Taxi & Winterreifen: Newsübersicht zu Sicherheit, Tests und Recht
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Dieser Artikel besteht aus folgenden Winterreifen News:
- So wird das Auto fit für den Winter (13.11.2025)
- Mit Winterreifen sicher durch die kalte Jahreszeit (15.10.2025)
- Ratgeber: der richtige Reifen für das Elektroauto (07.10.2025)
- Sicheres Fahren auf Eis und Schnee (11.02.2025)
- Sicherheit im Winter: Warum Winterreifen auch ohne Schnee die bessere Wahl sind (21.01.2025)
- ADAC: So fahren Sie sicher Auto bei Schnee und Glättegefahr (15.01.2025)
- Sicher unterwegs bei Schnee und Eis - Autofahren im Winter (07.01.2025)
- Nur noch Winterreifen mit dem Alpine-Symbol erlaubt (08.10.2024)
- Winterreifen: Alpine-Symbol wird Pflicht in Deutschland (13.01.2024)
- Bayerischer Winterdienst „streut“ auch mit Gewürzgurken-Wasser (21.11.2023)
- Beim ADAC-Winterreifentest lagen vier Premium-Reifen vorn (27.09.2023)
- Bei Winterreifen entscheiden die Fähigkeiten bei Nässe (25.09.2023)
- Elektrotaxis: Hankooks erster Winterreifen speziell für Stromer (30.09.2022)
- ADAC hat wieder Winterreifen in zwei Dimensionen getestet (27.09.2022)
- Pirelli Cinturato Winter 2: Winterreifen auch für E-Autos und Plug-ins (21.10.2021)
- ADAC-Winterreifentest mit drei klaren Siegern (21.09.2021)
- Taxi-Bereifung: Nokian denkt an den nächsten Winter (05.05.2021)
- Yokohama bringt neuen Winterreifen (19.10.2020)
- ADAC testet zwei Winterreifen-Dimensionen (24.09.2020)
- Contis neuer Winterreifen soll weiter rollen (21.02.2020)
- ADAC: Breite Winterreifen sind meist im Nachteil (30.10.2018)
- GTÜ: Bei Winterreifen wird das Nassbremsen wichtiger (26.09.2018)
- ADAC: Premium führt bei Winterreifen nicht immer (26.09.2018)
- Michelin-Winterreifen Alpin 6 soll lange zupacken (26.09.2018)
- KÜS-Hinweise zur neuen Winterreifen-Kennzeichnung (06.10.2017)
- Neue Winterreifen sollte man erst einfahren (17.10.2016)
- Conti mischt Pkw-Winterreifen neu ab (07.10.2016)
- Winter-Markenreifen ohne Ausrutscher (26.09.2016)
- Bridgestone bringt Winterreifen mit Notlaufeigenschaften (19.09.2016)
- Continental bringt im Herbst einen neuen Winterreifen (31.05.2016)
- Die situative Winterreifenpflicht soll verschärft werden (22.04.2016)
- Bridgestone bringt Winterreifen mit Notlaufeigenschaften (10.03.2016)
- Sparsamerer Conti-Winterreifen für Großraum-Taxis (11.11.2015)
- Die zwölf Winterreifen von taxi heute sind verlost (13.10.2015)
- Continental will seinen Winterreifen verbessert haben (12.10.2015)
- Goodyear Dunlop bringt zwei verwandte neue Winterreifen (12.10.2015)
- taxi heute verlost drei Sätze Winterreifen (09.09.2015)
- Winterreifen: Premiummarken rücken zusammen (09.09.2015)
- Nokian bringt Winterreifen mit Klasse-A-Nassgriff (02.09.2015)
- TÜV SÜD: Erhitzte Winterreifen verschlechtern sich (17.04.2015)
- Conti-Winterreifen beißt besser zu (12.10.2014)
- Michelin mit neuer Winterreifen-Generation (11.02.2014)
- EU-Reifenlabel für Winterreifen wertlos (25.10.2012)
- Winterreifen-Tests: Das sind die Sieger-Pneus (27.09.2011)
- Die Winterreifenpflicht kommt (30.11.2010)
- Winterreifenpflicht: Bußgelder sollen verdoppelt werden (26.10.2010)
- Taxat-Winterreifen ab sofort beim Händler (12.10.2010)
- Chaos um die Winterreifenpflicht (04.10.2010)
- ADAC-Winterreifentest: Stehst Du schon oder rollst Du noch? (28.09.2010)
- Winterreifenpflicht ist verfassungswidrig (20.07.2010)
- Einsparpotential beim Winterreifenkauf (24.10.2007)
So wird das Auto fit für den Winter
News vom 13.11.2025 von Thomas Kanzler
Frost, Schnee und Streusalz stellen Autofahrer und Fahrzeuge jedes Jahr aufs Neue auf die Probe. Damit das Fahrzeug zuverlässig durch den Winter kommt, sollten wichtige Komponenten frühzeitig überprüft werden. Kfz-Experte Christopher Lang von der Werkstattkette ATU erklärt, worauf Autofahrer jetzt achten sollten – und gibt praxisnahe Tipps.
Ein Taxi sollte sorgsam gewartet werden. Und natürlich wissen die meisten Taxi-Fahrer, wie sie ihr Fahrzeug winterfest machen. Trotzdem, eine „Auffrischung“ kann nicht schaden.
1. Batterie checken – häufigste Pannenursache im Winter
Kälte setzt der Autobatterie besonders zu. Schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sinkt ihre Leistungsfähigkeit deutlich.
„Startprobleme gehören im Winter zu den häufigsten Pannenursachen“, erklärt Christopher Lang von ATU. „Der Zustand der Batterie sollte regelmäßig überprüft werden. Wer bereits eine schwächelnde Batterie hat, sollte sie umgehend checken und bei Bedarf direkt austauschen lassen – besonders, wenn sie älter als vier Jahre ist.“
Ein kostenloser Batteriecheck in der Werkstatt kann teure Abschleppkosten vermeiden.
2. Winterreifen rechtzeitig montieren
Winter- oder Ganzjahresreifen sind in Deutschland bei Glätte, Schnee und Eis vorgeschrieben. Sie bieten nicht nur besseren Grip, sondern auch deutlich kürzere Bremswege.
„Viele Autofahrer warten zu lange mit dem Reifenwechsel“, warnt Christopher Lang. “Jetzt im November ist es höchste Zeit für die Umrüstung. Am besten hält man sich an die Faustregel ‚O bis O‘, also von Oktober bis Ostern.“
Nicht vergessen: Auch der Reifendruck und die Profiltiefe sollten kontrolliert werden. Gesetzlich sind zwar 1,6 Millimeter vorgeschrieben, für eine optimale Sicherheit wird jedoch eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern empfohlen.
3. Frostschutz im Kühler und in der Scheibenwaschanlage prüfen
Zu wenig Frostschutz im Kühler kann schnell zu teuren Schäden am Motor führen. Ebenso wichtig ist der Frostschutz in der Scheibenwaschanlage, um auch bei Minustemperaturen jederzeit freie Sicht zu behalten.
„Autofahrer sollten den Frostschutz regelmäßig prüfen lassen und rechtzeitig nachfüllen“, rät Experte Lang. „Moderne Prüfgeräte zeigen exakt an, ob ein ausreichender Frostschutz gegeben ist.“
4. Wischblätter und Beleuchtung kontrollieren
Verschlissene Scheibenwischer oder defekte Leuchtmittel sind im Winter ein echtes Sicherheitsrisiko.
„Wenn die Wischer schmieren oder Streifen ziehen, ist das ein deutliches Zeichen zum Austausch,“ erklärt Lang. „Zudem sollte man vor allem die Scheinwerfer regelmäßig reinigen – Streusalz und Schneematsch mindern schnell die Lichtausbeute.“
5. Gummidichtungen und Türschlösser pflegen
Mit dem Frost kommen häufig auch festgefrorene Türen und Dichtungen. Im schlimmsten Fall lassen sich die Türen nicht mehr öffnen oder die Gummidichtungen nehmen Schaden. Mit speziellen Pflegeprodukten wie etwa Silikonspray oder Gummipflegestift können die Dichtungen vorbehandelt werden. Eingefrorene Türschlösser sollten mit speziellem Enteiserspray behandelt werden.
„Viele vergessen, den Enteiser außerhalb des Autos aufzubewahren – im Ernstfall bleibt man dann trotzdem draußen stehen,“ merkt Christopher Lang augenzwinkernd an.
6. Winter-Notfallausrüstung nicht vergessen
Ein Eiskratzer, Handschuhe, eine Decke, eine Taschenlampe und Scheibenfrostschutz zum Nachfüllen gehören im Winter in jedes Auto. Auch ein zusätzliches Scheibenenteiserspray und ein Ladekabel fürs Handy können im Notfall hilfreich sein.
Fazit
Wer sein Auto rechtzeitig auf den Winter vorbereitet, fährt sicherer, spart Pannenstress und verlängert die Lebensdauer wichtiger Fahrzeugkomponenten.
„Ein kurzer Werkstattbesuch kann im Winter viele Probleme verhindern,“ fasst Experte Christopher Lang zusammen. „Sicherheit beginnt mit Vorbereitung – und die sollte man jetzt treffen.“
Mit Winterreifen sicher durch die kalte Jahreszeit
News vom 15.10.2025 von Thomas Kanzler
Der Winter kommt näher – und mit ihm Schnee, Eis und Glätte. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung weist Autofahrerinnen und Autofahrer auf die geltende Winterreifenpflicht und die wichtigsten Sicherheitsregeln hin. Wer sich jetzt richtig vorbereitet, ist nicht nur gesetzlich auf der sicheren Seite, sondern vor allem auch sicher unterwegs.
Situative Winterreifenpflicht: In Deutschland gilt die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Reifglätte dürfen nur Fahrzeuge mit geeigneter Bereifung auf die Straße. Zulässig sind ausschließlich Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Auch Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol sind geeignet, jedoch keine Reifen mit der alleinigen M+S-Kennzeichnung: Deren Nutzung bei Winterwetter ist seit Oktober 2024 nicht mehr erlaubt. Wer dennoch bei winterlichen Straßenverhältnissen mit ungeeigneten Reifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Kommt es zu einer Behinderung oder gar einem Unfall, werden höhere Strafen angesetzt. Wichtig für den Winterurlaub: Wer ins Ausland fährt, sollte sich über die dort geltenden Reifenregeln erkundigen.
Sicherheit beginnt bei der Reifenprüfung: Die GTÜ empfiehlt vor der Wintersaison einen gründlichen Check der Pneus.
- Kennzeichnung: Das Alpine-Symbol muss vorhanden sein.
- Profiltiefe: Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Die GTÜ empfiehlt vier Millimeter, um ausreichend Grip zu gewährleisten. Zuverlässig arbeitende analoge Messschieber sind für wenige Euro erhältlich. Digitale Varianten machen es komfortabler.
- Alter: Ab etwa sechs Jahren lässt die Gummielastizität nach, spätestens nach acht bis zehn Jahren sollten Reifen ersetzt werden. Orientierung bietet der vierstellige DOT-Code auf der Reifenflanke. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Produktionswoche und die letzten zwei für das Herstellungsjahr.
- Zustand: Risse, Beulen oder ungleichmäßiger Abrieb sind Warnsignale – der Reifen oder Fahrwerkteile könnten beschädigt sein.
- Luftdruck: Regelmäßig kalt prüfen und den vom Hersteller empfohlenen Wert einstellen.
- Befestigung: Nach einem Reifenwechsel die Radschrauben nach kurzer Fahrstrecke nachziehen lassen.
Fahrweise anpassen
Winterreifen sind ein entscheidender Sicherheitsfaktor in der kalten Jahreszeit. Ebenso wichtig ist eine angepasste Fahrweise auf winterlichen Straßen. Also ruhig lenken, vorsichtig beschleunigen und bremsen, den Abstand vergrößern. Auf Brücken, in Waldschneisen oder in Schattenbereichen ist mit besonders glatten Stellen zu rechnen. In brenzligen Situationen können eingebaute Assistenzsysteme helfen, etwa Antiblockiersystem (ABS) und elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Den Tempomat sollte man bei Glätte meiden.
Die Ergebnisse des aktuellen Winterreifentests 2025 der GTÜ sind hier zu finden: Aktueller Winterreifentest 2025
Ratgeber: der richtige Reifen für das Elektroauto
News vom 07.10.2025 von Thomas Kanzler
Reifen ist nicht gleich Reifen – schon gar nicht bei einem Elektroauto, denn gerade die elektrischen Fahrzeuge haben besondere Anforderungen an Material und Aufbau, damit sich der Antrieb entsprechend in Szene setzen kann.
Es gibt Sommerreifen, Winterpneus und solche, die versuchen, ganzjährig das Beste aus zwei Welten zu bieten. Klar ist, dass der Reifen zum Fahrzeug passen muss und die Erfordernisse sind bei einem Kleinwagen anders bei einem Offroader oder einem Hochleistungssportler. Doch die Zeiten haben sich geändert und egal aus welcher Klasse das Fahrzeug kommt, hat ein elektrisches Fahrzeug oder zumindest ein elektrifiziertes Modell andere technische Vorgaben, die die Räder erfüllen müssen.
Zunächst ist das Gewicht eines Elektromodells höher als bei einem Fahrzeug mit Verbrenner und so benötigt der Pneu eine höhere Tragfähigkeit, die durch den sogenannten HL-Index ausgedrückt wird. Die Reifen müssen mehr Gewicht aushalten und trotz der höheren Last für Sicherheit sorgen, ohne das Komfortniveau zu senken. Bei einem Elektromodell zählt jeder Kilometer und so kommt dem Rollwiderstand eine ebenso große Bedeutung zu wie der Geräuschentwicklung. Da im elektrischen Fahrbetrieb der Klang des Verbrennungsmotors fehlt, fallen Geräusche von einer lauten Klimaanlage oder einer Sitzlüftung ebenso ins Gewicht wie der Reifen mit seinem Profil und der Anströmung durch den Fahrwind. Einige Hersteller statten ihre Reifen mit einer besonders EV-Kennzeichnung aus, dass dieser speziell für Elektromodelle geeignet ist.
Highech in schwarz
Elektroautos sind nicht zwar schneller als solche mit Verbrenner; verfügen jedoch gerade in unteren Fahrzeugklassen über deutlich mehr Drehmoment und das gilt es auf die Fahrbahn zu übertragen. Dafür sorgen spezielle Profile und entsprechende Gummimischungen, die parallel jedoch nicht auf Lasten von Reichweite oder Geräuschniveau gehen dürfen.
Entsprechend der Anforderungen werden die Reifen getestet und sind elementarer Teil jeder Fahrzeugerprobung. Bestes Beispiel ist die Studie des Mercedes AMG GTXX, der im Spätsommer als Elektromodell zahlreiche Rekorde auf der knapp 13 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Nardo im Süden Italiens aufstellte. Mit an Bord der Prototyps, der nächstes Jahr in Serie gehen soll: Hochgeschwindigkeitsreifen von Michelin vom Typ Pilot Sport 5 Energy. In nicht einmal acht Tagen legte der Prototyp auf der AMG-EA-Plattform mit Geschwindigkeiten von 300 km/h und mehr über 40.000 Kilometer zurück – das entspricht dem Erdumfang am Äquator. Der in fünf Jahren speziell für Elektroautos mit hohem Gewicht und maximaler Leistung entwickelte Reifen im Format 265/40 ZR20 107Y XL vorne und 295/40 ZR 20 113Y XL hinten verfügt eine besondere Laufflächenarchitektur. An den Außenseiten sorgt die Mischung für einen geringeren Energieverbrauch, während in der Mitte der Laufläche eine Grip-Mischung die Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn sorgt.
