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Stuttgarter Straßenbahnen starten On-Demand-Sammelverkehre

Unter dem Namen SSB Flex können zunächst zehn Mercedes-Benz V-Klassen und B-Klassen per App gebucht werden.
Die Fahrer von SSB Flex sind entweder speziell ausgebildet oder Busfahrer. (Foto: SSB)
Die Fahrer von SSB Flex sind entweder speziell ausgebildet oder Busfahrer. (Foto: SSB)
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Dietmar Fund

Nach eigenen Angaben als erster bundesweiter On-Demand-Service mit einer Liniengenehmigung haben die Stuttgarter Straßenbahnen AG am 1. Juni 2018 ihren Mobilitätsdienst SSB Flex gestartet. Auf der moovel-on-demand-Plattform der Daimler-Mobilitätstochter können Fahrgäste per App eine Sammelfahrt zwischen virtuellen Haltepunkten zur Ergänzung des bestehenden Stadtbahn- und Busangebotes buchen.

Der neue Service wird in den Stadtteilen Bad Cannstatt und Degerloch von Montag bis Samstag zwischen 6 und 21 Uhr angeboten und von Donnerstag bis Samstag außerdem von 21 Uhr bis 2 Uhr des Folgetages. Zusätzlich sind die Fahrten in der Stuttgarter Innenstadt ebenfalls donnerstags bis samstags von 21 Uhr bis 2 Uhr in der Frühe buchbar. Der Fahrgast bekommt für seinen Fahrtwunsch in der Regel mehrere Alternativen unter Nutzung auch anderer Verkehrsmittel samt ihren Kosten und dem damit verbundenen Zeitaufwand vorgeschlagen und kann sich dann innerhalb einer Minute für eine Variante entscheiden.

Bezahlt wird über die App per Kreditkarte oder Paypal. Wer eine Zeitkarte oder ein Tagesticket hat, fährt billiger. Der Fahrpreis sinkt auch, wenn eine Fahrt gleich für mehrere Fahrgäste gebucht wird.

Insgesamt setzt der Betreiber zehn Fahrzeuge ein. Zum einen die Mercedes-Benz V-Klasse mit fünf Fahrgastplätzen im Fond, zum anderen ein paar der letzten B-Klassen mit Elektroantrieb mit drei Sitzplätzen im Fond.

Das neue Angebot läuft bis Ende 2019 als Pilotprojekt. Es baut auf einem Pilotbetrieb auf, der zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 gelaufen war. Anlässlich des Projektstarts erklärt moovel, man wolle „gemeinsam mit Städten und Verkehrsverbünden“ an Lösungen arbeiten, um „gesamtheitlich urbane Mobilität weiterzuentwickeln“. Von einer Zusammenarbeit mit dem Taxigewerbe oder mit Taxizentralen ist nicht die Rede.
 

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