Pastorale Taxi-Erfa-Gruppe begann virtuell

Zur Vorbereitung des persönlichen Treffens am 17. Juli 2021 beschnupperten sich einige Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Woche zuvor erst einmal am Bildschirm. Weitere Interessenten aus ländlichen Regionen dürfen sich gerne noch melden.

Bei diesem Screenshot von der virtuellen Vorbereitung war Gastgeber Christian Linz in der oberen Reihe der zweite von rechts. (Screenshot: Dietmar Fund)
Bei diesem Screenshot von der virtuellen Vorbereitung war Gastgeber Christian Linz in der oberen Reihe der zweite von rechts. (Screenshot: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Taxi- und Mietwagenunternehmer und –unternehmerinnen müssen ihre Erfahrungen untereinander austauschen und möglichst gemeinsam auftreten. Das gelingt am besten, wenn die Hintergründe vergleichbar sind. Deshalb hat Christian Linz, Begründer der Taxi-Erfa-Gruppe für Mehrwagenbetriebe in größeren und Großstädten, nun auch die „Initialzündung“ für eine „Pastorale Taxi-Erfa-Gruppe“ gegeben. Zusammen mit dem Hornberger Markus Schmid, Vorsitzender der Taxi Ortenau e.V., und dessen Dauergast Uwe Wieland aus Schongau lädt Linz am Samstag, dem 17. Juli 2021 ab 10 Uhr zu einem ersten Treffen ins Schulungszentrum der Taxi Nürnberg eG ein, deren Vorstand er ist.

Bei der virtuellen Vorbereitung des auf einen Tag angelegten Treffens am 7. Juli erklärte Linz erst einmal, wie er auf den Begriff „Pastorale Taxi-Erfa-Gruppe“ gekommen ist. Das habe mit Pastoren und der Kirche nichts zu tun, erklärte der Unternehmer, der häufig Predigten für steuerehrliches Arbeiten hält. Vielmehr habe er einfach geschaut, was der Gegenbegriff zu „urban“ sei, und sei so auf „pastoral“ gestoßen. Die Unternehmer aus ländlichen Regionen könnten sich meist nicht einer bestehenden Zentrale anschließen, sondern müssten eine eigene betreiben, worin er einen der grundlegenden Unterschiede beider Gruppen sehe.

Für das Gründungstreffen in Nürnberg haben sich bislang Vertreter von 15 Betrieben gemeldet. Im Gegensatz zur städtischen Taxi-Erfa-Gruppe stehen auf der Anmeldeliste auch mehrere Unternehmerinnen. Die bisher angemeldeten Betriebe stammen unter anderem aus Amberg, Altötting, Coburg, Hersbruck, Hof, Passau, Pfarrkirchen, Schwandorf und Straubing. Vier von ihnen hat taxi heute bereits besucht und vorgestellt. Aus der bisherigen Taxi-Erfa-Gruppe sind auch die beiden Schwestern Jessica Rose und Natalie Priller von Dreiflüsse-Taxi in Passau sowie Wiland Brodka aus Büttgen bei Düsseldorf mit dabei, der seinen Betrieb verkleinert und seinen Schwerpunkt aus der Stadt aufs Land verlegt hat.

Am Samstag, dem 17. Juli schaltet der Gastgeber per Video auch Michael Müller zu, den Präsidenten des Taxi- und Mietwagenverbands Deutschland (TMV). Als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmen ist Linz in diesem Bundesverband ebenso aktiv wie der Schongauer Uwe Wieland. Ein weiterer Vortrag beim ersten Treffen kommt von Rechtsanwalt Markus Zaus aus Hersbruck, der seit langem Taxibetriebe berät und über die richtige Abwicklung von Verkehrsunfällen mit Taxis berichtet.

Christian Linz und seine beiden Mitstreiter laden weitere Unternehmerinnen und Unternehmer aus ländlichen Regionen ein, die mindestens zehn Fahrzeuge einsetzen und sich dem Grundsatz steuerehrlichen Arbeitens verpflichtet fühlen. Gerne empfangen sie auch Unternehmer oder Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund. Bislang ist Sinan Ünlühan aus Nürnberg der Einzige, den sein Kompagnon Christian Linz aber salopp als Beutegermane bezeichnet, weil er in Franken aufgewachsen ist und perfekt Deutsch spricht. Ihre Anmeldung sollten sie bitte per E-Mail an Christian Linz schicken (clinz@taxi-nuernberg.de).

Auf die Idee, zusammen mit dem Münchner Unternehmer Peter Köhl eine erste Taxi-Erfa-Gruppe zu gründen, kam der Nürnberger Mehrwagenunternehmer übrigens durch Kontakte mit einem Spielwarenhändler. Der hatte eine solche Gruppe in seiner Branche aufgebaut. Eine Erfa-Gruppe gibt es auch seit langem in der Bus-Branche.

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