Besondere Anforderungen bei E-Supersportwagen
Auch Porsche schickt seinen Elektro-Crossover Macan mit Michelin-Reifen vom Typ Pilot Sport EV (Sommer) und Pilot Alpin 5 SUV (Winter) auf die Straße, die speziell die Erfordernisse an einen schweren Sport-SUV erfüllen. Doch ebenso wie der hybride Porsche Cayenne ist auch der Macan Electric mit speziell entwickelten Reifen von Bridgestone zu bekommen. Der Bridgestone Potenza Sport für den Porsche Macan Electric verfügt über ein spezielles Profildesign sowie eine Gummimischung, die speziell auf das Gewicht und hohe Drehmoment des Elektro-SUV ausgelegt sind. Neben dem Fahrverhalten soll der Reifen (20 – 22 Zoll) gleichermaßen Komfort, maximierte Bremsleistung und einen optimierten Rollwiderstand bieten, um die Reichweite des Elektromodells von rund 600 km zu unterstützen.
Pirelli stellte jüngst seinen neuen Winterreifen Cinturato Winter 3 vor; einen Hochleistungs-Winterreifen für Limousinen und Crossover, der Sicherheit und Kontrolle bei winterlichen Bedingungen bietet. Im Vergleich zu bisherigen Reifen soll der Cinturato Winter 3 – erhältlich zwischen 16 und 20 Zoll - mehr Laufleistung bieten und insbesondere bei Aquaplaning besser funktionieren. Für elektrifizierte Fahrzeuge soll er Reichweitensteigerungen von bis zu zehn Prozent bringen. Der Reifen verfügt im Innern über schallabsorbierende Materialien, die die Abrollgeräusche reduzieren sollen.
Auch für E-Taxis relevant
Während ein Reifen wie der Pirelli Cinturato Winter drei für verschiedene Antriebsarten geeignet ist, richtet sich der Pirelli P Zero Winter 2 speziell an Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Die Reifen werden aus über 50 Prozent biobasierten oder recycelten Materialien hergestellt, worauf einige Autohersteller besonderen Wert legen. Mit dem Rollwiderstand der Klasse A holt der Reifen gerade einer schweren Elektrolimousine wie dem BMW i7 jeden Kilometer aus dem Batteriepaket heraus. Pirelli brachte im Sommer den ersten Serienreifen auf den Markt, der zu über 70 Prozent aus biobasierten und recycelten Materialien besteht, darunter FSC-zertifiziertem Naturkautschuk.
Für uns an den Pneus: Patrick Solberg, press-inform
Sicheres Fahren auf Eis und Schnee
News vom 11.02.2025 von Franziska Neuner
(dpa/tmn) Der Winter hält einige Teile der Republik fest umklammert. Eis und Schnee machen auch die Straßen rutschig – Tipps für alle, die in dieser Zeit dennoch hinter das Steuer müssen.
Auf winterlichen Straßen ist es noch wichtiger, sein Tempo den oftmals schnell wechselnden Begebenheiten anzupassen und ausreichend Abstand zu Vorausfahrenden zu halten.
Das bringt mehr Zeit zum Reagieren und man kommt sicherer über rutschige Stellen. Gerade bei schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt kann sich die Straßenoberfläche ständig verändern.
Tückisch und kaum zu erkennen: Blitzeis
Ist die Straße voll mit Eis überzogen - etwa nach einem Eisregen oder Blitzeis - hilft nur, das Auto stehenzulassen und den Winterdienst abwarten. Oder, nach entsprechenden Warnungen im Radio, gar nicht erst loszufahren. Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist in solchen Fällen gleich null, warnt der ADAC. Selbst Winterreifen, Antiblockiersystem (ABS), elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) oder Ketten helfen dann nicht.
Tückisch: Gerade Blitzeis sei kaum zu erkennen und kann plötzlich auftreten, wenn Regen oder Nebel auf eine gefrorene Fahrbahn treffen. Dann gefriert das Wasser sofort und bildet eine harte, glasige, zusammenhängende Schicht. Speziell auf schattigen Passagen, etwa durch Wälder, oder auf Brücken kann die Straße im Winter stark abkühlen. Zwar können an besonders gefährlichen Stellen Warnschilder stehen – aber eben nicht überall.
Bremsen und gefühlvoll gegenlenken
Auf schneebedeckter Fahrbahn sollte man im normalen Verkehr immer möglichst sanft und vor allem früh genug bremsen, rät der ADAC Hessen-Thüringen. Ruckartige Lenk- und Bremsmanöver sind nun zu vermeiden.
Kommt der Wagen auf glatter Straße ins Schleudern, gilt: auskuppeln, bremsen und schnell, aber gefühlvoll gegenlenken. Bei Gefahrenbremsungen ist stets das Pedal voll und kräftig durchzudrücken. In diesem Fall können elektronische Bremssysteme wie ABS oder ein Bremsassistent bestmöglich unterstützen.
Aber nicht erschrecken: Vorhandene elektronische Assistenzsysteme wie das ABS oder ESP müssen bei winterlichen Konditionen oft früher regeln und eingreifen als auf trockener Spur. Wird etwa das ABS aktiv, kann das für Fahrer im ersten Moment ungewohnt sein, da man eine Art Pulsieren im Bremspedal spürt. Das verhindert, dass die Reifen blockieren, und unterstützt dabei, die Spur zu halten. Wichtig ist in dieser Situation, den Druck nicht von der Bremse zu nehmen.
Bremsprobe nur versuchen, wenn es wirklich sicher ist
Um die Straßenverhältnisse zu prüfen, kann man bei gerader, freier Strecke und klarer Sicht gelegentlich leicht bremsen – natürlich nur bei ganz, ganz niedriger Geschwindigkeit, so der Auto Club Europa (ACE). Denn sollte es glatt sein, muss man das Auto noch sicher im Griff haben.
Wer sich nicht den Bedingungen anpasst, fährt nicht nur gefährlicher, sondern muss womöglich auch tief in die Tasche greifen: Wer mit nicht angepasstem Tempo bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen wie Nebel oder eben auch Schnee unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Geld, das in ein Fahrsicherheitstraining auf jeden Fall sinnvoller investiert wäre.
Sicherheit im Winter: Warum Winterreifen auch ohne Schnee die bessere Wahl sind
News vom 21.01.2025 von Thomas Kanzler
Zu Winterreifen sind viele Einschätzungen im Umlauf: Nur auf Schnee nutzen diese Pneus, haben ein lautes Abrollgeräusch und erhöhen den Spritverbrauch. Also mehr Nachteile als Vorteile?
Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH geht dem Thema auf den Grund. Vornweg ein Fazit: Bei kühlen Temperaturen haben Winterreifen klare Vorteile im Vergleich zu Sommerpneus und sind unbedingt zu empfehlen – ob nun Schnee liegt oder nicht.
1. Winterreifen nutzen nur bei Schnee? Das stimmt nicht. Die Gummimischungen von Winterreifen sind für kalte Temperaturen entwickelt und weicher. Sobald das Thermometer unter sieben Grad Celsius fällt, spielen sie ihre Vorteile aus. Denn Sommerreifen verhärten bei niedrigen Temperaturen und haften schlechter, selbst bei trockener Straße. Umgekehrt gilt: Winterreifen im Sommer zu fahren ist keine gute Idee. Bei höheren Temperaturen zeigen sie eklatante Schwächen, vor allem beim Bremsen auf trockener Straße.
2. Winterreifen nutzen sich schneller ab? Ob Winterreifen einem höheren Verschleiß ausgesetzt sind als Sommerreifen hängt ebenfalls von den Temperaturen ab. Liegen diese um sieben Grad Celsius oder darunter, verschleißen diese Pneus nicht rascher. Bei höheren Temperaturen verlieren sie aufgrund der weicheren Gummimischungen flotter an Profil.
3. Winterreifen treiben den Spritverbrauch hoch? Die weichere Gummimischung und das grobstolligere Profil erhöhen durchaus den Rollwiderstand ein wenig und damit den Verbrauch. Auch das mitunter höhere Gewicht eines Winterpneus fordert einen kleinen Tribut. Doch aufgrund der ständig fortschreitenden Reifenentwicklung wirken sich diese Faktoren kaum auf die Spritrechnung aus. Stets wichtig im Sinne eines möglichst geringen Treibstoffverbrauchs ist der korrekte Luftdruck.
4. Schmale Winterreifen sind bei Schnee besser als breite Pneus? Das hängt von den Witterungsverhältnissen ab. Bei viel Schnee bieten schmale Reifen eine bessere Traktion, weil sie mehr Druck auf die Kontaktfläche zwischen Fahrbahn und Fahrzeug ausüben. Zusätzlich reduziert sich die Gefahr von Aquaplaning. Doch sobald die Straßen schneefrei sind, spielen breitere Reifen bei den Aspekten Stabilität und Kurvenhaftung ihre Vorteile aus. Allerdings ist ein Satz schmaler Pneus deutlich billiger und bietet zudem Vorteile bei Spritverbrauch und Komfort. Außerdem Vorsicht: Nicht auf alle breiten Winterreifen lassen sich Schneeketten aufziehen.
5. Hohes Tempo ist mit Winterreifen nicht möglich? Früher war das so. Heute sind hohe Geschwindigkeiten durchaus erlaubt. Das regelkonforme Höchsttempo lässt sich an der Reifenflanke ablesen. Beispielsweise bei der weit verbreiteten Reifengröße 205/55 R16 91 H weist das „H“ auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit hin, in diesem Fall sind es 210 km/h. Lässt die Motorleistung ein höheres Tempo zu, muss ein Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers angebracht sein, der daran erinnert, dass die Reifen nicht über ihre zulässige Geschwindigkeit hinaus zu belasten sind. Es geht noch schneller: „V“-Winterreifen sind für 240 km/h zugelassen. Ist es ein „W“, darf mit ihnen sogar 270 km/h gefahren werden.
6. Sind Winterreifen lauter? Sie haben ein gröberes und tieferes Profil als Sommerreifen. Diese Struktur kann zu höheren Abrollgeräuschen führen. Allerdings haben die Entwicklungsingenieure der Reifenhersteller auch hier ganze Arbeit geleistet: Geräuschunterschiede im Vergleich zu Sommerpneus sind oft kaum wahrnehmbar. Wer es genau wissen möchte, kann auf die Reifenklassifizierung achten, die aus einem farbigen Label oder den technischen Daten hervorgeht. Seit 1. Mai 2021 gilt eine ABC-Klassifizierung. A steht für das geringste Rollgeräusch, C für das lauteste. Oft steht der Lautstärke-Messwert in Dezibel (dB) dabei.
7. Sind Winterreifen am Aufdruck „M+S“ zu erkennen? Manche Ganzjahres- oder Winterreifen tragen das „M+S“-Symbol. Vor dem Gesetzgeber hat das nichts zu bedeuten. Seit 2018 müssen neue Winterreifen sowie Ganzjahresreifen mit dem „Alpine“-Symbol versehen sein, ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Seit 1. Oktober 2024 sind ältere Winter- und Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung, jedoch ohne „Alpine“-Symbol, nicht mehr für Eis und Schnee zugelassen.
8. Winterreifenpflicht zwischen Oktober und Ostern? Nein, diese weit verbreitete „O bis O“-Faustregel ist lediglich eine Empfehlung. Sind die Straßen trocken oder feucht, dürfen Sommerreifen auch in den Wintermonaten gefahren werden. In Deutschland besteht eine „situative Winterreifenpflicht“. Dahinter verbirgt sich ein wetterabhängiger Einsatz von Winterreifen. Wer bei „Glatteis, Schnee, Schneematsch, Eis oder Reifglätte“ (Paragraf 2 Absatz 3a StVO) mit ungeeigneten Reifen unterwegs ist, erhöht nicht nur die Unfallgefahr drastisch, sondern riskiert auch ein Bußgeld. Außerdem kann die Kaskoversicherung im Falle eines Unfalls mit Sommerreifen auf Schnee und Eis die Kostenübernahme ablehnen. Grund: grobe Fahrlässigkeit. Mit der „O bis O“-Faustregel steht man im Wortsinn auf der sicheren Seite.
Quelle: GTÜ
ADAC: So fahren Sie sicher Auto bei Schnee und Glättegefahr
News vom 15.01.2025 von Redaktion (allg.)
Der ADAC gibt Tipps, wie man sich bei Schneefall und Glättegefahr verhalten sollte und damit sicher im Auto unterwegs ist.
Der ADAC empfiehlt, sich rechtzeitig vor Fahrtantritt über die aktuellen Wetter- und Straßenverhältnisse zu informieren und bei Schneefall und Glättegefahr nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu vermeiden.
Achtsam im Straßenverkehr
Wer trotz extremer Witterungsbedingungen ins Auto steigen muss und auf die Fahrt nicht verzichten kann, sollte generell längere Fahrzeiten einplanen und auf nassen, vereisten oder verschneiten Straßen besonders vorsichtig und vorausschauend fahren.
Das bedeutet: die Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen anpassen und einen größeren Abstand als den sonst empfohlenen „halben Tacho“ einhalten. Wer ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse bekommen möchte, kann eine kurze Bremsprobe durchführen, wenn es die Verkehrssituation gefahrenfrei zulässt.
Langsames Tempo minimiert Rutschgefahr
Auch wenn es vor Ort ein explizites Tempolimit gibt, dürfen Autofahrer bei Schneefall oder vereisten Straßen immer nur so schnell fahren, dass sie ihr Fahrzeug noch beherrschen. Das kann also, je nach Umständen, auch langsamer als gesetzlich erlaubt sein. Ist die Sichtweite bei Schneefall geringer als 50 Meter, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden.
Der ADAC in NRW empfiehlt außerdem, den Verkehrsfluss vorne und im Rückspiegel im Auge zu haben sowie sanft zu bremsen und zu lenken. Abrupte Manöver können zum Ausbrechen und Rutschen des Wagens führen.
Wer trotz angepasster Fahrweise plötzlich ins Rutschen gerät, sollte laut ADAC vier Dinge tun: Fuß vom Gaspedal nehmen, auskuppeln, gefühlvoll gegenlenken und bremsen. Mit ein paar Stundenkilometern weniger lässt sich das Auto oft schon wieder besser kontrollieren. Reagiert das Fahrzeug nicht mehr, hilft hingegen nur eine Vollbremsung. Grundsätzlich gilt: Wer langsam fährt, kann dadurch die Rutschgefahr reduzieren.
Strenge Regeln für Winterreifen
Vor dem Losfahren muss das Auto komplett von Schnee und Eis befreit werden. Ein kleines Guckloch in der Windschutzscheibe reicht nicht aus. Auch die Außenspiegel, das Dach, Kennzeichen sowie Scheinwerfer und Blinker müssen schnee-/eisfrei sein. So werden andere Verkehrsteilnehmer nicht durch herabfallenden Schnee oder Eisstücke gefährdet. Wer sein Autodach nicht freiräumt, muss 25 Euro zahlen, verdeckte Scheinwerfer oder Blinker kosten zehn Euro. Ist das Kennzeichen nicht erkennbar, werden fünf Euro fällig.
Bei Temperaturen um die 0-Grad-Marke, Schnee oder Eisglätte gilt in Deutschland die situative Winterreifenpflicht. Wer bei solchen Verhältnissen noch mit Sommerreifen unterwegs ist, gefährdet sich und andere, zudem drohen ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Kommt es zu einem Unfall, kann auch noch die Kaskoversicherung ihre Leistungen wegen grober Fahrlässigkeit erheblich kürzen.
