Taxi-Scheine: Bayern hat Interims-Lösung für Fachkunde

Ab dem 2. August soll der Führerschein für die Fahrgastbeförderung erst einmal ohne Fachkunde und nur für drei Jahre ausgestellt werden.

Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer soll bei ihrem CSU-Kollegen Andreas Scheuer bereits Druck gemacht haben, damit sein BMVI bei der Fachkunde in die Gänge kommt. (Foto: StMB)
Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer soll bei ihrem CSU-Kollegen Andreas Scheuer bereits Druck gemacht haben, damit sein BMVI bei der Fachkunde in die Gänge kommt. (Foto: StMB)
Dietmar Fund

Das Bundesland Bayern hat eine Lösung für die nicht rechtzeitig fertiggestellte Fachkunde gefunden, für die das von seiner Regierungspartei CSU geführte Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verantwortlich ist. Ab dem 2. August 2021 sollen Fahrerlaubnisse zur Fahrgastbeförderung (FzF) unter Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen zunächst für drei statt fünf Jahre ausgestellt werden. Sobald die Fachkunde kommt, muss sie innerhalb eines Jahres nachgewiesen werden. Das berichtete Christian Linz, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen, am 10. Juli 2021 bei der virtuellen Vorbereitung des Gründungstreffens der „Pastoralen Taxi-Erfa-Gruppe“. Es findet am 17. Juli im Schulungszentrum der Taxi Nürnberg eG statt, deren Vorstand der Mehrwagenunternehmer ist.

Die Information bestätigte Markus Gossmann, Vorstandsvorsitzender der Fachvereinigung Personenverkehr Nordrhein – Taxi und Mietwagen e.V. aus Monheim. Der Unternehmer aus dem Oberbergischen Kreis wird sich ebenfalls in die neu zu gründende Pastorale Taxi-Erfa-Gruppe einbringen, die ein Gegenstück zur „urbanen“, bereits bestehenden Taxi-Erfa-Gruppe großstädtischer Mehrwagenunternehmer sein soll.

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