Impf-Fahrten: Taxler sind bestens vorbereitet

Der rheinland-pfälzische Dachverband MOLO fordert die Politik nachdrücklich dazu auf, bei Fahrten zu Impfzentren auf Taxis und Mietwagen statt auf Nachbarschaftshilfe und Bürgerbusse zu setzen.

Für die Fahrten zu den 31 Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz schlägt der Verband MOLO bestens vorbereitete „Corona-Taxis“ vor. (Foto: Staatskanzlei RLP)
Für die Fahrten zu den 31 Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz schlägt der Verband MOLO bestens vorbereitete „Corona-Taxis“ vor. (Foto: Staatskanzlei RLP)
Dietmar Fund

Das Taxi- und Mietwagengewerbe in Rheinland-Pfalz ist mit seinen Hygienekonzepten und seinen „Corona-Taxis“ bestens auf die Beförderung älterer Menschen eingestellt. Daher sollte es die „erste Wahl“ bei der Beförderung von Seniorinnen und Senioren zu den 31 Impfzentren des Bundeslandes sein, während die Politiker über die abenteuerlichsten Möglichkeiten zur Beförderung der Impflinge zu den Impfzentren nachdächten. Das schreibt sinngemäß der Dachverband Mobilität und Logistik Rheinland-Pfalz (MOLO), der neben Busunternehmen und Unternehmen des Güterverkehrs sowie des Möbeltransports auch Taxi- und Mietwagenunternehmer vertritt und rund 1.400 Mitglieder hat.

Die Geschäftsführer Guido Borning und Heiko Nagel kritisieren massiv, dass die Gesundheitsministerin des Landes, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, auf die Unterstützung von Nachbarn oder auf Bürgerbusse verweise. Kinder oder Nachbarn der über 80-Jährigen, die zuerst geimpft werden sollen, seien meist berufstätig oder oft selbst schon auf die Unterstützung angewiesen. Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer der Bürgerbusse seien nicht für Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen ausgebildet worden. Bürgerbusse garantierten keinen Mindestabstand und sie seien ohnehin in nahezu in ganz Rheinland-Pfalz eingestellt worden.

Heiko Nagel macht den Politikern den Vorschlag, die Fahrten über Fahrgutscheine unbürokratisch und schnell abzurechnen. Finanzieren könne man die Taxifahrten auch über die Krankenkassen und eine genehmigungsfreie Übernahme der Fahrtkosten. Zu guter Letzt erinnern die beiden Geschäftsführer an das Beispiel von Berlin, das die kostenlosen Taxifahrten zu den Impfzentren „schnörkellos und kurzfristig umsetzbar“ gewährleistet habe.

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