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Der nächste Streich der Barmer

Wenige Monate vor der Bundestagswahl hat der Verwaltungsrat der Barmer GEK seine aktuellen gesundheitspolitischen Positionen veröffentlicht. Darin äußert man sich auch, wie man sich künftig Patientenbeförderungen vorstellen kann. Das Taxi soll dabei keine Rolle mehr spielen.
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Redaktion (allg.)

Es ist ein mehrseitiger Beitrag in der Zeitschrift „Gesundheit konkret“, dem Kundenmagazin der Barmer GEK, in dem die vom Verwaltungsrat beschlossenen Positionen zur Gesundheitspolitik dargelegt werden. Man wolle darin beschreiben, welchen Anforderungen das deutsche Gesundheitswesen gerecht werden muss und wie es sich in den nächsten Jahren – nach der Bundestagswahl - weiterentwickeln sollte. Sämtliche Forderungen, die an die nächste Bundesregierung gestellt werden, würden sich an den konkreten Interessen der Versicherten ableiten, heißt es in der bereits erwähnten Kundenzeitschrift.

Das betreffe beispielsweise nicht nur die Beitragshoheit für die Kassen, sondern schwerpunktmäßig vor allem die Versorgung, wobei sich in diesem Punkt die obersten Verwaltungsherren der Kasse auch über die Patientenbeförderung Gedanken machen. Die Politik solle Ideen, die bereits teilweise praktisch umgesetzt seien, weiter fördern. Das konkrete Beispiel wollen wir an dieser Stelle im original zitieren: „Wie etwa die Patientenbusse, die in Brandenburg Menschen in ländlichen Gebieten den Weg zur Arztpraxis erleichtern.“

Mehr als diesen einen Satz findet man zu diesem Thema im Positionspapier nicht und doch steckt darin aus Sicht des Taxigewerbes eine gehörige Portion Zündstoff. Schließlich sollen die hier propagierten Patientenbusse vor allen Dingen eines ersetzen: Die Individualbeförderung durch Taxis und Mietwagen. Nach der vor einigen Jahren eingeführten Internetausschreibung von Krankenfahrten scheint die Barmer den Taxi- und Mietwagenunternehmern nun also den nächsten Streich zu spielen.

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