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Neuer Sprinter: Taxi-Kunden profitieren hauptsächlich von neuen Sitzen

Den neuen großen Transporter von Mercedes-Benz gibt es zwar nun auch mit Frontantrieb und einer Neungang-Wandlerautomatik, aber beide Neuerungeni sind im Tourer nicht erhältlich.
Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, Transporter-Chef Volker Mornhinweg und Personalvorstand Wilfried Porth stellten das neue Fahrzeug in Duisburg vor. (Foto: Dietmar Fund)
Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, Transporter-Chef Volker Mornhinweg und Personalvorstand Wilfried Porth stellten das neue Fahrzeug in Duisburg vor. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Bei der statischen Vorstellung des neuen großen Mercedes-Transporters Sprinters in Duisburg verwiesen die Manager von Daimler stolz auf den neuen Vorderradantrieb, der die Einstiegshöhe um acht Zentimeter absenkt. Das hätte prinzipiell auch für den Personentransport interessant sein können, in dem jeder fünfte Sprinter überhaupt eingesetzt wird. Doch die bestuhlten Varianten, die nun nicht mehr Kombi, sondern Tourer heißen, werden weiterhin nur mit Heck- oder Allradantrieb angeboten.

Dadurch kommen Taxi- und Mietwagenunternehmer fürs Erste auch nicht in den Genuss der Neungang-Wandlerautomatik, die mit dem quer eingebauten Motor im Fronttriebler als Alternative zur Sechsgang-Handschaltung angeboten wird. Beim Heckantrieb bleibt es bei der bekannten Siebengang-Wandlerautomatik. Sie ist mit allen Leistungsstufen kombinierbar und nun auch bei den Varianten mit Allradantrieb erhältlich.

Vorerst bleibt es auch bei dem aus der bisherigen zweiten Generation des Sprinter bekannten Dieselmotor OM 651. Ihn gibt es mit der Abgas-Einstufung Euro 6/VI mit 120 kW und einem maximalen Drehmoment von 360 Newtonmetern, mit 105 kW und 330 Newtonmetern und mit 84 kW und 300 Newtonmetern. Mittelfristig soll aber der aus der aktuellen E-Klasse bekannte neue 2-l-Dieselmotor auch im Sprinter kommen. Mit ihm könnte dann auch in allen Antriebsvarianten die Neungang-Wandlerautomatik Einzug halten.

Die Fahrer der aufwändiger ausgestatteten Sprinter dürfen hoffen, dass ihr Chef ihnen einen vielfältig verstellbaren Fahrersitz mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) bestellt. Neben ihnen ist auf jeden Fall auch auf dem Mittelsitz genug Platz für Erwachsene, und zwar auch in den Schaltwagen. Optimale Kniefreiheit herrscht dort in den Automatik-Varianten, deren Wählhebel hinter dem Lenkrad und nicht mehr auf einer Konsole sitzt – es sei denn, man hat die zwei ausladenden Flaschenhalter aus Hartplastik mitbestellt.

Im Fond wollen die Entwickler den Sitz- und den Geräuschkomfort verbessert haben. Die neu geformten Sitze haben jetzt auf Wunsch nach vorn ausziehbare Getränkehalter und Ablage- und Anschlussmöglichkeiten für Smartphones soll man auch bestellen können. Ob das Gestühl tatsächlich wie versprochen von nur einem Mann leicht aus- und eingebaut werden kann, ließ sich nicht nachprüfen. Nicht einmal das Abklappen der Sitzlehnen funktionierte bei den Demofahrzeugen richtig.

Ab Juni soll die neue Generation des Sprinters ausgeliefert werden. Anders als beim ehemaligen Produktionspartner und nunmehrigem starkem Wettbewerber VW Crafter sollen die Tourer-Varianten nicht nennenswert später anrollen als die Kastenwagen. Den von EvoBus gebauten Sprinter Mobility soll es bei der dritten Generation ebenso wieder geben wie die Minibusse aus dem Werk Dortmund.

Damit sich die Aufbauhersteller nicht völlig umstellen müssen, sind deren Anknüpfungspunkte gleich geblieben. Das dürfte beispielsweise den Einbau von Systemböden erleichtern, die wechselweise mit Einzelsitzen oder Rollstuhlverankerungen bestückt werden können.
 

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