Seit 1. Oktober 2024 gelten strengere Regeln für Reifen, die bei winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben sind: Zulässig sind nur noch Modelle mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Alte Reifen, die noch ausschließlich die M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) haben, sind nicht mehr erlaubt. Ganzjahresreifen sind im rechtlichen Sinne Winterreifen, wenn sie das Alpine-Symbol tragen.
Autofahrer sollten vor der Fahrt laut ADAC zudem die Winterausrüstung im Fahrzeug prüfen und Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel, Scheibenfrostschutz sowie eine Abdeckfolie für die Frontscheibe dabeihaben. Gerade bei längeren Fahrten sind auch eine Wolldecke und eine Thermoskanne mit heißem Tee hilfreich.
Sicher unterwegs bei Schnee und Eis - Autofahren im Winter
News vom 07.01.2025 von Redaktion (allg.)
Kälte, Schnee, Glatteis und Nässe erhöhen im Winter schnell die Rutschgefahr für Autofahrer. Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO, weiß, worauf zu achten ist, um auch im Winter sicher an das gewünschte Ziel zu kommen. Ob es zudem eine Pflicht gibt, die Scheiben freizukratzen verrät Juristin Sabine Brandl.
Auch die Sicht ist durch Schnee, Nebel und Dunkelheit in der Winterzeit häufig beeinträchtigt. Wer in der kalten und dunklen Jahreszeit mit dem Pkw unterwegs ist, sollte besonders vorsichtig fahren. Kfz-Experte von ERGO erklärt, Peter Schnitzler, worauf zu achten ist, um auch im Winter sicher an das gewünschte Ziel zu kommen. Sabine Brandl, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH, klärt außerdem auf, ob es Pflicht ist, die Scheiben freizukratzen.
Das Auto auf die kalten Temperaturen vorbereiten
Wenn sich das Jahr dem Ende neigt und die Temperaturen sinken, heißt es wieder: Reifen wechseln. Spätestens bei Glatteis und Schnee ist die Fahrt mit Winterreifen Pflicht. Darüber hinaus gibt es weitere Vorkehrungen, die Autofahrer treffen sollten, um auf den Wintereinbruch vorbereitet zu sein.
„Dazu gehört zum Beispiel das Überprüfen von Beleuchtung, Batterie und Scheibenwischer“, rät Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO. „Das Frostschutzmittel gilt es aufzufüllen sowie Eiskratzer und Handfeger in den Wagen zu legen. Am besten eignet sich ein Modell aus Kunststoff mit einer rauen und einer glatten Kante, um die Eisschicht auf den Scheiben optimal zu entfernen.“
Schnitzler empfiehlt außerdem, nur mit mäßigem Druck die Scheiben zu kratzen – das vermeidet Beschädigungen.
Fahrverhalten anpassen
Die richtige Vorbereitung allein reicht nicht aus, um im Winter sicher unterwegs zu sein. Entscheidend ist vor allem, das Fahrverhalten an die winterlichen Straßenverhältnisse anzupassen. Nicht nur Eis und Schnee auf den Straßen, sondern auch der Wechsel zwischen glattem, rutschigem und trockenem Asphalt macht das Autofahren im Winter gefährlich.
„Um bei diesen Straßenverhältnissen Rutschen zu vermeiden, heißt es daher, die Geschwindigkeit anzupassen, vorausschauend zu fahren, genügend Abstand zu anderen Fahrzeugen zu halten und mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen“, so der Kfz-Experte. „Für einen besseren Halt auf der Straße sorgt zudem das Fahren in einem möglichst hohen Gang mit einer niedrigen Drehzahl.“ Ruckartige und hektische Lenkbewegungen sollten Autofahrer unbedingt vermeiden und tagsüber das Tagfahr- oder Abblendlicht einschalten. „Wer ein besseres Gefühl für die herrschenden Bedingungen bekommen möchte, kann auf einer freien Strecke eine kurze Bremsprobe durchführen“, ergänzt Schnitzler.
Eiskratzen – Pflicht oder Kür?
Ist das Auto komplett unter einer weißen Schneedecke begraben, kann das Freiräumen schnell mühsam sein und viel Zeit kosten. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit scheint es da verlockend, nur mit einem kleinen Sichtfenster loszufahren.
„Das kann jedoch schnell nach hinten losgehen“, warnt Sabine Brandl, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH. „Denn laut § 23 der Straßenverkehrsordnung sind Autofahrer dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Sicht nicht beeinträchtigt ist. Die Scheiben und auch die Rückspiegel sollten also von Schnee und Eis befreit werden. Ebenso müssen die Kennzeichen sowie nach § 17 StVO Scheinwerfer, Rücklichter und Blinker frei sein. Der nachfolgende Verkehr darf nicht durch Schneelawinen oder Eisstücke etwa vom Autodach gefährdet werden. Natürlich können diese auch beim Bremsen auf die eigene Frontscheibe rutschen. Schnee auf der Motorhaube kann schnell die eigene Sicht beeinträchtigen, Schnee auf dem Kofferraumdeckel dem nächsten Auto auf die Windschutzscheibe geraten. Es empfiehlt sich also, das ganze Auto von Schnee und Eis zu befreien."
Wer dies unterlässt, riskiert unter anderem ein Bußgeld und muss mit einer Teilschuld im Falle eines Unfalls rechnen.
Besonders gefährlich: Blitzeis
Im Winter sorgt vor allem plötzlich auftretendes Blitzeis für spiegelglatte Straßen und Unfälle. Autofahrer, die ins Rutschen geraten, können sich meist nicht auf technische Hilfsmittel wie das Antiblockiersystem (ABS) oder das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) verlassen. Der Kfz-Experte von ERGO empfiehlt daher, auf die Warnhinweise für Blitzeis wie leise Abrollgeräusche der Reifen, ein unnatürliches Lenkverhalten oder durchdrehende Reifen zu achten und das Fahrverhalten entsprechend anzupassen. Das heißt, den Verkehr aufmerksam zu beobachten, vorausschauend zu fahren und einen bis zu dreimal größeren Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einzuhalten. Dies gilt besonders auf Brücken, Kuppen, wenig befahrenen Straßen und in Waldgebieten.
„Wer bei Glatteis und Schnee auf das Autofahren verzichten kann, sollte den Wagen am besten stehen lassen – das ist am sichersten“, so Schnitzler.
Nur noch Winterreifen mit dem Alpine-Symbol erlaubt
News vom 08.10.2024 von Thomas Kanzler
Mit den sinkenden Temperaturen rückt auch die Winterreifensaison immer näher. Es wird wieder Zeit, die Sommerreifen durch ihre Kältespezialisten zu ersetzen. Neu in diesem Jahr: Seit dem 1. Oktober gelten bei Winterreifen strengere Regeln hinsichtlich der Kennzeichnung.
Ab dem 1. Oktober müssen neue Regeln für Reifen, die bei winterlichen Straßenverhältnissen vorgeschrieben sind, beachtet werden.
„Zulässig sind jetzt nur noch Reifenmodelle, die das sogenannte Alpine-Symbol tragen”, erklärt der Reifenexperte Sebastian Bulligan von ATU. „Erkennbar ist dieses an dem dreizackigen Berg mit Schneeflocke.”
Künftig sind bis 2017 hergestellte Reifen ohne Alpine-Symbol nicht mehr zugelassen. Wer jetzt noch bei winterlichen Straßenverhältnissen Modelle mit lediglich "M+S"-Kennzeichnung montiert hat, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen - genau so viel wie bei einer Fahrt mit Sommerreifen.
Winterreifenpflicht bei bestimmten Straßenverhältnissen
In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass Fahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen wie etwa Schnee, Matsch oder Eis nur mit entsprechender Bereifung am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Sommerreifen sind dann keinesfalls mehr erlaubt. Zum richtigen Zeitpunkt für den Wechsel klärt ATU Experte Sebastian Bulligan auf:
„Orientierung liefert die Faustregel von O bis O – von Oktober bis Ostern“.
Tipps zur richtigen Reifenwahl
Eine große Auswahl an verschiedenen Winterreifen macht die Kaufentscheidung oft nicht einfacher. Orientierung können sich Fahrzeugbesitzer beispielsweise in Fachzeitschriften oder Automobilclubs holen, die regelmäßig Reifentests durchführen. Die beste Option bleibe aber laut Bulligan das Gespräch mit einem Experten, um die passenden Reifen für den jeweiligen Bedarf auszuwählen.
„Wichtige Kriterien beim Winterreifenkauf sind beispielsweise kurze Bremswege auf Schnee und Eis, Spritverbrauch und Verschleiß“, weiß Bulligan.
So einfach checkt man die Profiltiefe
Bevor bereits vorhandene Winterreifen aufs Auto kommen, sollte man diese unter die Lupe nehmen. Genau wie bei Sommerreifen beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe bei Winterreifen 1,6 Millimeter. Aus Sicherheitsgründen sollten diese jedoch mindestens vierMillimeter Profiltiefe aufweisen. Ob das Profil noch ausreicht, lässt sich mithilfe einer 1-Euro-Münze überprüfen. Verschwindet der Goldrand der Münze vollständig im Reifenprofil, kann ohne Bedenken weitergefahren werden. Achtung: Stellen die Polizeibeamten in einer Kontrolle abgefahrene Reifen fest, werden ebenfalls 60 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig.
Ganzjahresreifen als Alternative?
Wer wenig fährt und sich nicht in schneereichen Gebieten wie dem Alpenvorland aufhält, für den können unter Umständen auch Ganzjahres- oder Allwetterreifen eine echte Alternative darstellen. Denn anders als Sommerreifen dürfen diese auch bei Schnee und Matsch gefahren werden und sind daher auch mit dem Alpin-Symbol wie bei Winterreifen gekennzeichnet. Durch die Nutzung über das ganze Jahr hinweg entsteht jedoch ein höherer Abrieb und die Ganzjahresreifen verschleißen schneller.
Auch die richtige Lagerung ist entscheidend
Damit die Reifen nach dem Wechsel auch in der nächsten Saison wieder einsatzbereit sind, müssen sie korrekt gelagert werden.
„Vor der Einlagerung empfiehlt es sich, verschlissene oder beschädigte Reifen fachgerecht zu entsorgen und weiter nutzbare Reifen zu säubern, zu trocknen und nach Position am Fahrzeug zu kennzeichnen“, klärt der Experte auf. Weiter fügt er hinzu: „Ebenso sollten Sie den Luftdruck vor dem Einlagern um 0,5 bar gegenüber der Herstellerangabe erhöhen, da die Reifen während der Lagerungszeit Luft verlieren.“
Werden die Gummis zu Hause gelagert, eignet sich ein kühler, dunkler und vor allem trockener Ort. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, die Wettervorhersage genau im Blick zu behalten und rechtzeitig einen Termin zum Reifenwechsel zu vereinbaren.
Winterreifen: Alpine-Symbol wird Pflicht in Deutschland
News vom 13.01.2024 von Redaktion (allg.)
Bei M2- und M3-Bussen müssen mindestens die Räder an der permanent angetriebenen Achse und der vorderen Lenkachse mit Alpine-Symbol-Reifen ausgerüstet sein (§ 2 Abs. 3a StVZO).
Ab dem 1. Oktober 2024 werden nur noch Reifen als Winterreifen anerkannt, die das „Alpine-Symbol“ tragen. Es besteht aus einer Schneeflocke und einem Berg. Das gilt auch für Ganzjahresreifen. Ab diesem Datum dürfen bei winterlichen Straßenbedingungen keine Reifen mehr gefahren werden, die lediglich eine „M+S“-Kennzeichnung tragen. Die Winterreifenpflicht bleibt also situationsbedingt: Nur bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte müssen die Reifen mit Alpine-Symbol versehen sein (§ 36 Abs. 4 Nr. 2 StVZO). Bei M2- und M3-Bussen müssen mindestens die Räder an der permanent angetriebenen Achse und der vorderen Lenkachse mit Alpine-Symbol-Reifen ausgerüstet sein (§ 2 Abs. 3a StVZO).
Bayerischer Winterdienst „streut“ auch mit Gewürzgurken-Wasser
News vom 21.11.2023 von Redaktion (allg.)
Kurz vor dem Winterbeginn wappnet sich die Bayerische Staatsbauverwaltung mit jeder Menge eingelagertem Salz – und verwendet übriggebliebenes Salzwasser aus der Gewürzgurken-Produktion von der Develey Senf & Feinkost GmbH für den Winterdienst.
Der metereologische Winter-Beginn steht kurz bevor – und wie auch im restlichen Deutschland bereitet sich der Winterdienst der Bayerischen Staatsbauverwaltung darauf gut vor.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zufolge seien für diese Saison 880 Fahrzeuge und 2.000 eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ganz Bayern eingeplant, insgesamt 370.000 Tonnen Salz seien bereits eingelagert. Im Falle eines sehr strengen Winters sei der Nachschub aus deutschen Salzlagerstätten gesichert, um unabhängig von Lieferungen aus anderen Ländern zu bleiben.
Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr hat der Freistaat im vergangenen Winter 2022/23 fast 55 Millionen Euro für die Sicherung des winterlichen Straßenverkehr investiert, davon 14 Millionen Euro für das Streusalz.
Salzwasser-Recycling
Laut Bernreiter versuche man, die Belastung für Umwelt, Pflanzen, Tiere und Böden so gering wie möglich zu halten und möglichst effizient mit dem Salz umzugehen. Um den Salzverbrauch zu reduzieren, verwende man beispielsweise statt loser Salzkörner flüssige Sole. Diese hafte besser auf der Straße und sorge für eine länger anhaltende Wirkung.
Und in Niederbayern setzt man weiterhin auf eine Kooperation mit der Firma Develey Senf & Feinkost GmbH: Dabei wird Salzwasser, das bei der Produktion von Gewürzgurken übrigbleibt, aufbereitet und in den Straßenmeistereien rund um Dingolfing für den Winterdienst eingesetzt. Nach Aussage von Bernreiter spare man so jedes Jahr mindestens 100 Tonnen Salz und 800.000 Liter Wasser an den Straßenmeistereien rund um Dingolfing ein.
880 Fahrzeuge für den Winterdienst
Eine winterliche Straße sei aber trotz Sicherheitsmaßnahmen nicht mit einer trockenen Straße im Sommer vergleichbar, so Bernreiter. Deshalb sollte man unbedingt Winterreifen montieren und ausreichend Zeit für den Weg einplanen, bittet der Bayerische Verkehrsminister.
64 Straßenmeistereien in Bayern seien für ein Netz von 20.000 Kilometern an Bundes- und Staatsstraßen zuständig – mit rund 300 staatseigenen Winterdienstfahrzeugen und 580 Lkw, die von privaten Unternehmern gefahren werden.
Beim ADAC-Winterreifentest lagen vier Premium-Reifen vorn
News vom 27.09.2023 von Dietmar Fund
Der Autoclub testete Winterreifen in zwei Dimensionen, die auch für manche Taxis und Mietwagen in Frage kommen.
Nach der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und den Autoclubs ACE und ARBÖ hat auch der ADAC am 25. September 2023 die Ergebnisse seines neuesten Winterreifentests veröffentlicht. Er prüfte insgesamt 32 Modelle aus zwei Dimensionen für Fahrzeuge der Kompaktklasse und für SUV der unteren Mittelklasse. Sie könnten auch auf einigen Taxi- und Mietwagen-Modellen aufgezogen werden.
