Chrysler Airflow: Erster Elektriker mit wegweisenden Ideen

Carlos Tavares setzte mit der Wahl seines Fahrzeugs zum Stellantis-Software-Day ein Zeichen: Der Chrysler Airflow dürfte spätestens ab 2024 die Antwort auf Tesla und Ford Mustang Mach E sein. Und gibt Hinweise auf künftige EU-Modelle.

Der Chrysler Airflow soll die Marke Chrysler ab 2024 in die Zukunft führen. | Foto: Chrysler
Der Chrysler Airflow soll die Marke Chrysler ab 2024 in die Zukunft führen. | Foto: Chrysler
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Mit dem „Airflow“ holt Chrysler einen berühmten Namen zurück ins Portfolio: Einst bezeichnete er eine Stromlinienlimousine, die 1934 auf den Markt kam und Vorbildfunktion unter anderem für Volvo-Modelle hatte – aufgrund ihrer futuristischen Optik allerdings im Gegensatz zu ihrer Bekanntheit nur mäßig erfolgreich war.

Jetzt will Chrysler das umdrehen: Der neue Airflow ist als Elektro-SUV konzipiert, fällt optisch bei weitem nicht mehr so aus dem Rahmen wie der Namensgeber und soll eine neue Absatzsäule im arg geschrumpften und überalterten Chrysler-Portfolio werden.

Wie alle anderen: Eine oder zwei E-Maschinen, ab 125 kW

Viel spannender ist aber die Plattform, die darunter steckt – und dabei könnte es sich um die neue STLA-Medium handeln, die ab 2023 allen Stellantis-Marken zur Verfügung stehen könnte – sie bildet das Rückgrat der Kompakt- und Mittelklasse und passt somit für alle Marken von Modelle von Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel mit Vauxhall, Peugeot und eventuell gar Ram. Auf dem Software Day wurden ein paar technische Details verraten. Der Airflow könnte so mit einer Akkuladung im Idealfall bis zu 440 Meilen (knapp 710 Kilometer) weit kommen., wovon real zumindest 450 bis 500 Kilometer übrigbleiben könnten. Die Leistung der Elektromotoren gibt Stellantis mit 125 Kilowatt (170 PS) und 180 Kilowatt (245 PS) an, auch kombinierbar. Hier stimmt man Leistungsmäßig exakt in das Konzert ein, das die Konkurrenz aufspielt.

Im Teaserfilm war das Cockpit mit drei Screens versehen – analog zum neuen Jeep Cherokee: Es gibt ein Display vor dem Fahrer, ein großes in der Mitte und rechts einen separaten Bildschirm für den Beifahrer. Dazu kommen – in Serie wahrscheinlich optional – zwei Screens im Fond. Der Beifahrer-Bildschirm und die Screen der Fondpassagiere haben auch je eine integrierte Kamera für Videochats und eventuell eine Müdigkeitsüberwachung – mit der man wiederum die Klimatisierung, die Beleuchtung oder eine Beduftung einstellen könnte.

Je nach Bedarf oder eigenen Vorlieben soll man die Menüstruktur des Infotainmentsystems selbst konfigurieren können. Informationen und Anzeigen sollen auch von einem Monitor zum anderen „gewischt“ werden können. So können die Mitfahrer ein Navigationsziel oder Musikstück aussuchen, dass dann zum Fahrer übertragen werden kann. auf den großen Bildschirm schieben kann, damit der Fahrer der Routenführung folgen kann. Updates over the air sind beim Airflow ohnehin gesetzt.

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