Taxi.de spielt jetzt an anderer Stelle

Die Mannschaft des Software-Entwicklers ist in einer ehemaligen Klavierfabrik durchgestartet und verzeichnet eine hohe Nachfrage nach der Taxi-Bestellung via WhatsApp-Chatbot.

Hin und wieder nehmen Alex von Brandenstein und sein Team kleine Tischtennis-Schläger in die Hand, um den Kopf freizubekommen. (Foto: Dietmar Fund)
Hin und wieder nehmen Alex von Brandenstein und sein Team kleine Tischtennis-Schläger in die Hand, um den Kopf freizubekommen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Der Software-Entwickler Talex mobile solutions entwickelt sein Vermittlungssystem taxi.de seit November 2019 in großzügigeren Räumlichkeiten. Seither arbeitet das Team in einer anderen Ecke Hamburgs, und zwar in der Jarrestraße 80. Wie Geschäftsführer Alex von Brandenstein am 28. Februar 2020 beim „Werkstattbesuch“ von taxi heute erklärte, bietet die ehemalige Klavierfabrik mehr Platz als das alte Domizil. Talex mobile solutions hat sich dort im dritten Stockwerk einquartiert und die drahtigen Entwickler bekommen täglich viel Bewegung, weil es dort keinen Aufzug gibt.

Alex von Brandenstein legt Wert auf die Feststellung, dass das 2010 von ihm und Mit-Geschäftsführer Ulf Bögeholz gegründete Unternehmen kein Start-up sei, das nach einem anfänglichen Boom nach kurzer Zeit gewinnbringend verkauft werden solle, auch wenn man sich ein Start-up genau so vorstellt: Mit einem großen Stehtisch für Meetings, einem Rondell mit Arbeitsplätzen für die Kundenbetreuung, einem nur durch Glasfenster abgetrennten Raum für die Techniker, die so stets im Kontakt mit ihren Kollegen bleiben, und schließlich einer klitzekleinen Tischtennisplatte. Einen Besprechungsraum mit Tisch und Stühlen hat das Unternehmen natürlich auch.

Laut dem Automatisierungstechniker ist derzeit der neue WhatsApp-Chatbot für die automatisierte Taxibestellung der Renner unter seinen Kunden, den Taxiunternehmern und Taxizentralen. Wegen der großen Verbreitung des werbefreien Messenger-Dienstes auch bereits in älteren Bevölkerungsschichten sieht von Brandenstein die Business-Plattform von WhatsApp als einen Bestellweg an, der Bestell-Apps schon bald ablösen wird. Derzeit verzeichne sein Team eine sehr starke Nachfrage. Der WhatsApp-Chatbot laufe dem erst Mitte 2019 auf den Markt gekommenen „Digital Assistant“ für die Automatisierung telefonischer Bestellung bereits den Rang ab.

Beide Angebote sollen den Taxibetrieben und –zentralen helfen, in der Disposition Geld zu sparen beziehungsweise durch die Entlastung von Routinebestellungen mehr Zeit für die Abwicklung komplizierterer Aufträge freizuschaufeln.

Einen ausführlichen Bericht über den „Werkstattbesuch“ lesen Sie demnächst in taxi heute.

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