In der Dimension 205/60 R 16 für die Kompaktklasse wurden 7 von 16 getesteten Reifen mit „gut“ bewertet. Weitere 7 wurden als „befriedigend“ eingestuft und 2 mit „mangelhaft“ bewertet. Unter den als „gut“ eingestuften Reifen überzeugten der Dunlop Winter Sport 5, der Michelin Alpin 6, der Goodyear Ultragrip 9+ und der Continental WinterContact TS 870 P sowohl bei der Fahrsicherheit als auch in der neu ins Bewertungsschema mit aufgenommenen „Umweltbilanz“. Die wegen der Kriterien zur Fahrsicherheit „mangelhaften“ Reifen waren der Lassa Snoways 4 und der Austone Athena SP 901.
In der Dimension 225/45 R 17 für kompakte SUV kamen nur vier Reifen auf die Note „gut“, elf schnitten mit „befriedigend“ ab und einer war mangelhaft. Wieder überzeugte der Continental WinterContact TS 870 sowohl bei der Fahrsicherheit als auch bei der Umweltbilanz. Dank hoher Laufleistung und geringem Abrieb bekam der Michelin Alpin 6 die beste „Umweltbilanznote“. Der Goodyear Ultragrip Performance+ stach in punkto Gewicht und Kraftstoffverbrauch hervor. Der Dunlop Winter Sport 5 erhielt trotz Schwächen auf nasser Fahrbahn noch die Gesamtnote „gut“. Der Kormoran Snow war „mangelhaft“.
Sein neues Bewertungsschema hat der „Verkehrsclub“ zum zweiten Mal nach seinem diesjährigen Sommerreifentest angewandt. Bei ihm machen die Kriterien der Fahrsicherheit 70 Prozent der Gesamtnote aus und 30 Prozent entfallen auf die „Umweltbilanz“. Ihre maßgeblichen Kriterien sind Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Geräuschentwicklung. Auch das Gewicht des Reifens, sein Abrieb und sein Schadstoffgehalt fließen hier in die Bewertung ein.
Bei Winterreifen entscheiden die Fähigkeiten bei Nässe
News vom 25.09.2023 von Dietmar Fund
Beim Winterreifentest der GTÜ entschieden nicht die Eigenschaften auf schneebedeckter oder trockener Fahrbahn, sondern die beim Bremsen und beim Handling auf nasser Fahrbahn.
Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung, der deutsche Automobilclub ACE und der österreichische Club ARBÖ haben bei ihrem jüngsten Winterreifentest sieben „Premium- und Qualitätsreifen“ sowie drei günstigere Alternativen gegeneinander antreten lassen. Montiert waren sie in der bei SUV häufig verwendeten Dimension 235/55 R18, die auch bei vielen Taxis und Mietwagen aufgezogen wird. Sie kommt zum Beispiel auch beim aktuellen Hyundai Tucson oder beim Volvo XC 40 Recharge zum Einsatz. Beide sind mit Taxi- oder Mietwagen-Ausrüstungen bestellbar.
Ihre Eigenschaft beim Handling, Beschleunigen und vor allem Bremsen mussten sie auf schneebedeckter, trockener und nasser Fahrbahn zeigen. Die Sachverständigen der GTÜ heben dabei hervor, dass der Nässeanteil in heutigen Wintern immer länger und daher das Verhalten auf nasser Fahrbahn immer wichtiger wird.
Unter all diesen Umständen waren das Fahren und sogar das Bremsen auf Schnee für keinen der Kandidaten ein Problem. Auf trockener Fahrbahn gingen die Ergebnisse schon weiter auseinander. Am stärksten unterschieden sie sich bei den Messungen auf nasser Fahrbahn.
„Nah am perfekten Winterreifen dran“ sahen die Tester schließlich den Bridgestone Blizzak LM 005. Dicht auf den Fersen waren ihm der Hankook I´Cept Evo X und der Continental WinterContact 870 P. Beide bekamen das Prädikat „empfehlenswert“, ebenso wie der Goodyear Ultragrip Performance SUV, der Michelin Alpin 5 Pilot SUV, der Nokian Snow Proof 2 SUV und der Pirelli Scorpion Winter 2. Nur „bedingt empfehlenswert“ finden die Reifenexperten den Sailun. Für „nicht empfehlenswert“ halten die Tester die Winterreifen von Austone und Fortuna.
Interessierte Leserinnen und Leser können die Testergebnisse als pdf-Datei im Downloadbereich dieser Meldung herunterladen.
Elektrotaxis: Hankooks erster Winterreifen speziell für Stromer
News vom 30.09.2022 von Redaktion (allg.)
Nach den Formel E- und Sommerreifen erweitert Hankook die iON-Familie für Elektrofahrzeuge um Winterreifen.
Für den iON hat Hankook ein ganz großes Fass aufgemacht: Die offizielle Europapremiere fand in Tirol statt – und startete in den Glitzerwelten von Swarowski, wo Sanghoon Lee, Präsident von Hankook Tire Europe mit Formel-E-CEO Jamie Reigle die neue Reifenpartnerschaft für die nächsten Seasons bekannt gab.
Bei den Serienreifen nutzte man den ersten Schnee auf den Bergen, um anschließend auf oder besser unter respektive im Gletscher den neuen Hankook iON Winter zu präsentieren. Womit er das dritte respektive vierte Mitglied der iON-Familie ist, denn: Neben dem Formel-E-Pneu gibt es auch den Sommerreifen Hankook iON evo und für den nordamerikanischen Markt kommt der iON als Ganzjahresreifen und heißt dann Hankook iON evo AS.
Erfahrungen mit SUV-Reifen halfen
„Entwicklungshilfe“ gaben laut Andreas Pürschel, Manager des Perfomance Evaluation Teams, ursprünglich die Reifen für SUV, die für hohe Gewichte, Geschwindigkeiten und Scherpunkte ausgelegt sind. Letzterer wandere bei Stromern wegen der Akkus massiv nach unten, was die Entwicklung vereinfache. Grundsätzlich ginge es aber auch beim iON um einen reduzierten Rollwiderstand, ein besonders geräuscharmes Abrollverhalten und eine hohe Belastbarkeit. Punkte, die vor allem dem geforderten Grip entgegenlaufen. Zumal auch noch die unmittelbar einsetzenden, hohen Drehmomente von leistungsstarken Elektrofahrzeugen berücksichtigt werden wollen. Ganz abgesehen von der nötigen höheren Traglast.
Auftritt Massimo Cialone, seines Zeichens Chief Material Specialist, der zur Veranschaulichung zwei Gummibälle mitbrachte: Gleich schwer, gleich groß, der eine ein bisschen rauer als der andere – beide lässt er zu Boden fallen und siehe da: Während der eine zurückspringt, bleibt der andere fast plump am Boden liegen. So steif und doch griffig kann man Gummi auslegen. Womit Cialone direkt überleitet zur speziell entwickelten Laufflächenmischung, die einen möglichst niedrigen Rollwiderstand ohne Einbußen bei der Performance auf nassen und schneebedeckten Straßen bieten muss.
Pflanzliche Öle verbessern nicht nur die CO2-Bilanz
Ein Trick, das zu erreichen, besteht laut Cialone darin, pflanzliche Öle zu verwenden, um auch bei niedrigen Temperaturen den notwendigen Grip zu erreichen. Die besondere Flexibilität erlaube einerseits eine Anpassung an die Straßenoberfläche und minimiert andererseits die Bewegung im Profil – was er mit den Bällen anschaulich darstellte. Nicht ganz einfach sei es aber laut Cialone, all diese Materialien perfekt zu vermischen.
Ein ganz großes Thema ist laut Pürschel aber auch das Abrollgeräusch, das bei Winterreifen wegen des größeren Leerraums zwischen den Profilblöcken eine besondere Herausforderung sei. Hier reduziere das neue Laufflächendesign dank einer aktiven Führung und Reduzierung der Schallwellen die Lärmemissionen spürbar. Und auch die Aerodynamik spiele laut Pürschel eine viel wichtigere Rolle, weshalb man die Flanken entsprechend gestalte – ohne groß hervorstehende Beschriftungen im oberen Bereich. So lassen sich zusätzliche Luftverwirbelungen vermeiden. Auch das Reifenprofil ist so gestaltet, dass der Luftwiderstand reduziert wird. Gleichzeitig wirken sich auch diese Maßnahmen positiv auf eine möglichst geringe Geräuschentwicklung aus.
Und weil man schon am Reduzieren sei, habe man aus dem Laufstreifen, der das Hauptgewicht der Reifen ausmacht, auch gleich noch bis zu ein Kilo Material herausgenommen, um die ungefederten Massen und das Gewicht zu reduzieren – ein sehr heikles Thema beim schweren E-Auto mit meist riesigen Rädern.
Ein extra Layer reduziert die Geräuschentwicklung
Trotzdem solle der Fahrkomfort laut Pürschel nicht zu kurz kommen, weshalb man eine spezielle Verteilung der Blöcke entlang des Profils nutzte. Hier darf es auf keinen Fall Symmetrien geben, die für laute Geräusche sorgen können. Dazu integrierte man laut Cialone die Sound Absorber-Technologie von Hankook, ein ebenfalls nicht ganz simpler spezieller Layer im Reifen, der die Geräusche reduziert und natürlich ebenfalls größte Sorgfalt beim Mischen erfordert.
Mit dem spezifischen Profil soll sich auch das Geräuschniveau im Innenraum spürbar respektive hörbar senken lassen: Tatsächlich fiel keiner der vielen Testwagen, die Hankook auffuhr, je mit auffälligen Abrollgeräuschen auf – wobei wir hier für qualifizierte Aussagen weder Messequipment noch genug Vergleichsmöglichkeiten zu Produkten der Marktbegleiter hatten.
Anschließend ging Cialone erneut auf die neue Laufflächen-Mischung ein, die durch hohe Dauerhaltbarkeit und eine sehr gute Abrieb-Resistenz punkten soll. Er erinnerte an den kaum springenden, kleinen, fast schon massiven Gummiball und stieg noch etwas tiefer ein: Ein hoher Silica-Anteil sorge auf Mikro-Ebene für Grip auf nasser Fahrbahn, indem er der Bildung eines gefährlichen Wasserfilms zwischen Fahrbahn und Reifen entgegenwirke.
Der Hankook iON Winter wird ab Marktstart in Größen zwischen 18 und 22 Zoll angeboten. Als Sommerreifen ist der Hankook iON evo bereits erhältlich, in der Formel E startet er zur nächsten Saison. Weitere spezifische Produkt-Varianten sind in Vorbereitung.
ADAC hat wieder Winterreifen in zwei Dimensionen getestet
News vom 27.09.2022 von Dietmar Fund
Der Autoclub hat sich 15- und 16-Zöller vorgenommen, die auf kleineren Taxis und Mietwagen eingesetzt werden.
Bei seinem neuesten Winterreifen-Test hat der ADAC insgesamt 33 Winterreifen der Dimensionen 185/65 R 15 und 215/60 R 16 getestet. Die 15-Zöller passen zum Beispiel zu einfacheren Taxis und Mietwagen von Dacia oder zum siebensitzigen Kleinbus Nissan NV200, die größeren zu Kompaktvans und Hochdach-Kombis.
Bei der Dimension 185/65 R 15 zeigten sich die Reifen von Continental (WinterContact TS 870), Goodyear (Ultragrip 9+), Semperit (Speed-Grip 5) und Michelin (Alpin 6) sehr ausgewogen. Sie bekamen die Note „gut“, weil sie Nässe, Schnee und trockener Fahrbahn gute Leistungen boten. Auf sie folgt ein breites Mittelfeld, das in manchen Punkten etwas schlechter liegt, aber auch billiger sein kann. Die Modelle von Dunlop, Fulda und Barum wurden nur mit „ausreichend“ bewertet. Sie neigen bei Ausweichmanövern früh zum Übersteuern.
In der Dimension 215/60 R 16 für die Kompaktvans bewerten die Reifentester des Autoclubs die Reifen von Continental (WinterContact TS 870), Dunlop (Winter Sport 5), Goodyear (Ultragrip Perform. +) und Michelin (Alpin 6) als „besonders empfehlenswert“, weil sie in den Hauptkriterien keine Schwächen zeigten. Das breite Mittelfeld biete gute Alternativen zu den vier Bestplatzierten, weil diese Winterreifen meist nur in einem Punkt hinter dem führenden Quartett lägen, schreiben die Tester.
Pirelli Cinturato Winter 2: Winterreifen auch für E-Autos und Plug-ins
News vom 21.10.2021 von Redaktion (allg.)
Der neue Pirelli-Winterreifen mit ELECT-Technologie passt in ausgewählten Größen für E-Automobile und Plug-in-Hybride und soll auch in Sachen Umweltschutz neue Maßstäbe setzen.
Das Thema Nachhaltigkeit ist auch bei den Reifenherstellern virulenter denn je: Einerseits brauchen die Pneus viele Rohstoffe und Energie zur Herstellung, andererseits werden sie nach wie vor auf den Straßen abgerieben und sorgen so neben dem Bremsenstaub für lokale Feinstäube. Trotzdem müssen sie jede Menge Sicherheit und Grip bieten.
Diesen gordischen Knoten wenigstens etwas entzerren möchte Pirelli mit dem neuen Cinturato Winter 2: bei ihm sollen innovative, sich verändernde Reifenlamellen jederzeit für Grip sorgen. Dazu entwickelten die Reifenprofis eine 3D-Struktur, bei der die Lamellen mit zunehmender Abnutzung des Gummis im Verhältnis länger werden. Dabei wandelt sich ihr Design von einer linearen in eine Zickzackform. Das vergrößert wiederum ihre Gesamtfläche und soll dem Cinturato Winter 2 zusätzliche Leistung bei verschneiten, nassen und trockenen Bedingungen verleihen - auch bei abnehmender Profiltiefe.
Die Cinturato Winter 2 sollen mehr Kilometerleistung bieten
Außerdem soll der neue Cinturato Winter 2 eine höhere Kilometerleistung im Vergleich zur vorherigen Generation von Pirelli Winterreifen bieten. Möglich wird dies durch eine ein neues Profil, eine neue Struktur und natürlich eine neue Mischung. Hier soll ein neuartiges System funktionalisierter Polymere helfen, die Leistung bei nassen und verschneiten Bedingungen zu verbessern. Dabei wurde ein von Pirelli patentiertes Verfahren verwendet, das auf der umfangreichen Erfahrung des Unternehmens im Motorsport beruht.
Und trotz mehr Grip und längerer Laufleistung soll der Rollwiderstand des Cinturato Winter 2 im Vergleich zu seinem Vorgängermodell reduziert worden sein. Das verringert den Energieverbrauch und damit die Schadstoff-Emissionen. Zudem ist der Winterreifen aufgrund seines speziellen Profildesigns besonders geräuscharm, was vor allem für E-Autos essenziell ist.
ADAC-Winterreifentest mit drei klaren Siegern
News vom 21.09.2021 von Dietmar Fund
Beim Winterreifentest des Jahres 2021 gab es ein ausgewogenes Mittelfeld, aber zwei Reifen fielen auch durch.
Der ADAC hat für den Winter 2021/2022 wieder aktuelle Winterreifen auf trockener Fahrbahn, Nässe und Schnee getestet. Dieses Mal standen 18 Kandidaten der Dimension 225/70 R 17 auf dem Prüfstand, die auch bei vielen Taxis und Mietwagen aufgezogen wird.
