Autonomes Shuttle BumbleB: Bertrandt testet neue ÖPNV-Lösung auf der Insel Mainau

Mit dem Projekt BumbleB will Bertrandt zeigen, wie autonome Fahrzeuge den Personennahverkehr im ländlichen Raum entlasten können. Das Unternehmen setzt dabei auf Open-Source-Technologien und arbeitet mit Kommunen an praxisnahen Einsatzszenarien.

Das autonome Shuttle „BumbleB“ von Bertrandt steht exemplarisch für neue Ansätze im öffentlichen Nahverkehr und den Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im ländlichen Raum. | Foto: Bertrandt
Das autonome Shuttle „BumbleB“ von Bertrandt steht exemplarisch für neue Ansätze im öffentlichen Nahverkehr und den Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im ländlichen Raum. | Foto: Bertrandt

Der Engineering-Dienstleister Bertrandt hat im Rahmen des 3. Mainauer Klimadialogs auf der Insel Mainau das autonome Shuttle „BumbleB“ präsentiert. Ziel des Projekts ist es, den praktischen Nachweis zu erbringen, dass autonome Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr nicht nur technisch umsetzbar, sondern auch wirtschaftlich betreibbar sind – insbesondere in ländlichen Regionen.

Mobilitätswende und Fachkräftemangel im Fokus

Die Mobilitätswende stellt vor allem ländliche Räume vor große Herausforderungen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen fehlen im öffentlichen Personenverkehr in Deutschland derzeit rund 20.000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Autonome Fahrzeuge könnten hier einen Beitrag leisten, um bestehende Lücken im ÖPNV zu schließen.

Entwicklungsansatz und Technologieprinzipien

Bei der Entwicklung des Shuttles setzt Bertrandt auf das MVP-Prinzip (Minimum Viable Product) und Open-Source-Technologien. Ziel ist es, digitale Souveränität zu stärken und kosteneffiziente Lösungen für den autonomen Betrieb zu ermöglichen. Open-Source-Prinzipien kommen sowohl in der Software als auch in der mechanischen Konstruktion zum Einsatz.

Kooperationen für praxisnahe Anwendungen

Im Mittelpunkt des Projekts steht die gemeinsame Weiterentwicklung von Fahrzeug, Software, Infrastruktur und Betrieb. Bertrandt führt derzeit Gespräche mit verschiedenen Gemeinden, um praxisnahe Einsatzszenarien zu identifizieren und mögliche Standorte für weitere Testprojekte zu erarbeiten. Damit erweitert das Unternehmen seine Rolle über die klassische Entwicklungsdienstleistung hinaus und positioniert sich als Partner für ganzheitliche Mobilitätslösungen bis hin zu „Mobility-System-as-a-Service“-Ansätzen.

Präsentation beim Mainauer Klimadialog

Im Rahmen der Veranstaltung stellte Bertrandt das Shuttle auch dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann vor. Gemeinsam mit Bertrandt-Finanzvorstand Markus Ruf unternahm der Minister eine Probefahrt auf der Insel – vom Veranstaltungsort bis zum Inseleingang.

Bertrandt im Überblick

Bertrandt ist ein international tätiger Engineering-Dienstleister mit rund 13.000 Beschäftigten an mehr als 50 Standorten. Das Unternehmen arbeitet branchenübergreifend an technologischen Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Elektromobilität und autonome Systeme, vor allem für die Branchen Automotive, Luftfahrt und Maschinenbau. (Quelle: Bertrandt)

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