Werbung
Werbung
Werbung

GVN kritisiert Wirtschaftsminister mit harten Fakten

Die Fachvereinigung findet es unverständlich, dass Wirtschaftsminister Olaf Lies auf maßvolle Tariferhöhungen hinweist, aber gleichzeitig Niedriglöhne von Taxifahrern kritisiert.
Werbung
Werbung
Dietmar Fund

Laut dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf  Lies kürzlich in den Medien gemahnt, bei der Erhöhung der Taxitarife nicht zu überziehen. Gleichzeitig habe er Niedriglöhne von rund 5 Euro pro Stunde in der Taxi- und Mietwagenbranche beklagt. Damit habe er den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im niedersächsischen Taxigewerbe schweren Schaden zugefügt, kontert GVN-Vizepräsident Michael Müller, Vorsitzender der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen.

Müller, der auch Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) ist, kontert mit harten Fakten. So schwankten die Brutto-Stundenlöhne in Niedersachsen zwischen 5 und 6,50 Euro, und zwar unabhängig davon, ob nach Stunden oder Umsatz entlohnt werde. Der gesetzliche Mindestlohn werde daher zu einer Steigerung von deutlich mehr als 40 Prozent bei den Fahrerlöhnen führen. Da die Personalkosten 60 bis 66 Prozent der Gesamtkosten eines Taxibetriebs ausmachten, sei eine Erhöhung der Taxitarife um 25 Prozent nötig. Das bestätige auch ein vom BZP in Auftrag gegebenes Sachverständigengutachten, das bei Ausgangslöhnen von 6,50 Euro ebenfalls 25 Prozent Erhöhung für nötig halte.

Im Übrigen seien die Ticketpreise im Öffentlichen Personennahverkehr seit 1997 um rund 69 Prozent gestiegen, rechnet Müller vor. Im Vergleich dazu sei es bei den Taxitarifen bis heute nur zu einer Erhöhung um 38 Prozent gekommen. Der GVN-Vize zieht bei diesem Vergleich Kurzstreckentickets des Hannoveraner Verkehrsverbundes GVH heran.
 

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)
Werbung