Am besten schnitten dabei drei Reifen ab, die der Club als „besonders empfehlenswert“ einstufte: Der Dunlop Winter Sport 5, der Michelin Alpin 6 und der Goodyear Ultragrip Performance+. Alle drei lieferten in allen Bereichen gute Resultate ab und seien damit sehr ausgewogen, schreiben die Reifentester. Der Dunlop setze die Bestmarken im Schnee und beim Verbrauch, der Michelin zeige den geringsten Verschleiß und der Goodyear liege irgendwo in der Mitte.
Auf das Spitzentrio folgt ein breites Mittelfeld von Reifen, die mit „befriedigend“ abgeschnitten haben. Es wird vom Kléber Krisalp HP angeführt, dessen Fahreigenschaften auf Nässe etwas schwächer sind als die des Spitzentrios.
Bei den vier nachfolgenden Modellen schwächelte der Bridgestone Blizzak LM005 im Verschleißtest und zeigte auch auf Schnee nur eine befriedigende Leistung. Der Continental WinterContact TS 860 zeigte Schwächen auf trockener Fahrbahn. Der Nexen Winguard Sport 2 wurde ebenfalls wegen des Verschleißes abgewertet und war in den anderen Disziplinen nur durchschnittlich. Der Vredestein Wintrac Pro war in diesen Punkten noch etwas besser, aber beim Verschleiß lag er genauso.
Bei den weiteren Kandidaten trafen die Reifentester sehr individuelle Urteile. Als „mangelhaft“ stuften sie aber den Goodride Z-507 Zuper Snow und den Linglong Green-Max Winter UHP ein. Beide stammen aus chinesischer Produktion. Beide zeigten gravierende Schwächen beim Anfahren, Bremsen und Handling auf Schnee. Der Linglong hatte viel zu große Schwächen auf nasser Fahrbahn. Er brauchte im Unterschied zu anderen Testkandidaten, die bei einer Vollbremsung aus 80 km/h für Bremswege von rund 37 Metern sorgten, 6 Meter mehr.
Taxi-Bereifung: Nokian denkt an den nächsten Winter
News vom 05.05.2021 von Dietmar Fund
Der finnische Reifenhersteller bringt einen neuen Winter- und einen neuen Ganzjahresreifen für Transporter in Dimensionen, die auch zu vielen Taxis und Mietwagen passen.
Als „Premium-Winterreifen“ für Transporter kündigt der finnische Reifenhersteller Nokian seinen neuen „Snowproof C“ an, den er „für mitteleuropäische Winter“ entwickelt haben will. Er soll mit seinem „Alpine Sense Grip“ genannten Konzept erstklassigen Griff auf verschneiten, nassen oder matschigen Straßen bieten. Dazu haben die Reifenentwickler wie üblich am Design der Lauffläche, der Gummimischung und der Struktur des Reifens gearbeitet. Wie bei anderen Winterreifen bietet das Profil viele Lamellen und zahlreiche Kanten. Schneematsch und Regen sollen Kanäle in der Mitte des Profils ableiten.
Die Profilmischung haben die Finnen auf die eher milden mitteleuropäischen Winter zugeschnitten. Dadurch soll sie in einem breiten Temperaturbereich gute Leistungen liefern. Die verstärkten Seitenwände sollen den Reifen vor Stößen, Schnitten und Schlaglöchern schützen. Nokian verspricht außerdem einen niedrigen Rollwiderstand über einen breiten Temperaturbereich hinweg, der den Kraftstoff- (oder Strom-) Verbrauch niedrig halten soll.
Die Produktpalette umfasst 27 Dimensionen zwischen 14 und 17 Zoll für Geschwindigkeitsbereiche bis 170, 190 oder 210 km/h. Ab Herbst sollen diese Winterreifen erhältlich sein.
Auf eine Ganzjahres-Laufflächenmischung setzt Nokian beim neuen Ganzjahresreifen Seasonproof C, der ebenfalls für Transporter konzipiert ist. Bei ihm nennen die Finnen ihre Maßnahmen-Mischung „Season Sense Konzept“. Es soll sicheres Fahren auf regennasser Fahrbahn und auf Schneematsch ebenso gewährleisten wie gute Eigenschaft auf trockener Fahrbahn bei sommerlicher Hitze.
Das Profil des neuen Ganzjahresreifens ist laufrichtungsgebunden und V-förmig. Auch bei ihm soll die Seitenwand dank eingearbeiteter Aramidfasern besonders steif sein. Die Verschleißfestigkeit bei wechselnden Straßenverhältnissen soll im Vergleich zum Vorgänger um 15 Prozent gewachsen sein. Schneematsch- und Wasserrillen in der Mitte der Lauffläche weist auch der Seasonproof C auf.
Der neue Ganzjahresreifen kommt im Herbst in 25 Dimensionen auf den Markt. Sie reichen von 14 bis 17 Zoll und für Geschwindigkeitsbereiche bis 170, 190 oder 210 km/h wie der neue Winterreifen auch.
Yokohama bringt neuen Winterreifen
News vom 19.10.2020 von Dietmar Fund
Der BlueEarth Winter V906 ist zunächst in vier Dimensionen verfügbar, die auch zu einigen Taxis und Mietwagen passen.
Der japanische Reifenhersteller Yokohama hat seinen Winterreifen BlueEarth V 905 zur neuesten Generation V 906 verfeinert. Sie kommt zunächst in vier besonders gefragten Dimensionen zwischen 195/65 R 15 91 T und 225/45 R 17 91H auf den Markt. Welches die zwei dazwischen liegenden Dimensionen sind, ist selbst auf der Homepage des Reifenherstellers nicht vermerkt.
Der „Neue“ soll in punkto Nassgrip und bei der Traktion auf Schnee und Eis weiter optimiert worden sein. Dazu wurde das Laufflächenprofil so gestaltet, dass die Kontaktfläche zur Straße um rund zehn Prozent verbessert werden konnte. Spezielle 3-D-Lamellen sollen für einen „ausgeprägten Kanteneffekt“ auf Schnee und Eis sorgen. Zudem sollen ein nahtloser Nylonkantenschutz, eine polyesterverstärkte Karkasse und zwei besonders biegesteife Stahlgürtel die Reifen-Konstruktion extrem steif auslegen.
Im März 2020 hatte der Reifenhersteller den neuen Winterreifen bereits angekündigt. Damals war noch von 30 Größen die Rede, die ab dem Herbst 2020 verkauft werden sollten. Als Spanne der Dimensionen wurden im März Größen zwischen 185/65 R 15 88T und 225/40 R 18 92W XL angegeben.
ADAC testet zwei Winterreifen-Dimensionen
News vom 24.09.2020 von Dietmar Fund
Geprüft wurden Winterreifen für die Mittelklasse und für SUV, die auch auf viele Taxis und Mietwagen passen.
Im neuesten Winterreifentest hat sich der ADAC 15 Reifen der Dimension 205/55 R 16 H und 13 Modelle der Dimension 235/55 R 17 103 V vorgenommen. Die 16-Zöller bestücken Fahrzeuge der unteren Mittelklasse, die 17-Zöller SUV und Vans. Damit kommen beide auch für eine Reihe von Taxis und Mietwagen in Frage.
Deren Besitzer sollten sich als Vielfahrer in der unteren Mittelklasse den Michelin Alpin 6 besonders anschauen. Er ist zwar nur der Zweitplatzierte hinter dem Bridgestone Blizzak LM05, weil er auf trockener Fahrbahn etwas schwächer abschneidet. Dafür hat der Franzose eine deutlich höhere Laufleistung. Sieben andere Fabrikate wurden als „befriedigend“ eingestuft. Sie zeigen Schwächen auf trockener Fahrbahn. Bewertet wurde immer das Verhalten auf trockener, nasser, schneebedeckter und vereister Fahrbahn.
Bei den Winterreifen für die Vans ist der Michelin Alpin 6 sogar der Einzige, der in allen vier Hauptkriterien gut bewertet und insgesamt mit „gut“ abschneidet. Elf weitere Modelle schneiden in dieser Dimension mit „befriedigend“ ab. Der Semperit Speed-Grip 3 SUV wurde als Schlusslicht nur mit „ausreichend“ bewertet.
Der Autoclub rät abschließend dazu, darauf zu achten, dass alle vier Reifen ein ähnliches Produktionsdatum und damit den gleichen technischen Stand hätten. Das ist deshalb wichtig, weil die Reifenbezeichnung oft jahrelang dieselbe ist.
Contis neuer Winterreifen soll weiter rollen
News vom 21.02.2020 von Dietmar Fund
WinterContact TS 870 heißt der neueste Winterreifen der Hannoveraner
Mit einer neuen Gummimischung und einem neuen Profil hat der Reifenhersteller Continental seine Winterreifen-Generation weiterentwickelt. Herausgekommen ist das Modell WinterContact TS 870.
Die neue Generation soll fünf Prozent kürzere Bremswege auf Eis haben und auch ihr Verhalten auf nassen wie auf trockenen Fahrbahnen soll sich verbessert haben. Gut für Vielfahrer wie Taxi- und Mietwagenunternehmer ist, dass auch die Laufleistung um sieben Prozent zugenommen haben soll. Gleichzeitig soll der Rollwiderstand um vier Prozent gesunken sein, was dem Verbrauch zugutekommt.
Das neue Profil weist noch mehr Blockkanten und Lamellen als bisher aus, um das Bremsverhalten auf Eis zu verbessern. Ausgeprägte Mittelrillen sollen Regenwasser noch besser ableiten.
ADAC: Breite Winterreifen sind meist im Nachteil
News vom 30.10.2018 von Dietmar Fund
Der Autoclub hat nur bei trockener Fahrbahn einen Vorteil breiterer Reifendimensionen festgestellt.
Taxi- und Mietwagenunternehmer, die bei Winterreifen aus wirtschaftlichen Gründen eher schmalere Reifendimensionen bevorzugen, liegen auch in punkto Fahrverhalten richtig. Wer die Möglichkeit hat, eine schmalere Dimension zu montieren, fährt damit bei Aquaplaning, auf Schneematsch und auf schneebedeckter Fahrbahn sicherer. Nur bei trockener Fahrbahn hat eine breitere Winterreifen-Dimension Vorteile. Zu diesen Ergebnissen kam der ADAC.
Die Reifentester des Clubs verglichen auf einem VW Golf fünf Reifenbreiten des Dunlop Winter Sport 5 zwischen den Dimensionen 195/65 R 15 und 225/40 R 18. Sie werden auch auf einer ganzen Reihe von Taxis und Mietwagen montiert.
Die Tester ermittelten dabei, dass bei einem Aquaplaningtest mit sieben Millimeter hoch stehendem Wasser die 225er-Reifen bereits bei 70 km/h den Fahrbahnkontakt verlieren, die 195er hingegen erst bei deutlich mehr als 80 km/h. Als angenehmen Nebeneffekt der schmaleren Reifen bezeichnen die Reifentester den höheren Fahrkomfort, der durch die höhere Seitenwand bedingt sei.
Der Anschaffungspreis der Reifen unterschied sich übrigens über die ganze Bandbreite um 85 Euro pro Reifen. Das zeigt Vielfahrern wie Taxi- und Mietwagenunternehmern ein Sparpotenzial, das trotz des etwas höheren Verschleißes der schmaleren Reifen interessant ist.
GTÜ: Bei Winterreifen wird das Nassbremsen wichtiger
News vom 26.09.2018 von Dietmar Fund
Die Sachverständigen und der Autoclub ACE haben 15-Zöller getestet, die nur bei kompakten Taxis und Mietwagen eingesetzt werden.
Weil die Winter in Deutschland immer milder werden und immer häufiger mit Starkregen zu rechnen ist, müssen die Winterreifen-Entwickler umdenken und den Eigenschaften auf nasser Fahrbahn mehr Gewicht beimessen als bisher. Das schreibt die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung nach ihrem Winterreifentest, den sie mit dem Auto Club Europa (ACE) zusammen durchgeführt hat.
Dieses Mal haben sich die beiden Test-Partner neun Winterreifen und drei Ganzjahresreifen der Dimension 185/65 R 15 vorgenommen, die im Taxi- und Mietwagenbereich nur bei kompakten Modellen zum Einsatz kommt, zum Beispiel bei Dacia oder Nissan. In dieser Größe hatten die gängigsten Reifentypen keine Probleme mit Schnee, Eis und tiefen Temperaturen, während die Ergebnisse beim Nassbremsen deutliche Unterschiede aufwiesen.
Auf regenasser Fahrbahn stehen die Fahrzeuge beim Abbremsen aus Tempo 80 mit dem Continental WinterContact TS 860 und dem Goodyear Ultragrip 9 bereits nach 34 Metern. Mit dem auf Schnee vorne liegenden Kenda Wintergen 2 hingegen betrug der Bremsweg dagegen 41 Meter. Außerhalb des Grenzbereichs verhielten sich alle Kandidaten unauffällig, schreibt die GTÜ.
Am besten in allen Disziplinen schnitt der Continental WinterContact TS 860 ab. Zweiter wurde der Nokian WR D4, gefolgt vom Goodyear Ultragrip 9. Die Ganzjahresreifen Michelin Cross Climate+, Nokian Weatherproof und Continental AllSeasonContact sehen die beiden Test-Partner weiterhin als Kompromiss für Wenigfahrer, mithin also nicht gerade als heißen Tipp für das mobile Gewerbe. Bei ihnen seien die Bremswerte auf trockener Fahrbahn zu lang.
ADAC: Premium führt bei Winterreifen nicht immer
News vom 26.09.2018 von Dietmar Fund
Der Club hat dieses Mal eine Dimension getestet, die bei kompakten Taxis und Mietwagen aufgezogen wird.
Der ADAC hat 16 Winterreifen der Dimension 205/55 R 16 getestet, die auch bei kompakten Taxis und Mietwagen zum Einsatz kommt. Sein Fazit: Premiummarken gehören nicht unbedingt zu den Besten im Test.
So bewegten sich der Michelin Alpin 5 und der Pirelli Cinturato Winter im mittleren und hinteren Bereich der Vergleichstabelle, beim Preis aber liegen sie ganz oben. Insgesamt schnitt der Continental Winter Contact TS 860 am besten ab, gefolgt vom Goodyear Ultragrip 9 und dem Dunlop Winter Sport 5. Interessanterweise liegt der Kléber Krisalp HP3 der Zweitmarke von Michelin an vierter Stelle vor dem Michelin Alpin 5.
Der Autoclub rät dazu, das Produktionsdatum der Reifen im Auge zu behalten. Frischer Gummi greife am besten. Deshalb sollte ein Reifen nicht älter als drei Jahre sein. Weil die Händler immer mehr auf rationelle Lagerhaltung achteten, könne dies insbesondere bei Online-Bestellungen problematisch werden.
Generell sollten die Kunden vor dem Kauf überlegen, ob ihnen ein guter Grip auf Eis und Schnee wichtiger seien als der Rollwiderstand und damit der Verbrauch und der Verschleiß, rät der ADAC. Seiner Testtabelle kann man entnehmen, wie die getesteten Reifen unter diesen Gesichtspunkten abschnitten.
Michelin-Winterreifen Alpin 6 soll lange zupacken
News vom 26.09.2018 von Dietmar Fund
Der Reifenhersteller hat seine neueste Winterreifengeneration daraufhin entwickelt, dass sie auch am Ende des Nutzungszeitraums auf Schnee noch sehr gut bremst und gute Traktion bietet.
