Wuppertaler Stadtwerke erproben On-Demand-Verkehr

Mit der Software von ViaVan werden zunächst sechs elektrisch angetriebene LEVC TX mit eigenen Fahrern eingesetzt, was die örtliche Taxi-Zentrale sehr enttäuscht hat.

Wie die Verkehrsbetriebe anderer Kommunen haben sich auch die Wuppertaler Stadtwerke für das Modell LEVC TX entschieden. (Foto: Wuppertaler Stadtwerke)
Wie die Verkehrsbetriebe anderer Kommunen haben sich auch die Wuppertaler Stadtwerke für das Modell LEVC TX entschieden. (Foto: Wuppertaler Stadtwerke)
Dietmar Fund

Ab Ende Oktober 2020 bedienen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) in drei Stadtvierteln einen On-Demand-Verkehr mit zunächst sechs elektrisch angetriebenen und mit einer Rollstuhlrampe ausgestatteten LEVC Siebensitzern vom Typ TX. Die „WSW-Cabs“ verkehren in einem 50 Quadratkilometer großen Gebiet, in dem über 132.000 Menschen leben.

Die Fahrzeuge werden über die „Hol mich!-App“ der WSW gebucht. Sie verkehren zwischen 4.000 virtuellen Haltestellen. Zur Verfügung stehen sie von Montag bis Donnerstag zwischen 6 und 22 Uhr, an Freitagen und Samstagen von 6 Uhr bis 3 Uhr in der Frühe und an Sonntagen von 8 bis 22 Uhr.

Außer der Bestellung läuft auch die Bezahlung digital. Bezahlen können die Kunden entweder mit einer Kreditkarte oder über den Bezahldienst PayPal.

Entwickelt hat die App der Systemanbieter ViaVan, der die Fahrzeuge auch betreibt. Der Versuch ist bis Ende 2021 befristet.

Laut den WSW soll die Taxi-Zentrale Wuppertal das Projekt eng mitbetreuen. Dazu erklärte allerdings Zentralen-Geschäftsführer Nico Höttges, er und seine Kollegen seien von den Stadtwerken enttäuscht. Sie hätten gehofft, als Partner für die elektrisch angetriebenen und auf die WSW gebrandeten Fahrzeuge mitwirken und die Fahrer stellen zu können. Bei einer Ausschreibung sei stattdessen mit ViaVan ein Anbieter zum Zuge gekommen, der bisher immer beteuert habe, nur die Software für derartige Verkehre liefern zu wollen.

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