Taxi-Ruf betreibt kostenlosen Shuttle-Bus

Der 17-Sitzer verbindet auf einer Rundtour den Nordhafen und die Innenstadt von Kappeln mit dem OstseeResort Olpenitz.

Der 17-sitzige Kleinbus ist mit zwölf Touren am Tag gut beschäftigt. (Foto: Hafen Olpenitz)
Der 17-sitzige Kleinbus ist mit zwölf Touren am Tag gut beschäftigt. (Foto: Hafen Olpenitz)
Dietmar Fund

Zwölfmal täglich im Stundentakt fährt ein 17-sitziger Mercedes-Benz Sprinter des Taxi-Rufs Kappeln seit Juli 2020 kostenlos von Nordhafen Kappeln über die Innenstadt von Kappeln auf einer Rundtour zum OstseeResort Olpenitz. In dem ehemaligen Marinestützpunkt gibt es ein Hotel, einen Ferienhauspark und eine Strandpromenade mit Einkaufsmöglichkeiten.

Der Shuttlebus soll eine praktische und umweltfreundliche Alternative zum eigenen Pkw darstellen. Bezahlt wird das Pilotprojekt von der Stadt Kappeln. Sie hat knapp 10.000 Einwohner und liegt in Schleswig-Holstein. Der erste Shuttlebus fährt um 7.30 Uhr ab, der letzte um 21.30 Uhr. Jede Fahrt dauert 20 Minuten.

Der Taxi-Ruf Kappeln wird von Dirk und Petra Simonsen betrieben. Er vermittelt im Bedarfsfall auch Fahrten mit Rollstühlen und Kinderwagen sowie die Mitnahme von Hunden, die im Shuttlebus nicht möglich ist.

Der Taxi-Ruf Kappeln verfügt über drei Kleinbusse und drei Mietwagen. Der gebraucht gekaufte Shuttlebus ist nicht das einzige Fahrzeug, das nur mit einem Busführerschein gefahren werden darf. Dadurch hat das Unternehmen mehrere Fahrer mit dem erforderlichen Busführerschein. Wie Unternehmer Dirk Simonsen auf Anfrage sagte, hatte die Stadt bei fünf örtlichen Taxi- und Mietwagenbetrieben angefragt, von denen außer seinem Betrieb nur ein weiterer einen Kleinbus dieser Größe habe. Für den habe aber nur der Unternehmer den Führerschein, sodass er den zwölfstündigen Betrieb nicht hätte abdecken können. Das Pilotprojekt sei zunächst bis Ende 2020 befristet. Sein Unternehmen bekomme dafür einen festen Pauschalbetrag pro Tag unabhängig von der Zahl der Fahrgäste, die sich schon sehr gut entwickelt habe.

Laut Simonsen wird im Oktober 2020 geprüft, welcher Etat für das Projekt im Jahr 2021 bereitgestellt werden kann. Perspektivisch solle nach dem Willen der Stadt mit zwei elektrisch angetriebenen und barrierefreien Kleinbussen gefahren werden.

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