Der neue Winterreifen Michelin Alpin 6 soll bis zur gesetzlich zulässigen Verschleißgrenze die für kurze Bremswerte und gute Traktion nötige Griffigkeit gewährleisten. Gleichzeitig soll er eine hohe Laufleistung erreichen. Diese Entwicklungsziele sehen die Franzosen erreicht.
Um dorthin zu kommen, haben sie ihre Profileinschnitte so gestaltet, dass sie mit zunehmendem Verschleiß breiter werden. So sollen sie nahezu über die gesamte Lebensdauer Wasser gut ableiten und auf schneebedeckter Fahrbahn gute Griffkanten bieten. Als weitere Maßnahme haben die „Reifenbäcker“ mit mehreren Schichten unterschiedlicher Gummimischungen gearbeitet.
Verfügbar ist der verbesserte Winterreifen in 32 Dimensionen. Bis Mitte 2019 sollen daraus 58 Dimensionen für Felgen zwischen 15 und 17 Zoll werden. Diese Felgengrößen dürften eine ganze Menge „Brot-und-Butter-Taxis“ vom kompakten Kleinbus bis zur Mittelklasse abdecken.
KÜS-Hinweise zur neuen Winterreifen-Kennzeichnung
News vom 06.10.2017 von Dietmar Fund
Die Sachverständigenorganisation weist darauf hin, dass das Schneeflockensymbol demnächst die M+S-Kennzeichnung ablöst.
Seit einer Gesetzesänderung im Mai 2017 müssen neue Reifen, die Anforderungen von Winterreifen erfüllen, mit einem so genannten Alpine-Symbol gekennzeichnet sein. Es besteht aus einem stilisierten Berggipfel mit Schneeflocke und löst die Buchstaben der M+S-Kennzeichnung ab. Darauf weist die Sachverständigenorganisation KÜS hin.
Demnach gelten bei bereits gekauften Winterreifen solche, die bis zum 31. Dezember 2017 produziert und mit der Kennzeichnung M+S genehmigt wurden, bei Kontrollen noch bis zum 30. September 2024 als „Reifen für winterliche Verhältnisse“.
Laut der KÜS darf der Warnhinweis, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines Winterreifens unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegt, nun auch über eine Anzeige im Fahrzeug gegeben werden. Anstelle eines Aufklebers kann der Fahrer also auch über den Bordcomputer angezeigt bekommen, dass er nicht ganz so schnell fahren darf.
Neue Winterreifen sollte man erst einfahren
News vom 17.10.2016 von Dietmar Fund
Während es bei neuen Pkw keine Einfahr-Vorschriften mehr gibt, rät Pirelli dazu, neue Winterreifen erst einmal schonend zu fahren.
Auch im Spätherbst 2016 werden angesichts der hohen Laufleistungen von Taxis wieder viele fabrikneue Winterreifen montiert. Sie sollte man auf den ersten 300 Kilometern möglichst ohne Kavalierstarts, sportliche Kurvenfahrten, hohe Geschwindigkeiten oder heftige Bremsmanöver einfahren, rät der Reifenhersteller Pirelli. Er begründet diesen Rat mit dem Umstand, dass es eine gewisse Zeit dauere, bis Neureifen nach der Montage hundertprozentig an der Felge hafteten. Die Montagepaste müsse erst trocknen.
Pirelli räumt übrigens auch mit dem Glauben auf, schmalere Reifen seien im Winter besser als Breitreifen. In Wirklichkeit würden breite Winterreifen mit gutem Profildesign mehr Traktion bieten und auch besser bremsen. Nur der Einbauraum für aufzulegende Schneeketten könne in engen Radkästen die Montage schmalerer Reifen begünstigen.
Conti mischt Pkw-Winterreifen neu ab
News vom 07.10.2016 von Dietmar Fund
Mit einer neuen Mischung und neu geformten Lamellen soll die neue Winterreifen-Generation Continental WinterContact TS 860 besonders beim Nassbremsen noch besser als der Vorgänger sein.
Bei Präsentationen für die Presse zeigen die Reifenhersteller immer gerne ein „Spinnen-Diagramm“vor. Es macht deutlich, welchen der für einen Reifen wichtigen Gesichtspunkte die Entwickler verbessern konnten und welche eher nicht, weil es zwischen ihnen Zielkonflikte gibt. So war es auch bei der Winter Road Show von Continental, wo am 7. Oktober 2016 der neue Winterreifen Continental WinterContact TS 860 vorgestellt wurde.
Nach dem dort gezeigten Schaubild haben die Reifenentwickler ihren neuesten Winterspezialisten vor allem beim Nassbremsen verbessert, das für viele deutsche Kunden zu den wichtigsten Kaufkriterien gehört. Außerdem soll er sich gegenüber dem TS 850 auf schneebedeckten Fahrbahnen und auf Eisglätte verbessert haben. Laut dem Leiter der weltweiten Reifenentwicklung von Continental, Dr. Holger Lange, werden 80 Prozent des für eine schnelle Bremsung erforderlichen Grips durch die Mischung entschieden. Daher habe die Entwicklung vor allem dort angesetzt. Außerdem wurden mit dieser Winterreifen-Generation neue Mehrkanal-Lamellen eingeführt. Ihre Aufgabe ist es, den beim Bremsen auf Eis durch die Wärme entstehenden Wasserfilm wie ein Scheibenwischer wegzuwischen und das Wasser dann nach außen abzuleiten.
Wie Lange erläuterte, ist die effektive Wasserableitung deshalb so wichtig, weil selbst auf der ungefähr handtellergroßen Reifenaufstandsfläche griffiges Eis und ein Wasserfilm gleichzeitig vorkommen könnten. Glattes, feuchtes Eis fordere den längsten Bremsweg, während eine raue Eis-Oberfläche noch am griffigsten sei. Den neuen Winterreifen gibt es zunächst in 36 Größen für Felgen zwischen 14 und 17 Zoll Durchmesser.
Das an ein Spinnennetz erinnernde Schaubild, das die Weiterentwicklung der verschiedenen Reifenkriterien zwischen dem TS 850 und dem TS 860 widerspiegelt, ist Bestandteil einer Produktinformation, die man im Download-Bereich unterhalb dieser Meldung herunterladen kann.
Winter-Markenreifen ohne Ausrutscher
News vom 26.09.2016 von Dietmar Fund
Die Sachverständigen der GTÜ und die Auto Zeitung haben 13 Winterreifen getestet und warnen nur vor einem chinesischen.
Nach dem Test von 13 Winterreifen in der Dimension 205/55 R 16, die auch auf viele Taxis passt, rufen die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung und die Auto Zeitung einen klaren Sieger aus. Es ist der brandneue Conti WinterContact TS 860. Für seine Bestnote „sehr empfehlenswert“ war neben guten Leistungen auf Schnee, Nässe und trockener Fahrbahn der niedrigste Rollwiderstand aller getesteten Reifen verantwortlich.
Dasselbe Prädikat erreichte der auf Platz zwei gelandete Nokian WR D4. Drittbester war der neue Pirelli Cinturato Winter. Er fiel auf trockener Straße etwas ab und zeigte einen recht hohen Rollwiderstand.
Punktgleich dicht dahinter lagen der Goodyear Ultra-Grip 9 und der Michelin Alpin A5. Während auch der Dunlop Winter Sport 5 und der Hankook Winter i*cept RS2 ein „sehr empfehlenswert“ erreichten, fiel ein Chinese glatt durch. Es war der Westlake SW 618 mit einem langen Bremsweg auf Nässe und früh einsetzender Neigung zum Aquaplaning.
Bridgestone bringt Winterreifen mit Notlaufeigenschaften
News vom 19.09.2016 von Dietmar Fund
Fahrzeuge mit Reifendruckkontrollsystem können jetzt mit dem neuen Bridgestone DriveGuard Winter bestückt werden.
Nach einem Druckverlust im Reifen noch 80 Kilometer mit maximal 80 km/h weiterfahren: Das soll nun auch der Bridgestone DriveGuard Winter ermöglichen. Der Reifenhersteller kombiniert bei ihm die von Sommerreifen her bekannte Technik für Notlaufeigenschaften mit der Lauffläche des normalen Winterreifens Blizzak Winter LM001.
Die Notlaufeigenschaften beruhen auf verstärkten Seitenwänden mit Kühlrippen, die die bei einem Druckabfall unweigerlich entstehende Hitze verringern. Das Winterprofil leitet mit hornartig geformten Rillen Wasser ab und soll aufgrund seiner Mischung eine „außergewöhnliche Nasshaftung“ bieten. Das Lamellendesign und schräge Profilrillen wiederum sollen eine „außerordentliche“ Traktion und ein gutes Handling auf gefrorenen Oberflächen gewährleisten.
Der DriveGuard Winter kommt in zehn Größen für Felgen mit 15 bis 17 Zoll Durchmesser und 45er- bis 65er-Querschnitten erhältlich. Damit soll er auf die meisten Pkw-Modelle passen, die mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgerüstet sind.
Continental bringt im Herbst einen neuen Winterreifen
News vom 31.05.2016 von Dietmar Fund
Der ContiWinterContact TS 860 ist für die Kompakt- und die Mittelklasse gedacht und damit eine neue Alternative für die nächste Umbereifung vieler Taxis und Mietwagen.
Ein fünf Prozent kürzerer Bremsweg auf nasskalter Straße sowie ein um vier Prozent kürzerer Bremsweg auf Eis sollen den neuen Winterreifen ContiWinterContact TS 860 von seinem Vorgänger TS 850 abheben. Der Reifenhersteller verspricht, dass die für die Wirtschaftlichkeit wichtigen Faktoren Laufleistung und Rollwiderstand auf dem gleichen Niveau wie zuvor liegen.
Nach dem EU-Reifenlabel ist der neue TS 860 beim Rollwiderstand in die Kategorie C und beim Nassgriff in die Kategorie B eingestuft. Er soll nach und nach den TS 850 ersetzen.
Ab dem Herbst bringt Continental zunächst 21 Dimensionen für Felgen zwischen 14 und 17 Zoll Durchmesser. Sie decken auch viele Taxis und Mietwagen ab. Mindestens 20 weitere Versionen sollen 2017 hinzukommen.
Die situative Winterreifenpflicht soll verschärft werden
News vom 22.04.2016 von Dietmar Fund
Laut einem Sachverständigenverband plant die Bundesregierung, für Winterreifen eine weitere Kennzeichnung zu verlangen.
Die Bundesregierung plant, dass Autofahrer ab 2018 bei winterlichen Straßenverhältnissen Reifen brauchen, die nicht nur die heute schon verpflichtende M+S-Kennzeichnung aufweisen, sondern auch das so genannte Schneeflocken-Symbol. Das soll für Reifen ab dem Herstellungsdatum Januar 2018 gelten. Für früher hergestellte Reifen soll es eine Übergangsfrist bis maximal 30. September 2024 geben. Das schreibt der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger (BVS).
Laut dem Sachverständigen-Verband bliebe damit die situative Winterreifenpflicht erhalten, die von deutschen Autofahrern nur bei entsprechenden Wetterverhältnissen geeignete Reifen verlangt. Die Sachverständigen schätzen, dass Autofahrer ohne entsprechend gekennzeichnete Reifen künftig schneller ein Bußgeld kassieren. Auf den Nachweis der Ungeeignetheit der Reifen käme es dann nicht mehr an.
Bridgestone bringt Winterreifen mit Notlaufeigenschaften
News vom 10.03.2016 von Dietmar Fund
Der DriveGuard Winter soll nach einer Reifenpanne noch für bis zu 80 Kilometer Fahrt gut sein.
Unter der Bezeichnung DriveGuard Winter überträgt Bridgestone Notlaufeigenschaften auf Winterreifen. Die neue Reifenfamilie kombiniert die bei Sommerreifen schon angebotene Technik mit der Lauffläche des Winterreifens Blizzak LM001.
Für gute Notlaufeigenschaften sollen verstärkte Seitenwände und spezielle Kühlrippen sorgen, die bei einem Druckabfall die Erhitzung des Reifens durch verstärkte Walkarbeit verringern sollen. Fahrer nahezu aller mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgerüsteter Fahrzeuge sollen deshalb auch bei winterlichen Straßenverhältnissen mit maximal 80 km/h bis zu 80 Kilometer weit fahren können.
Bei ordnungsgemäßem Reifendruck wiederum sollen die hornartig geformten Rillen der Lauffläche Wasser und Matsch schnell abführen. Die Lamellen und die schrägen Profilrillen sollen guten Grip auf gefrorenen Oberflächen bieten.
Der DriveGuard Winter kommt zunächst in zehn Größen für 15- bis 17-Zoll-Felgen der 45er- bis 65er-Serien auf den Markt.
Sparsamerer Conti-Winterreifen für Großraum-Taxis
News vom 11.11.2015 von Dietmar Fund
Für Transporter und ihre Kombi-Varianten will Continental die neueste Generation des VanContact Winter vor allem beim Rollwiderstand verbessert haben.
Der Rollwiderstand der neuesten Generation des Conti-Winterreifens VanContact Winter soll sich gegenüber seinem Vorgängermodell VancoWinter 2 um 15 Prozent verringert haben. Continental führt das in erster Linie auf eine weiterentwickelte Silikamischung zurück, die die Verformung des Reifens verringere. Als zweiten Erfolgsfaktor sehen die Hannoveraner Reifenbäcker die weiterentwickelte Konstruktion.
Weitere Leistungssteigerungen um neun Prozent beim Nassbremsen und fünf Prozent beim Bremsen auf Schnee führt Conti auch auf ein optimiertes Lamellenkonzept zurück. Es erhöhe die Anzahl von Griffkanten in Längsrichtung deutlich.
Den VanContact Winter gibt es fürs Erste in zwölf Dimensionen. Weitere sollen 2016 folgen.
Die zwölf Winterreifen von taxi heute sind verlost
News vom 13.10.2015 von Dietmar Fund
Drei Taxiunternehmer aus Dörpen, Mainz und Rhauderfehn bekommen je einen Satz Winterreifen von den Herstellern Bridgestone, Goodyear Dunlop und Nokian spendiert
Manuela Kösel, Redaktionsassistentin von taxi heute, hat als Glücksfee fungiert und unter Ausschluss des Rechtsweges aus 80 Einsendungen drei Gewinner gezogen, die nun je vier Winterreifen umsonst geliefert bekommen. Die Glückslose fielen auf Thomas Kordes von der gleichnamigen GmbH aus der Samtgemeinde Dörpen, auf den selbst fahrenden Einzelunternehmer Jens Stahlhofen aus Mainz und auf Gisela Bergmann, die Inhaberin von Taxi Erlenborn in Rhauderfehn.
Thomas Kordes wollte für eine E-Klasse von Mercedes-Benz spontan gerne einen Firestone-Reifen haben, den Bridgestone alternativ angeboten hatte. Jens Stahlhofen freut sich, dass er für seinen Opel Insignia Sports Tourer einen Nokian-Winterreifen bekommen kann, weil er mit dieser Marke auf seinem Opel schon gute Erfahrungen gemacht hat. André Bergmann, der bei Taxi Erlenborn für die Technik verantwortlich zeichnet, hat sich für die Marke Dunlop entschieden, die er auf ein T-Modell des Mercedes-Benz E 200 CDI aufziehen möchte.
Die Redaktion von taxi heute dankt herzlich Jan Fröhlich von Bridgestone, Jürgen Wiedemann von Goodyear Dunlop und Dr. Falk Köhler von Nokian. Sie haben die Aktion als Pressesprecher ihrer Marken unterstützt.
Continental will seinen Winterreifen verbessert haben
News vom 12.10.2015 von Dietmar Fund
Die neueste Generation des WinterContact soll auf Schnee und auf trockener Straße besser geworden sein.
