Murnau startet On-Demand-Projekt omobi

Am bayerischen Alpenrand kommt die Ridepooling-Software von door2door zum Zuge.

Im Gegensatz zu einem ähnlichen Ridepooling-Projekt von door2door in Freyung hat der omobi recht lange Einsatzzeiten. (Foto: omobi)
Im Gegensatz zu einem ähnlichen Ridepooling-Projekt von door2door in Freyung hat der omobi recht lange Einsatzzeiten. (Foto: omobi)
Dietmar Fund

Seit Anfang Juli können die rund 12.000 Einwohner der Gemeinde Murnau am Staffelsee von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr den „omobi“ bestellen. Es handelt sich dabei um ein Ridepooling-Projekt des gleichnamigen ortsansässigen Start-Ups, das die Ridepooling-Software von door2door verwendet.

Wie bei dessen Software üblich, verkehrt die eingesetzte V-Klasse, die nur sieben Sitze hat, als Ortsbus zwischen rund 200 virtuellen Haltestellen, die die Nutzer über eine Bestell-App als Ausgangs- und Zielorte auswählen können. Fahrten in dieselbe Richtung werden gebündelt. Jede Fahrt kostet zwei Euro pro Fahrgast und Fahrt. Bestellen kann man nach vorheriger Registrierung auch telefonisch oder bei „Partnerstellen“, zu denen ein Hotel und mehrere Läden gehören.

Vorausbuchungen sind möglich, werden aber ausschließlich über die App abgewickelt. Bezahlt wird die Fahrt entweder über die App, bei der eine Kreditkarte oder ein PayPal-Konto hinterlegt werden müssen, oder bar sowie mit Giro- oder Kreditkarte im Fahrzeug selbst. Rollstuhlfahrer können nur mitfahren, wenn sie sich auf einen Sitz umsetzen können.

Das Kürzel omobi steht für Oberland Mobilität. Die Unternehmensgründer Robert Schotten und Clemens Deyerling stammen aus der Region, die sich Oberland nennt. Sie wollen die Mobilität der Bewohner in der ländlichen Region ohne Auto verbessern. Das Unternehmen arbeitet passenderweise im „InnovationsQuartier“ in Murnau.

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