Auf das Taxi ist Verlass: Bahnausfall bringt fast 650.000 Euro Taxiumsatz
Ein technischer Defekt hat den Zugverkehr in Deutschland am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden weitgehend zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der Deutschen Bahn war die Funkverbindung zwischen Lokführern und Stellwerken infolge eines Komponententauschs ausgefallen. Mithilfe eines Notfallsystems konnte der Zugverkehr im Laufe der Nacht schrittweise wieder aufgenommen werden.
Von der Störung profitierte das Taxigewerbe als Ersatzverkehr. Nach Angaben von Robert Abel wurden während der Nacht Taxifahrten mit einem Umsatz von fast 650.000 Euro über das digitale System TaBeA abgewickelt.
TaBeA, das Taxi-Bestell- und Abrechnungssystem des Bundesverbands Taxi und Mietwagen, dient der digitalen Abwicklung von Bahntaxis bei Zugverspätungen und Zugausfällen. Fahrgäste erhalten einen digitalen Gutschein mit QR-Code, den das Taxiunternehmen einlöst. Die Abrechnung erfolgt anschließend direkt zwischen Taxiunternehmen und Deutscher Bahn.
Während der Schienenverkehr ausfiel, hielt das Taxigewerbe die Mobilität vieler Reisender aufrecht. Der Vorfall zeigt, dass Taxis im Ernstfall eine wichtige Funktion für die öffentliche Daseinsvorsorge übernehmen. Die Frage ist deshalb weniger, ob das Taxi gebraucht wird – sondern ob Politik und Aufgabenträger diese Rolle künftig ausreichend anerkennen und in ihre Mobilitätskonzepte einbeziehen. (Quelle: Robert Abel; Deutsche Bahn)
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