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FCA und PSA machen kurzen Prozess

Die Franzosen und die Italiener arbeiten intensiv an einem Zusammenschluss, dessen Folgen für die Taxi- und Mietwagen-Welt noch nicht absehbar sind.

Der Peugeot 508 SW wurde im Dezember 2018 vorgestellt, doch sein Taxi-Paket lässt noch immer auf sich warten. (Foto: Dietmar Fund)
Der Peugeot 508 SW wurde im Dezember 2018 vorgestellt, doch sein Taxi-Paket lässt noch immer auf sich warten. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Die Automobilkonzerne Groupe PSA und FCA Group möchten in den nächsten Wochen ein „Memorandum of Understanding“ erarbeiten, das ihren Zusammenschluss vorsieht. Die Aktionäre beider Gruppen sollen je 50 Prozent der Geschäftsanteile halten. Der Sitz des neuen Unternehmens soll in den Niederlanden sein. Das haben die Franzosen und die Italiener am 31. Oktober 2019 mitgeteilt.

Damit würden die Marken Citroen, DS, Opel und Peugeot unter ein gemeinsames Dach mit den italienischen Marken Alfa Romeo, Fiat und Fiat Professional sowie den amerikanischen Marken Chrysler, Dodge und Jeep und ein paar kleineren Marken kommen. Es würde gemessen an den verkauften Fahrzeugen die viertgrößte Automobil-Gruppe der Welt entstehen. Sie stünde die ersten fünf Jahre lang unter Leitung des PSA-Chefs Carlos Tavares.

Mit dem Zusammenschluss wollen beide Markenwelten Synergien suchen und gemeinsam elektrische und autonom fahrende Fahrzeuge entwickeln. Sie wollen auf Fiats Stärke in Nord- und Südamerika und Peugeots Verankerung in Europa bauen. Vom wichtigen Markt China indes ist nicht die Rede, ebenso wenig von einer Ausweitung von Opel-Exporten beispielsweise nach Nordamerika.

Die beiden Partner betonen, dass sie hohe Synergien über gemeinsame Plattformen, Antriebstechnologien und Fertigungen erreichen möchten. Diese Schätzungen würden nicht auf der Schließung von Fabriken beruhen, schreiben die Konzerne. Das heißt aber bestimmt nicht, dass solche nicht in die Diskussion kommen werden, um noch höhere Synergien zu erzielen.

Taxi-mäßig sind beide Markenwelten auf dem deutschen Markt relativ schlecht aufgestellt. Fiat und Fiat Professional haben immerhin noch den Taxi-Ansprechpartner Norbert Wiederschein, auch wenn der sich mit um Handicap-Themen kümmern muss. Bei Citroen und Peugeot macht sich schmerzlich bemerkbar, dass der ehemalige „Strippenzieher“ Bernd Große Holtforth seit geraumer Zeit zu den Wohnmobilen abgewandert ist.

Bei Opel machen aktive Händler wie Paul Bauer in Köln oder das Autohaus Siebrecht in Uslar in Sachen Taxi mehr von sich reden als die Rüsselsheimer selbst. Die haben noch immer nicht geklärt, ob es weiterhin Werksumbauten durch die Tochter OSV geben soll.

Immerhin haben Taxi- und Mietwagenunternehmer bei den Opel-Modellen auch die Wahl, über ihren Händler ein Taxi-Paket über INTAX zu bestellen. Citroen und Peugeot haben INTAX für ihre fast baugleichen Schwester-Modelle offiziell als Partner benannt. Dies gilt auch für dieToyota-Transporter Proace und Proace Verso.

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