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Zwei Warnungen des Landeskriminalamts Niedersachsen

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor E-Mail-Bewerbungen mit Trojanern im Anhang sowie vor falschen Polizeibeamten am Telefon.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat eine Präventionskampagne gegen Betrüger gestartet, die sich als Polizisten ausgeben. (Foto: Landeskriminalamt Niedersachsen)
Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat eine Präventionskampagne gegen Betrüger gestartet, die sich als Polizisten ausgeben. (Foto: Landeskriminalamt Niedersachsen)
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Dietmar Fund

Auch Taxi- und Mietwagenunternehmer suchen oft händeringend nach neuen Mitarbeitern. Sie sollten daher bei E-Mail-Bewerbungen vorsichtig vorgehen. Das ergibt sich aus einer Warnung, die das Landeskriminalamt Niedersachsen über eine Presseagentur in Umlauf gebracht hat.

Die Behörde warnt vor kurzen Anschreiben mit einem Foto, das auf die angeblichen Bewerbungsunterlagen im mitgeschickten Word-Dokument verweist. Wer das aber öffne, starte den Trojaner Grandcrab 5.2. Er verschlüssele alle Daten auf dem Rechner und eventuell sogar im gesamten Netzwerk. Noch nicht alle Antiviren-Scanner würden diesen Trojaner erkennen. Weder die Rechtschreibung noch die unauffälligen Namen deuteten auf den ersten Blick auf eine gefährliche Attacke hin. Als wichtigste Sicherheitsmaßnahme empfiehlt das Landeskriminalamt, die so genannte Makrofunktion in den Einstellungen der jeweils genutzten Office-Anwendung zu deaktivieren.

Die zweite Warnung der Behörde gilt falschen Polizeibeamten, die wieder verstärkt gezielt ältere Bürgerinnen und Bürger anriefen. Sie riefen unter einer gefälschten 110er-Nummer an, machten auf vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft aufmerksam und forderten dazu auf, Ersparnisse und Wertsachen sicherheitshalber in den Gewahrsam der Beamten zu geben. Deshalb hat die Behörde einen Aufsteller entwickelt, den die älteren Leute sich neben das Telefon stellen sollen. Darauf ist vermerkt, dass die Polizei niemals unter der Telefonnummer 110 anruft und niemals Bargeld oder Wertsachen fordert. Im Zweifelsfall solle man nach einem solchen Anruf lieber selbst die Polizei anrufen.

Im Jahr 2018 wurde diese Betrugsmasche in 4.235 der Polizei bekannten Fällen versucht. Von 100 Betroffenen fielen immerhin noch zwei auf die Masche herein. Im Jahr 2017 waren es noch vier von 100 Betroffenen.

Da die geschickten Telefon-Betrüger bundesweit auftreten, könnten auch Taxi- und Mietwagenfahrer in anderen Regionen ihre älteren Fahrgäste vor solchen Betrugsversuchen warnen.

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