Skoda präsentiert Elektro-SUV Peaq mit bis zu sieben Sitzen

(dpa/jr) Skoda beweist Mut zur Größe und krönt seine Elektro-Modellpalette mit einem SUV der Fünf-Meter-Klasse. Der Name ist Programm: Mit dem Peaq strebt die Marke zu neuen Höhen. Allerdings auch beim Preis. Damit der nicht weiter ausufert, verzichtet man allerdings auf eine 800-Volt-Plattform. 

Gesicht in der Menge: Der Peaq fährt die neue Designlinie. | Foto: Skoda
Gesicht in der Menge: Der Peaq fährt die neue Designlinie. | Foto: Skoda
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Von wegen Kleinwagen-Offensive für die Generation E: Während alle Welt auf die Markteinführung des Epiq als praktischstem Vertreter der neuen Stadtflitzer aus dem VW-Konzern wartet, zaubert Skoda jetzt auch noch ein SUV am anderen Ende der Palette aus dem Hut und zieht das Tuch vom Peaq. 

Mit einer Länge von 4,87 Metern, knapp drei Metern Radstand und - erstmals bei einem elektrischen SUV im VW-Konzern - einer dritten Sitzreihe rückt er an die Spitze der Modellpalette, teilt der Hersteller zur Premiere mit. Luftiger als auf den Notsitzen im Heck geht es in Reihe 1 und 2 zu. Auf 800-Volt-Technik wurde aber auch aus Kostengründen verzichtet. Mit Konkurrenten wie dem Kia EV9 oder Hyundai Ioniq 9 kann der Böhme somit ladeseitig nicht mithalten.

Allerdings gipfeln damit auch die Preise: Während der Enyaq als bisher größtes E-Model bei 42.990 Euro startet, gibt’s den Peaq zur Einführung für 49.900 Euro, teilt der Hersteller mit, überraschender-, aber löblicherweise auch mit kleinem 63-kWh-Akku, der aber dank niedrigem Verbrauch von offiziell 14,9 kWh/100 km dennoch gute Reichweite von 460 Kilometern bieten soll. Genau wie bei den anderen E-Modellen wahrt Skoda allerdings zum Verbrenner Preisparität: Ein entsprechend starker Kodiaq steht für 49.400 Euro in der Liste.

Die Energie soll bestenfalls für über 640 Kilometer reichen

Technisch ist auch der Peaq ein Kind des Modularen Elektrobaukastens (MEB) im VW-Konzern. Er bietet laut Skoda die Wahl zwischen drei Motorisierungen und zwei Akkus: Das Angebot reicht von 150 kW/204 PS oder 210 kW/286 PS mit Front- bis hin zu 220 kW/299 PS und Allradantrieb, letzterer kaum stärker als der RWD.

Die Energie liefern Akkus mit 63 oder 91 kWh. Die sollen laut Skoda Normreichweiten von 460 bis über 640 Kilometern ermöglichen und lassen sich danach unter optimalen Bedingungen in einer knappen halben Stunde von zehn auf 80 Prozent laden, die Ladeleistung auf der 400-Volt-Basis bleibt unter 200 kW.

Das Spitzentempo gibt Skoda mit 180 km/h an und der Spurt von 0 auf 100 Sachen gelingt bestenfalls in 6,7 Sekunden. Die Basisversion muss sich mit 160 km/h bescheiden.

Innen gibt es eine kleine Instrumenteneinheit mit Head-Up-Display sowie einen 13,6 Zoll großen Zentralscreen, wobei Skoda immer "polestariger" wird, mit fast schon skandinavischer Nüchternheit. Treu bleibt sich die Marke mit physischen Schaltern für die Klimatisierung, dazu gibt's zwei Ladeschalen für Smartphones samt Beleuchtung. Mittlerweile üblich: Eine "Soundmaschine" mit bis zu 16 Lautsprecher mit 755 Watt.

Und ein 2,1 Quadratmeter großes Panoramadach ohne Jalousie, dafür mit der bekannten elektrochrome Verdunkelung per Taste. Zuladen kann man ordentlich, der Kofferraum fasst massige 935 Liter, der Frunk nochmal 37 Liter. Auch ein wichtiger Punkt: Die Anhängelast beträgt 2.000 Kilogramm beim Allradler. 

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