Werbung
Werbung
Werbung

VDA will Ridesharing als Linienverkehr einordnen

Eine Novelle des Personenbeförderungsgesetzes solle auch virtuelle Haltestellen zulassen, fordert der Verband, der die Entwicklung der deutschen Autohersteller hin zu Mobilitätsdienstleistern unterstreicht.

VDA-Präsident Bernhard Mattes legt bei einer PBefG-Novelle besonderes Augenmerk auf das Ridesharing. (Foto: VDA)
VDA-Präsident Bernhard Mattes legt bei einer PBefG-Novelle besonderes Augenmerk auf das Ridesharing. (Foto: VDA)
Werbung
Werbung
Dietmar Fund

Ridesharing-Angebote sollten bei einer Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) als Linienverkehr eingeordnet werden, weil sie eine Bündelungsfunktion haben. Außerdem müssten virtuelle Haltestellen „rechtssicher verankert“ werden. Ridesharing-Angebote würden dann allen Anbietern offenstehen und ihre Genehmigung obliege den Kommunen. Sie könnten dann Art und Umfang solcher Verkehre ausgestalten und behielten damit weiterhin die Steuerungshoheit. Das hat Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), vorgeschlagen.

Matthes geht davon aus, dass man Pendlerströme am Stadtrand mithilfe des Ridesharing bündeln könnte. Er stellt sich vor, dass Pendler von Umsteige-Hubs aus entweder den Öffentlichen Personen-Nahverkehr oder ein Ridesharing-Angebot nutzen. Eine Aussage zur politisch gewünschten Entlastung der Innenstädte vom Individualverkehr trifft er wohlweislich nicht.

Der oberste Lobbyist der deutschen Autoindustrie betonte anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Bundesverband Deutsche Startups, dass sich seine Arbeitgeber zu führenden Anbietern von Carsharing, Ridesharing und von multimodalen Informations-, Reservierungs- und Buchungsplattformen entwickelt hätten. Hersteller und Zulieferer würden immer mehr zu Mobilitätsdienstleistern.

Der VDA hat inzwischen ein 14 Seiten umfassendes Positionspapier mit dem Titel „Die Rolle des Autos im Verkehrssystem der Zukunft – politischer Handlungsbedarf zur Stärkung neuer Mobilitätskonzepte“ auf seiner Internetseite veröffentlicht. Interessierte Leserinnen und Leser können es im Downloadbereich dieser Meldung als pdf-Datei herunterladen.

In dem Papier geht es unter anderem um die Mobilität in ländlichen Regionen und die Erhaltung der Mobilität älterer Mitbürger. Taxiunternehmen kommen darin nur an einer Stelle vor, und zwar als Kooperationspartner von Buchungsplattformen.

Printer Friendly, PDF & Email
Logobanner Liste (Views)
Werbung