbindlichen Mindesttarif für Mietwagen lassen sich gleiche Bedingungen schaffen", sagte er.

München sei bei den Tarifkorridoren bundesweit vorangegangen – ein Modell, das seiner Ansicht nach auch bei den Mindesttarifen Schule machen könnte.

Patrick Meinhardt ergänzte den Blick um Erfahrungen aus anderen Bundesländern, etwa aus Berlin. Dort sei das Problem illegaler Mietwagen besonders deutlich. "Es braucht konsequente Kontrollen – durch Zoll, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft. Die Behörden müssen aber auch personell dafür gerüstet sein", sagte Meinhardt. Neben der Kontrolle gehe es auch um rechtliche Orientierungshilfen für Kommunen, damit diese bei der Festlegung von Mindesttarifen auf sichere Grundlagen bauen könnten.

Stimmungsmache gegen die Taxi-Branche

Kritisch äußerte sich Meinhardt zu Organisationen, die unter dem Deckmantel der Kundenvertretung zu Demonstrationen aufrufen.

„Hier geht es nicht um Verbraucherinteressen, sondern oft um gezielte Stimmungsmache gegen ein reguliertes Gewerbe", so Meinhardt.

Die soziale Marktwirtschaft brauche klare Spielregeln – und Akteure, die sich daran halten. Minister Aiwanger zeigte sich offen für die Anliegen der Branche. Er betonte, dass der Mittelstand Rückhalt brauche, auch in der Verkehrspolitik:

„Als zuständiger Minister habe ich ein großes Interesse daran, dass faire Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Die Vorschläge zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und unlauterem Wettbewerb wolle man im Haus genau prüfen. Dem Engagement des Verbands zollte er Anerkennung. Für Kroker und Meinhardt war das Treffen ein ermutigendes Signal. Beide betonten die Bedeutung Bayerns bei bundesweiten Initiativen und kündigten weitere Gespräche an. Ein Schulterschluss mit Hubert Aiwanger scheint gefunden – nun kommt es auf konkrete Schritte an.

Logobanner Liste (Views)