München will faire Löhne für Fahrer von Mietwagen!

Eine Umfrage im Auftrag von Freenow zeigt: Die Mehrheit der Stadtbevölkerung wünscht sich transparente Preise bei Fahrdienst-Apps. Die Zustimmung zu Mindestpreisen ist hingegen noch ausbaufähig.

Taxiunternehmer formierten sich zur Gegen-Demo zu Ubers Protest gegen die Mindestpreise in München.| Foto: Freenow
Taxiunternehmer formierten sich zur Gegen-Demo zu Ubers Protest gegen die Mindestpreise in München.| Foto: Freenow

Schnell gebucht, schnell gefahren – aber zu welchem Preis? Die Nutzung von Fahrdienst-Apps gehört für viele Münchnerinnen und Münchner längst zum Alltag. Doch bei aller Bequemlichkeit wächst der Wunsch nach Verlässlichkeit. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Mobilitätsplattform Freenow.

Demnach sprechen sich 67,7 Prozent der Befragten in München für transparente und nachvollziehbare Preise bei Fahrten mit Apps wie Uber, Bolt oder Freenow aus. Besonders deutlich fällt die Zustimmung unter den aktiven App-Nutzer:innen aus: Hier befürworten sogar 85,9 Prozent Preisklarheit – ein klares Signal an Anbieter und Politik.

Preistransparenz verbindet Generationen

Der Wunsch nach klaren Regeln zieht sich durch fast alle Altersgruppen. Besonders ausgeprägt ist er bei den 30- bis 39-Jährigen – mit Zustimmungswerten von über 93 Prozent. Auch bei älteren Befragten bleibt das Thema relevant: Über 70 Prozent der Über-40-Jährigen und mehr als 60 Prozent der Senior:innen über 65 halten transparente Preisgestaltung für wichtig.

Für Alexander Mönch, Präsident von Freenow Deutschland & Österreich, ist das keine Überraschung.

„Hinter jeder Fahrt steckt ein Mensch, der mit dieser Arbeit seinen Lebensunterhalt verdient. Diese Leistung muss fair entlohnt werden – alles andere ist nicht fair, sondern zynisch“, so Mönch.

Mehrheit offen für gesetzliche Mindestpreise

Mehr als die Hälfte der Befragten (51,4 Prozent) unterstützt die Einführung gesetzlich geregelter Mindestpreise für App-basierte Fahrdienste – selbst wenn dadurch die Preise steigen. Auch bei aktiven Nutzer:innen, die von höheren Kosten direkt betroffen wären, liegt die Zustimmung mit 39,1 Prozent auf beachtlichem Niveau.

Insbesondere die ältere Stadtbevölkerung steht hinter der Forderung: Fast 60 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und 57,9 Prozent der über 65-Jährigen befürworten gesetzlich abgesicherte Preisuntergrenzen. Der Befund legt nahe: Die Sorge um faire Arbeitsbedingungen wiegt schwerer als der Wunsch nach billigen Fahrten.

Politisches Potenzial erkannt

Ein weiterer Befund der Umfrage dürfte auch für Lokalpolitikerinnen und -politiker relevant sein: 38,4 Prozent der Befragten würden eine Partei positiver bewerten, wenn sie sich für faire Mindestpreise und legale Strukturen im Fahrdienstbereich einsetzt. In der Gruppe der Über-40-Jährigen steigt dieser Wert auf bis zu 48,6 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass die Diskussion um Preisgestaltung im App-Verkehr ist längst kein Nischenthema mehr ist. In Zeiten wachsender Aufmerksamkeit für soziale Gerechtigkeit und faire Arbeit stoßen klare Regeln auf breite Zustimmung – nicht nur bei denen, die fahren, sondern auch bei jenen, die gefahren werden.

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