BVG: Ridesharing entpuppt sich als Rufbus

Die Berliner Verkehrsbetriebe denken vor allem zur Abkürzung komplizierter Umsteigeverbindungen über Rufbusse als Ergänzung ihres Liniennetzes nach.
Die Berliner Verkehrsbetriebe denken über Rufbusse mit acht Fahrgastplätzen nach, die eventuell auch von Taxiunternehmern betrieben werden könnten. (Foto: Dietmar Fund)
Die Berliner Verkehrsbetriebe denken über Rufbusse mit acht Fahrgastplätzen nach, die eventuell auch von Taxiunternehmern betrieben werden könnten. (Foto: Dietmar Fund)
Beim Stichwort „Ridesharing“ denken die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht an die Bündelung individueller Einzelfahrten im gesamten Innenstadtbereich, sondern an Rufbusse, die ihre „großen“ Busse und Bahnen ergänzen. Das ergab die Nachfrage von taxi heute bei der Pressestelle der BVG.

Laut Pressesprecherin Petra Reetz wird derzeit über „kleine“ Busse mit acht Fahrgastplätzen nachgedacht, die als Rufbusse das Netz der Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Linien ergänzen sollen. Gedacht ist insbesondere daran, mit ihnen komplizierte Umsteigeverbindungen zu ersetzen. So solle auch dem letzten Berliner klargemacht werden, dass er eigentlich keinen privaten Pkw mehr brauche.

„Die kleinen Busse sollten auch im typischen Gelb unterwegs sein“, sagt Reetz. „Wir werden uns dafür sicher Kooperationspartner suchen, schon wegen der Fahrer.“ Die Innung des Berliner Taxigewerbes beispielsweise fahre jetzt schon Nachtbusse im Auftrag der BVG. Konkret seien die Pläne aber noch nicht. Bis Ende des Jahres solle Klarheit über die Richtung herrschen, in die man gehen wolle.

Die Berliner Zeitung hatte Ende April über die Pläne für ein Ridesharing berichtet und dabei den Eindruck erweckt, es sei an ein flächendeckendes Sammeltaxi-Netz unter der Regie der BVG gedacht.

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