Sozialverband Deutschland wirbt für Kölner Inklusionstaxi

Der Kölner Rollstuhltaxi-Pionier Ibrahim Coban bekam Unterstützung vom nordrhein-westfälischen Landesverband des Sozialverbands Deutschland.

Ibrahim Coban hat in Köln eines der ersten Inklusionstaxis, für das der Sozialverband Deutschland und andere Handicap-Organisation schon kräftig werben. (Foto: Taxi Coban)
Ibrahim Coban hat in Köln eines der ersten Inklusionstaxis, für das der Sozialverband Deutschland und andere Handicap-Organisation schon kräftig werben. (Foto: Taxi Coban)
Dietmar Fund

Matthias Veit, Landespressesprecher des Sozialverbands Deutschland (SoVD) für Nordrhein-Westfalen, hat kürzlich Dreharbeiten für ein Video organisiert, auf dem der Kölner Taxiunternehmer Ibrahim Coban die Vorzüge seines Inklusionstaxis erläutert. Diesen vom Landesverband Berlin-Brandenburg des SoVD geprägten Begriff samt dem bunten Logo und entsprechender Türwerbung trägt das VW Caddy Maxi-Taxi, das Coban einsetzt. Der rund neun Minuten lange Videoclip ist auf der Plattform YouTube abrufbar und soll nun über Social Media verbreitet werden.

Auf Initiative des Unternehmers nahm an den Dreharbeiten auch Gisela Spitzlei teil, die im Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) den Ausschuss Krankenfahrten leitet und über diese Schiene, die auf dem Land überwiegt, auch für die Rollstuhlbeförderung zuständig ist. Sie gab ein Statement über die Bedeutung barrierefreier Taxis in Städten ab und informierte darüber, dass Inklusionstaxis in ländlichen Regionen schon viel weiter verbreitet sind. Klar ist für sie, dass sich die Angebote zur Beförderung im Rollstuhl sitzender Fahrgäste gerade im Hinblick auf die Teilhabe am öffentlichen Leben unabhängig von Krankenfahrten weiter entwickeln müssen.

Bei einer Besprechung mit dem SoVD hat die Ausschussvorsitzende klargemacht, dass sie sich im mobilen Gewerbe für eine größere Verbreitung von Inklusionstaxis einsetzen werde. Wenn Rollstuhl-Fahrgäste zu ihrer Zufriedenheit befördert würden, seien damit auch „jede Menge Folgefahrten“ aus deren Familie und ihrem Bekanntenkreis zu erwarten, erklärte sie gegenüber taxi heute. „Wenn das Angebot gerade in den Großstädten mit Leben gefüllt wird, werden auch alle anderen Fahrten von Familie, Freunden und so weiter der Behinderten von dem Unternehmen durchgeführt, das diese Leistung bietet“, schrieb Spitzlei. „Wenn die Zentralen der Großstädte hier mehr anbieten würden, dann wäre das in meinen Augen ein Plus, mit dem man Uber und Co. die Stirn bieten könnte. Es wäre gut, wenn sich dann endlich etwas täte, bevor Uber sich den Marktanteil sichert, mit Unternehmern, die diese Fahrten ausführen, aber mangels Interesses der Zentrale nicht beachtet werden.

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