Für die gehobene Mittel- und Oberklasse und damit auch für viele Taximodelle hat Continental seinen Winterreifen Continental WinterContact weiterentwickelt. Seine neueste Generation führt das Zusatzkürzel TS 850 P.
Auf seiner Lauffläche haben die Reifenentwickler mehr Profilblöcke untergebracht, sodass die Zahl der Griffkanten in Querrichtung deutlich zugenommen hat. So soll sich der Reifen im Vergleich zum Vorgänger in den Handlingeigenschaften auf Schnee um fünf Prozent verbessert haben.
Für bessere Leistungen auf trockener Fahrbahn haben die Entwickler die Profilblöcke an der Außenschulter des Reifens versteift. Eine verkürzte Seitenwand soll den schnellen Aufbau von Seitenkräften unterstützen.
Für kürzere Bremswege soll ein geänderter mittlerer Bereich der Aufstandsfläche sorgen. Um bis zu fünf Prozent soll sich der neue Winterreifen hier im Vergleich zu seinem Vorgänger verbessert haben.
Goodyear Dunlop bringt zwei verwandte neue Winterreifen
News vom 12.10.2015 von Dietmar Fund
Die beiden Neulinge nutzen gleiche Basistechnologien.
Selbststabilisierende verriegelnde Hybridlamellen sollen zwei neuen Winterreifen von Goodyear und Dunlop genügend Stabilität und Flexibilität geben, um bei jeder Profiltiefe eine gute Balance aus Schnee sowie auf nasser und trockener Fahrbahn zu bieten. Sowohl der neue Goodyear UltraGrip Performance als auch der Dunlop Winter Sport 5 sollen über eine hohe Anzahl von Profilblöcken die Länge der Greifkanten im Profil maximieren. Das soll zu einer besseren Kraftübertragung auf Schnee führen.
Beim Goodyear-Winterreifen wurde im Vergleich zu seinem Vorgänger die Aufstandsfläche vergrößert, was mehr Lamellen unterzubringen erlaubt und die Leistungsfähigkeit auf Eis und Schnee steigern soll. Mit mehr Griffkanten zur Querrichtung wurde der Dunlop-Winterreifen demgegenüber auf bessere Seitenführung hin optimiert. Tiefe Profilrillen sollen Wasser gut ableiten.
Beide Reifen werden in Dimensionen von 15 bis 19 Zoll angeboten. Über 80 Prozent der Reifengrößen erreichen gemäß dem Reifenlabel die Note B bei der Nasshaftung und die Note C beim Rollwiderstand.
taxi heute verlost drei Sätze Winterreifen
News vom 09.09.2015 von Dietmar Fund
Abonnenten des Fachmagazins können mit etwas Losglück je vier Winter- oder Ganzjahresreifen von Bridgestone, Goodyear und Nokian gewinnen.
Jan Fröhlich, Pressesprecher von Bridgestone, bietet für die Verlosung seinen aktuellen Winterreifen Blizzak LM001 an, dessen Größenpalette 2015 auf 38 Dimensionen erweitert worden ist. Er deckt jetzt Felgen von 14 bis 18 Zoll, Querschnitte von 40 bis 70 und die Geschwindigkeitsklassen T, H und V ab. Außerdem ist er in sechs Dimensionen mit Run-Flat-Technologie zu haben. Alternativ dazu kann der Gewinner auch einen Reifen der Konzernmarke Firestone haben.
Goodyear/Dunlop geht in diese Saison mit dem Winterreifen Goodyear UltraGrip Performance, der für leistungsstarke Modelle der Mittel- und Oberklasse entwickelt wurde. Die Konzernmarke Dunlop setzt derzeit auf den Dunlop Winter Sport 5. Traditionell bietet Goodyear auch Ganzjahresreifen an. Für deren neueste Generation Vector 4Seasons könnte sich ein Gewinner ebenfalls entscheiden, schreibt Pressesprecher Jürgen Wiedemann.
Wie Goodyear bietet auch Nokian für die anstehende Umbereifung sowohl Winter- als auch Ganzjahresreifen an. Der neue Weatherproof Allwetterreifen sei ein echter Winterreifen und habe zugleich gute Sommereigenschaften, verspricht Pressesprecher Dr. Falk Köhler. Als weltweit ersten Premium-Winterreifen mit dem Klasse-A-Nassgriff des Reifenlabels bezeichnet Nokian seinen neuen Winterreifen WR D4. Auf den Markt kommt der neue Winterreifen in Dimensionen von 14 bis 20 Zoll und in Geschwindigkeitsklassen von Q bis W. Damit und mit Sondermodellen für die Run-Flat-Technologie deckt der Nokian WR D4 auch viele Taxis und Mietwagen ab.
Zu guter Letzt würde Nokian dem Gewinner auf Wunsch auch Nokian WR SUV3 Winterreifen für schwere SUV oder die neuen WR C3 Transporter-Winterreifen liefern. Der Transporter-Winterreifen ist in 22 Dimensionen zwischen 14 und 17 Zoll zu haben.
Taxi- und Mietwagenunternehmer ab 18 Jahre, die taxi heute abonniert haben, können sich für die auszulosenden Reifen-Sätze mit dem als pdf-Datei herunterladbaren Coupon auf dem Postweg oder per E-Mail redaktion@taxi-heute.de bewerben. Die Teilnehmer müssen ihren Geschäftssitz in Deutschland haben. Redaktionsassistentin Manuela Kösel zieht nach dem Einsendeschluss am 9. Oktober 2015 unter Ausschluss des Rechtsweges die Gewinner. Sie werden postwendend nach ihrer gewünschten Reifendimension gefragt. Mit einem Telefonanruf und dem Empfang einer E-Mail erklären sich die Teilnehmer einverstanden.
Die Reifenhersteller senden die Wunsch-Reifen an einen Reifenhändler oder ein Autohaus, die in der Nähe des Gewinners liegen. Die Felgen und die Montage sind im Gewinn nicht enthalten. Die Barauszahlung ist ausgeschlossen. Von der Verlosung ausgenommen sind die Mitarbeiter der HUSS-VERLAG GmbH sowie deren Angehörige. Die Teilnahme über Gewinnspielportale beziehungsweise Gewinnzentralen und/oder Gewinnforen oder automatisierte Gewinnspiel-Onlinedienste ist ebenfalls ausgeschlossen.
Winterreifen: Premiummarken rücken zusammen
News vom 09.09.2015 von Dietmar Fund
Der aktuelle Test von GTÜ und ACE hat gezeigt, dass sechs von acht Winterreifen von Markenherstellern außer beim Preis sehr eng beieinander liegen.
Die Leistungsunterschiede der Winterreifen von Premiumherstellern sind gering. Ihr Hauptfeld rückt immer enger zusammen. Dieses Fazit ziehen die GTÜ Gesellschaft für technische Überwachung und der ACE Autoclub Europa nach ihrem jüngsten Test von acht Winterreifen der Dimension 225/40 R 17, mit der auch viele Taxis und Mietwagen unterwegs sind.
Mit einem „Sehr empfehlenswert“ haben der Continental WinterContact TS 850 und der Goodyear Ultragrip Performance Gen-1 abgeschnitten, wobei der Conti nur ganz knapp am Goodyear vorbeizog. Als „Empfehlenswert“ stufen die Reifen-Fachleute fünf Fabrikate ein: den Dunlop Winter Sport 5, den Michelin Alpin 5, den Nokian WR D4, den Pirelli Sottozero3 und den Semperit Speed-Grip 2. Als einziger nur ein „Bedingt empfehlenswert“ bekam der Vredestein Winter Xtreme S. Außer ihm falle auch der Semperit wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn etwas zurück, schreiben die Tester.
Sie heben beim Nokian hervor, dass er der günstigste Reifen im Test gewesen sei, aber dennoch in der Summe seiner technischen Eigenschaften einen respektablen fünften Platz erreicht habe. Aufgrund seines Preises sei er so noch am Michelin vorbeigezogen.
Nokian bringt Winterreifen mit Klasse-A-Nassgriff
News vom 02.09.2015 von Dietmar Fund
Der Nokian WR D4 soll beim Nassgriff die beste Klasse A erreichen und damit auf Schneematsch besonders gut sein.
Als weltweit ersten Premium-Winterreifen mit dem Klasse-A-Nassgriff des Reifenlabels bezeichnet Nokian seinen neuen Winterreifen WR D4. Seine optimierten Lamellenblöcke sollen als Schneematsch-Schleuder wirken und so das Aquaplaning auf Schneematsch und auf nasser Fahrbahn wirkungsvoll bekämpfen. Die Silica-Mischung soll außerdem für hohe Verschleißfestigkeit und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch sorgen. Auf den Markt kommt der neue Winterreifen in Dimensionen von 14 bis 20 Zoll und in Geschwindigkeitsklassen von Q bis 160 km/h und W bis 270 km/h. Damit und mit Sondermodellen für die Flat-Run-Technologie dürfte der Nokian WR D4 auch viele Taxis und Mietwagen abdecken.
TÜV SÜD: Erhitzte Winterreifen verschlechtern sich
News vom 17.04.2015 von Dietmar Fund
Die Sachverständigen raten dazu, Winterreifen keinesfalls zu lange zu fahren.
Wenn ein Winterreifen bei sommerlichen Temperaturen unterwegs war und starke Lasten zu tragen hatte, altert und versprödet sein Gummi. Darunter leiden seine Wintereigenschaften. Schon deshalb sollte man Winterreifen nicht zu lange montiert lassen. Darauf weisen die Reifenexperten des TÜV SÜD hin. Sie raten daher dazu, bei der Umbereifung der Faustregel zu folgen, Winterreifen nur von Oktober bis Ostern zu fahren.
Die Sachverständigen raten auch davon ab, Winterreifen, deren Profil nicht mehr für den nächsten Winter reicht, einfach länger montiert zu lassen. Wenn deren Gummi zu weich werde, führe das nicht nur zu erhöhtem Verschleiß und zu erhöhtem Rollwiderstand, sondern auch zu längeren Bremswegen.
Der TÜV SÜD weist auch darauf hin, dass man beim gängigen achsweisen Tausch von vorne nach hinten auf die Vorgaben des Fahrzeugherstellers achten sollte. Einige Hersteller würden von diesem Tausch abraten. Wegen der erhöhten Spurstabilität sollten die Reifen mit dem besten Profil auf jedem Fall an der Hinterachse montiert werden.
Conti-Winterreifen beißt besser zu
News vom 12.10.2014 von Dietmar Fund
Auf Schnee und auf trockener Fahrbahn gleichermaßen soll der neue WinterContact TS 850 P für Mittel- und Oberklasse-Pkw seinen Vorgänger schlagen.
Mit dem asymmetrischen Profil des neuen WinterContact TS 850 P möchte der Reifenhersteller Continental den Zielkonflikt zwischen guten Eigenschaften auf Schnee einerseits und trockener Fahrbahn andererseits entschärfen. Für die gute Verzahnung mit einer trockenen oder nassen Fahrbahn beim Bremsen sollen viele vornehmlich in der Mitte der Lauffläche und auf der nach innen gerichteten Seite des Reifens in Blöcken angeordnete Lamellen sorgen. Die Blöcke stützen sich gegeneinander ab und versteifen sich auf trockener Fahrbahn. Eine verkürzte Seitenwand soll die Quersteifigkeit erhöhen.
Laut dem Leiter der Winterreifen-Entwicklung, Dr. Holger Lange, soll die verkürzte Seitenwand die Reifen nicht anfälliger gegen das Überfahren von Bordsteinen machen. Seinen Aussagen zufolge soll der füe den Verbrauch wichtige Rollwiderstand gegenüber dem Vorgänger weiter gesunken sein.
An den Start geht der neue Winterreifen jetzt mit 20 Größen zwischen 16 und 20 Zoll mit einer Breite zwischen 205 und 275 Millimetern. Die Markteinführung in drei Schritten soll bis 2016 insgesamt 80 Dimensionen abdecken. Für SUV gibt es eine eigene Variante namens WinterContact TS 850 P SUV.
Michelin mit neuer Winterreifen-Generation
News vom 11.02.2014 von Redaktion (allg.)
Für den nächsten Winter haben die Franzosen die fünfte Generation des Winterreifens Alpin entwickelt.
Die Reifenhersteller werden nicht müde, ihren Kunden von immer weiter verbesserten Kompromissen bei Zielkonflikten zu berichten. Da macht auch Michelin bei der Ankündigung des Winterreifens Alpin 5 keine Ausnahme. Die fünfte Generation der Baureihe soll vor allem auf nasser und trockener winterlicher Fahrbahn besser geworden sein.
Der Alpin 5 unterscheidet sich vor allem im Profil und in der Laufflächenmischung von seinem Vorgänger Alpin A4. Das stärker V-förmig ausgeprägte, laufrichtungsgebundene Profil soll Wasser sehr gut zur Seite ableiten. Die Profilblöcke mit höherem Negativanteil und 16 Prozent mehr Lamellen als bisher sollen sich stärker mit Schnee verzahnen, während die Laufflächenmischung mit höherem Silica-Anteil für eine bessere Bodenhaftung auf kalter, nasser Fahrbahn sorgen soll.
Den Michelin Alpin5 gibt es in 27 Dimensionen für Räder von 15 bis 17 Zoll Durchmesser. Dem Trend zu größeren Raddurchmessern entsprechend sind darunter nur zwei 15-Zöller.
EU-Reifenlabel für Winterreifen wertlos
News vom 25.10.2012 von Redaktion (allg.)
Ab dem 1. November ist EU-weit eine neue Reifen-Kennzeichnung gesetzlich vorgeschrieben. Über die Verkehrssicherheit eines Reifens bei winterlichen Straßenverhältnissen sagt das neue Label jedoch nichts aus, kritisieren Fachleute.
Besagtes EU-Label, das ab November für alle ab 1. Juli hergestellten Pneus verpflichtend wird, erinnert optisch an die Einstufung von Elektro-Geräten. Es gibt für Rollwiderstand und Nassgriff Bewertungen von A bis G bzw. A bis F und für das Außengeräusch ein Symbol in Form eines Lautsprechers, bei dem drei Balken zeigen sollen, ob der Reifen besonders leise oder laut abrollt.
Diese Kriterien betreffen aber in erster Linie Sommerreifen – für Winterpneus so wichtige Disziplinen wie Bremsen, Traktion sowie Kurvenhaftung auf Schnee und Eis würden leider nicht erfasst, kritisieren Fachleute.
Viele Experten sind sich zudem darüber einig, dass sich einige Werte des Labels gegenseitig ausschließen. Je besser zum Beispiel die Nasshaftung sei, desto höher sei meist auch der Rollwiderstand – Bestnoten in beiden Disziplinen dürften daher selbst für die besten Pneus kaum zu erreichen sein.
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Prüfung und Ermittlung des jeweiligen Wertes für Rollwiderstand und Nassgriff sowie für das Abrollgeräusch erfolgt lediglich durch die Hersteller selbst und nicht durch ein neutrales Prüfinstitut.
Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) befürchtet deshalb, dass dadurch unsichere Billigimporte auf den Markt gelangen könnten. Der ARDC erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch die Kennzeichnung M+S auf Winterreifen keinesfalls geschützt ist und von den Herstellern nach eigenem Gutdünken vergeben werden kann. Der Club empfiehlt deshalb, nur Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol auf der Flanke zu kaufen, da nur die Vergabe dieses Zeichens von der Erfüllung genormter Testkriterien abhängig ist.
