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Heidelberger Taxizentrale setzt stark auf Apps

Für eine bessere Kundenbindung arbeitet die Zentrale auch an automatisierten Bestellvorgängen.

Der Heidelberger Zentralenvorstand Michael Käflein gab den gut drei Dutzend Teilnehmern der Versammlung gute Anregungen. (Foto: Dietmar Fund)
Der Heidelberger Zentralenvorstand Michael Käflein gab den gut drei Dutzend Teilnehmern der Versammlung gute Anregungen. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Die Auto-Funktaxi-Vermittlungszentrale Heidelberg eG möchte sich mit einer verstärkten Bewerbung ihrer App von Taxi Deutschland auf den Markteintritt von Wettbewerbern wie Uber, Free Now und Clever Shuttle vorbereiten. Dazu wirbt sie beim Lokalsender Radio Regenbogen und hat zehn Taxen mit entsprechender Türwerbung beklebt und bezahlt den Unternehmern auch die Werbefläche für ein Jahr im Voraus. Das berichtete Zentralenvorstand Michael Käflein bei der Fachversammlung Taxi und Mietwagen des Verbandes des Verkehrsgewerbes Baden. Sie fand am 28. September 2019 am Rande der Messe NUFAM auf dem Karlsruher Messegelände statt.

Käflein ist auch Vorstandsmitglied der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen. Er sagte, 800 bis 900 App-Bestellungen pro Monat spielten zwar im Vergleich zu den monatlichen rund 37.000 Gesamt-Buchungen bisher nur eine geringe Rolle, doch erwarte er eine Zunahme wegen der neuen, nur mit Apps arbeitenden Wettbewerber. Deshalb habe die Zentrale auch die Zusammenarbeit der Plattform Sixt Ride beschlossen. Er sei zuversichtlich, über die Sixt-App wieder mehr Geschäftskunden zu bekommen.

Für den Zentralenvorstand ist es zentral, die Kundenbindung zu erhöhen. Daher haben sich die Heidelberger sich bei der vom Markt genommenen Marke mytaxi abgeschaut, Restaurants, Praxen und Firmen mit dem Taxi-Rufgerät Taxi Butler und dem einfacheren-Taxi-Rufknopf der Deutschen Telekom auszustatten. Die dadurch automatisierte Bestellung schaufle in der Disposition die Zeit frei, um Kunden schneller telefonisch zu bedienen und Aufträge ordentlich zu bearbeiten.

Seit Juni 2019 haben die Heidelberger eine neue Funktion für die rund 25 Prozent Handy-Besteller eingerichtet. Sie bekommen nach der Fahrt automatisch eine SMS, die sie auf die Möglichkeit der Fahrer-Bewertung hinweist. Seither habe sich gezeigt, dass das Gros der Fahrer eine gute Leistung biete, was man nun auch bewerben wolle.

Käflein appellierte zum Schluss seines Vortrags an die Verbände, Taxikosten kalkulierbar zu machen, sonst schieße man sich aus dem Geschäft heraus. Die Verbände sollten außerdem die App-Anbindung auf dem Land fördern. Dort seien die Unternehmer keinesfalls vor Uber und Konsorten sicher, die allesamt die volle Marktabdeckung und die Marktführerschaft anstrebten.

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