Hinweis der Redaktion: Mehrere einschlägige Automagazine haben die aktuelle Winterreifengeneration bereits getestet. Welche Reifen bei welchem Test am besten abgeschnitten haben, können Sie in der November-Ausgabe von taxi heute nachlesen, die am 29. Oktober erscheint.
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(sk)
Winterreifen-Tests: Das sind die Sieger-Pneus
News vom 27.09.2011 von Redaktion (allg.)
Der derzeitige Altweibersommer sollte nicht darüber hinwegtäuschen: Der Winter steht vor der Tür und mit ihm auch der Umstieg auf Winterreifen. ACE, GTÜ, ADAC und Stiftung Warentest haben die aktuellen Modelle unter die Lupe genommen.
Beim jüngsten Test von ADAC und Stiftung Warentest wurden acht Gummis der Größe 195/65 R15 T untersucht. Nur einer fiel bei den Testern durch: Der Trayal Arctica verursachte den höchsten Kraftstoffverbrauch, erzeugte ein lautes Geräusch und hatte deutliche Schwächen auf Schnee und Eis. Außerdem schnitt er auf nasser Fahrbahn sehr schwach ab – ein „mangelhaft“ war die Konsequenz.
Sechs Winterreifen dieser Größe halten die Prüfer von ADAC und Stiftung Warentest für empfehlenswert. Der Continental ContiWinterContact TS830 und der Semperit Speed-Grip2 überzeugten durch den geringsten Verbrauch. Bestnoten auf Nässe bekam der Goodyear UltraGrip8. Der Dunlop SP Winter Sport 4D überzeugte gleichermaßen in vielen Einzelkriterien und befindet sich somit insgesamt auf einem hohem Qualitätsniveau. Über die niedrigsten Verschleißwerte verfügt der Michelin Alpin A4. Der Pirelli Winter 190 Snowcontrol Serie 3 verdient die gute Note unter anderem wegen seiner Leistungen auf Eis.
Beinahe die gleichen Reifentypen hatten zuvor auch der ACE Auto Club Europa und die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung empfohlen. Die Organisationen hatten Pneus der Größe 205/55 R 16 91 einem harten Praxistest in den Alpen und auf einer speziellen Reifenteststrecke unterzogen.
Als Testsieger nach Punkten fuhr der Goodyear Ultra Grip 8 durchs Ziel, gefolgt vom Preis-Leistungssieger Semperit Speed Grip2. Ebenfalls mit der Note „sehr empfehlenswert“ bewerteten die Experten den Continental WinterContact TS 830, den Dunlop SP Winter Sport 4D und den Pirelli Snowcontrol Serie3. Mit „empfehlenswert“ schnitten die Winterreifen Nokian WR D3 und der Michelin Alpin A4 ab. Letzter im Test von ACE und GTÜ wurde mit „bedingt empfehlenswert“ der Fulda Kristall Control HP, der in mehreren Disziplinen deutlich schwächelte.
Hinweis der Redaktion: In der taxi heute-Printausgabe 11/2011 finden Sie ein großes Special mit allem Wissenswerten zu Winterreifen sowie einer Marktübersicht zu den für Taximodelle gängigsten Größen. taxi heute 11/2011 erscheint am 17. Oktober.
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(sk)
Die Winterreifenpflicht kommt
News vom 30.11.2010 von Redaktion (allg.)
Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag dem Gesetzesentwurf des Verkehrsministeriums zur Neuformulierung der StVO in Bezug auf die Winterbereifung zugestimmt. Wer in Zukunft mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen unterwegs ist, riskiert hohe Bußgelder.
Die neue Verordnung tritt voraussichtlich zum Ende dieser Woche mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft und bezieht sich ausdrücklich nicht auf einen bestimmten Jahreszeitraum, sondern regelt, dass bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis oder Reifglätte“ Reifen mit der M+S-Kennzeichnung aufgezogen sein müssen. Auch Ganzjahresreifen, die über diese Markierung verfügen, sind demnach erlaubt.
Wer hingegen bei den genannten Witterungsverhältnissen mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt 40 Euro statt bisher 20 Euro, behindert er damit zusätzlich den Straßenverkehr, wird er zukünftig mit 80 Euro statt 40 Euro zur Kasse gebeten. Hinzu kommt dann ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.
(sk)
Winterreifenpflicht: Bußgelder sollen verdoppelt werden
News vom 26.10.2010 von Redaktion (allg.)
Wer nach dem Inkrafttreten der geplanten neuen Winterreifenverordnung bei Schnee, Eis und Matsch mit Sommerreifen unterwegs ist, soll dafür künftig doppelt so viel Bußgeld berappen müssen als bisher.
Nach einem Entwurf des Bundesverkehrsministeriums, der noch der Zustimmung durch den Bundesrat bedarf, soll mit der neuen Winterreifenverordnung auch eine Erhöhung der Bußgelder einhergehen. 40 Euro statt wie bisher 20 Euro sieht der Entwurf als Strafe für Autofahrer vor, die im Winter ohne geeignete Bereifung unterwegs sind. Im Falle einer dadurch verursachten Verkehrsgefährdung soll das Bußgeld ebenfalls verdoppelt werden (80 statt 40 Euro). Hinzu kommt im Gefährdungsfall wie bisher ein Punkt in Flensburg. Die neuen Strafen scheinen also festzustehen, unklar ist hingegen noch immer, wie die neue Verordnung im Wortlaut letztendlich aussehen soll und wann sie in Kraft treten wird. Nach Angaben des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) will das Ministerium den § 2 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung wie folgt ändern: „Bei Schneeglätte, Schneematsch, Reifglätte oder Glatteis darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Aufbau für die genannten Wetterverhältnisse ausgelegt sind (Winterreifen).“ Eine jahreszeitliche Vorgabe ist demnach nicht geplant. Der ARCD vermisst in dem Entwurf eine erkennbare qualitative Kennzeichnung eines Winterreifens. Denn die nicht geschützte und auch nicht mit Prüfkriterien hinterlegte Bezeichnung „M+S“ (für „Matsch und Schnee“) auf der Reifenflanke gebe so gut wie gar keinen Aufschluss über die tatsächlichen Winterqualitäten eines Pneus. Viel aussagekräftiger sei das in den USA konzipierte, von den meisten Markenherstellern verwendete Schneeflocken-Symbol. Aber auch das sei rechtlich nicht geschützt und könne ohne geeignete Zulassungsvorschriften leicht auf völlig ungeeignete Billigimporte kopiert werden – wie das heute bereits der Fall sei. Die Automobilclubs ARCD, ACE und ADAC kritisieren zudem unisono die fehlende Festschreibung des zulässigen Mindestprofils, das nach Auffassung aller Experten bei mindestens vier Millimetern liegen muss, um eine Wintereignung des Pneus zu garantieren. Ob das Verkehrsministerium auf die Kritik reagiert und die Verordnung in puncto Profiltiefe nachbessern wird, ist unklar. Ins Rollen gekommen war die Diskussion rund um die Winterbereifung durch ein Urteil des OLG Oldenburg, das die seit 2006 gültige Vorschrift zur „geeigneten Bereifung“ als zu vage formuliert und verfassungswidrig eingestuft hatte. Mit der Thematik Winterreifen beschäftigt sich auch unser Thema des Monats Oktober.
Taxat-Winterreifen ab sofort beim Händler
News vom 12.10.2010 von Redaktion (allg.)
Der von Mercedes speziell für das Taxigewerbe entwickelte Winterreifen „Taxat“ ist ab sofort beim Händler bestellbar – allerdings nicht für die neueste Generation der W- bzw. S 212-er Reihe.
Dort bietet die Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) seinen Taxi-Kunden Michelin-Winterkompletträder in der Dimension 225/55 R 16 99 H mit einer Original Mercedes-Benz Leichtmetall-Felge „9 Speichen Classic“. Für die Vorgänger-Baureihe, den W 211-er, gibt es zwar den Taxat, allerdings nur als Winterkomplettrad in den Größen 205/55 R 16 und 205/60 R 16. Die Bereifung ist außerdem für Taxis der B-, C- und E-Klasse der Baureihen 204, 211 und 245 verfügbar. Für alle anderen Baureihen (202 bis 245) der B-, C- und E-Klasse ist der Taxat-Winterreifen in den Dimensionen 205/55 R 16 91 H, 195/65 R15 91T und 215/55 R16 93H auch ohne Felge erhältlich. Taxat-Winterräder und –reifen bieten durch niedrige Abrollgeräusche und ausgewogene Federungseigenschaften einen hohen Fahrkomfort. Zudem verringert das rollwiderstandsenkende Profil die Treibstoffkosten. Die spezielle Gummimischung ermöglicht zusätzlich einen gleichmäßigen Abrieb und erhöht somit die Laufleistung. Hinweis der Redaktion: Seit einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg im Juli dieses Jahres, in dem die bislang geltende sogenannte situative Winterreifenpflicht der Straßenverkehrsordnung für verfassungswidrig erklärt wurde, ist die Verunsicherung groß, wann Winterreifen in Deutschland aufgezogen sein müssen. Unser Thema des Monats Oktober gibt darauf Antworten. Foto: Daimler AG
Chaos um die Winterreifenpflicht
News vom 04.10.2010 von Redaktion (allg.)
Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg, das die in der StVO enthaltene "situative Winterreifenpflicht" für unzulässig erklärte, ist die Verwirrung groß. Unser Thema des Monats Oktober beschäftigt sich mit den rechtlichen und sicherheitsrelevanten Aspekten der Winterbereifung.
Können nach dem gerichtlichen Kippen der Winterreifenregelung noch Bußgelder verhängt werden? Was sagt der Gesetzgeber, was die Kaskoversicherung? Winter-Pneus oder Ganzjahresreifen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt unser aktuelles Thema des Monats. Passend dazu beschäftigt sich auch unsere Frage des Monats mit der richtigen Winterbereifung. Wir möchten gerne von Ihnen wissen, worauf Sie beim Reifenkauf besonderen Wert legen. Hier können Sie abstimmen. Foto: Pixelio / Rainer Stur
ADAC-Winterreifentest: Stehst Du schon oder rollst Du noch?
News vom 28.09.2010 von Redaktion (allg.)
Von den 28 Modellen im aktuellen Test von ADAC und Stiftung Warentest hat zwar in der Gesamtwertung kein einziger Reifen die Bestnote erreicht, in jeder der beiden untersuchten Größen gibt es jedoch drei mit "gut" bewertete Reifen.
In der kleinen Dimension (185/65 R15 88T) sind das der Dunlop SP Winter Sport 3D MO mit der Bestnote (2,1) auf Nässe, der Goodyear UltraGrip 7+, der laut ADAC auf Eis recht guten Halt entwickelt, und der Esa-Tecar Super Grip 7. Bei den größeren Reifen (225/45 R 17 91&94 H) liegen der Michelin Alpin A4, der trotz geringem Verschleiß auch mit der Bestnote auf Nässe aufwarten kann, der schneestarke Continental WinterContact TS830P sowie der sehr ausgewogene Dunlop SP Winter Sport 3D vorne. Die drei "mangelhaft" abschneidenden Reifen kommen allesamt aus China und zeigen meist gleich in mehreren Teildisziplinen katastrophale Leistungen. Bei einer Vollbremsung aus 100 km/h auf nassem Asphalt kamen der Star Performer Winter und der Westlake SW601 Snowmaster 18 beziehungsweise 22 Meter später zum Stehen als der jeweils beste Vergleichsreifen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Autos mit den Chinapneus noch mit unglaublichen 46,5 beziehungsweise 52,2 km/h unterwegs! Fazit des ADAC: Bei der Wahl seiner Winterreifen sollte der Preis nur ein untergeordnetes Kaufargument sein. Allerdings lohne es sich durchaus, zu vergleichen. So hat der Automobilclub für ein und dasselbe Modell Preisspannen bis zu 34 Euro pro Reifen bei den 185ern und bis zu 81 Euro bei den teureren 225ern festgestellt. Foto: ADAC
Winterreifenpflicht ist verfassungswidrig
News vom 20.07.2010 von Redaktion (allg.)
Trotz der momentan sommerlichen Rekordtemperaturen: Dieses Urteil sollten sich Taxler schon jetzt merken: Das OLG Oldenburg hat den Bußgeldtatbestand für eine "Winterbereifungspflicht" in der Straßenverkehrsordnung für verfassungswidrig erklärt.
Nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg darf das Fahren mit Sommerreifen im Winter, das zu keiner konkreten Verkehrsgefährdung führt, nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. Das OLG hält den entsprechenden Tatbestand in der Straßenverkehrsordnung in seiner konkreten Ausgestaltung für verfassungswidrig. Der Gesetzgeber sei nach dem Grundgesetz verpflichtet, die Voraussetzungen für eine Strafbarkeit oder Ordnungswidrigkeit so konkret zu umschreiben, dass der Anwendungsbereich für den Einzelnen erkennbar sei oder sich durch Auslegung ermitteln lasse. Dies sei bei der betroffenen Vorschrift der StVO nicht der Fall, meint das OLG. Weder gesetzlichen noch technischen Vorschriften sei zu entnehmen, welche Eigenschaften Reifen für bestimmte Wetterverhältnisse haben müssten. Das gelte auch für Winterreifen. OLG Oldenburg, Beschluss vom 9. Juli 2010, Az.: 2 SsRs 220/09 Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Einsparpotential beim Winterreifenkauf
News vom 24.10.2007 von Redaktion (allg.)
Passend zu unserem Schwerpunkt Winterreifen in der eben erschienenen Printausgabe der taxi heute wurde jetzt eine Studie bekannt, nach der sich beim Reifenkauf im Internet eine Menge Geld sparen lässt.
Im Rahmen einer repräsentativen Studie hat das E-Commerce-Center (ECC) Handel am Institut für Handelsforschung (IfH) der Universität Köln festgestellt, dass Winterreifen im Onlineshop unter www.reifendirekt.de am preiswertesten angeboten werden. Das IfH hat demnach für seine Erhebung bei 20 zufällig ausgewählten Filialen von stationären Reifenhändlern – unter anderem ATU, Euromaster und Vergölst – die Preise für Winterreifen abgefragt und mit denen der Delticom-Plattform verglichen. Basis hierfür bildeten 21 zufällig ausgewählte, unterschiedliche Winterreifen. Telefonisch abgefragt wurden dabei im Zeitraum September und Oktober 2007 Reifengrößen zwischen 175/65 R14 T und 225/45 R17 V XL der Marken Bridgestone, Continental, Dunlop, Fulda, Goodyear, Michelin und Pirelli sowie das jeweils preisgünstigste Angebot. Das Ergebnis: Sucht ein Kunde einen spezifischen Markenreifen, kann er bei Delticom durchschnittlich 24,95 Euro je Reifen sparen. Wird markenunabhängig ein Reifen einer bestimmten Größe angefragt, so liegt der günstigste Delticom-Preis im Schnitt sogar 42,95 Euro niedriger als der durchschnittlich günstigste Preis bei den stationären Händlern. Und: ADAC-Mitglieder bekommen bei ReifenDirekt.de zusätzlich noch einmal 3 Prozent Rabatt auf alle Pkw-Reifen. Üblicherweise werden die Reifen innerhalb von zwei bis drei Werktagen versandkostenfrei geliefert. ReifenDirekt.de verfügt über ca. 4.800 Montagewerkstätten in Deutschland, die zum online ersichtlichen Festpreis die Reifen montieren. Von diesen Werkstätten lagern zahlreiche Partner die Sommerreifen auch ein.
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