Blacklane: News zu Partnerschaften, Nachhaltigkeit und Uber-Übernahme
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Dieser Artikel besteht aus Folgenden Blacklane News:
- Blacklane-Deal: Uber übernimmt Luxus-Chauffeurdienst (03.04.2026)
- Blacklane macht mit Elektroautos auf Grün (16.08.2018)
- Blacklane-Symposium konfrontiert Uber mit dem Taxigewerbe (18.09.2014)
- Blacklane lädt zur Mobilitäts-Konferenz (24.07.2014)
- Blacklane-Smart: Berliner Behörden kneifen (19.05.2014)
- Blacklane soll mit auf die Daimler-App (07.05.2014)
- BZP kritisiert Daimler-Einstieg bei Blacklane (19.12.2013)
Blacklane-Deal: Uber übernimmt Luxus-Chauffeurdienst
News vom 03.04.2026 von Thomas Kanzler
Der Markt für Fahrdienste verschiebt sich weiter in Richtung margenstarker Angebote. Nun greift Uber gezielt nach einem etablierten Premiumanbieter: Der US-Konzern übernimmt den Berliner Chauffeurdienst Blacklane für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
Für Blacklane ist es der Abschluss einer Entwicklung, die 2011 begann. Das Unternehmen hat sich vom lokalen Anbieter zu einem global agierenden Chauffeurservice entwickelt. Heute ist die Blacklane in mehr als 500 Städten weltweit verfügbar. Der Fokus liegt klar auf Geschäftsreisenden, die Wert auf planbare Abläufe legen: Limousinen, per App buchbar, ergänzt durch standardisierte Serviceelemente. Auf Experimente mit autonomem Fahren verzichtet das Unternehmen ebenso wie auf aggressive Preisschlachten. Stattdessen setzt Blacklane auf stabile Abläufe und entsprechend kalkulierte Margen. Laut Handelsblatt liegt der Kaufpreis bei rund 500 Millionen Dollar – in etwa auf Höhe der aktuellen Unternehmensbewertung.
Solides Wachstum im Premium Segment
Diese Strategie hat sich ausgezahlt. Im Jahr 2023 erreichte das Unternehmen erstmals die Profitabilität, bei einem Umsatz von 240 Millionen Euro. Für die Branche ist das bemerkenswert – nicht zuletzt, weil viele Mobilitätsanbieter weiterhin auf Wachstum zulasten der Rendite setzen.
Für Uber kommt die Übernahme zu einem passenden Zeitpunkt. Erst im März hat der Konzern mit „Uber Elite“ ein neues Premiumsegment gestartet, zunächst in Los Angeles und San Francisco. Das Angebot richtet sich an zahlungskräftige Kundschaft und umfasst unter anderem Chauffeurdienste, Airport-Meet-and-Greet sowie einen rund um die Uhr erreichbaren Telefonsupport. Der Aufbau einer eigenen internationalen Infrastruktur hätte Jahre gedauert. Mit Blacklane verkürzt sich dieser Weg erheblich.
Uber Strategie – Zugang zu etablierten Premiumstrukturen
Uber erhält Zugang zu etablierten Premiumstrukturen in Europa, dem Mittleren Osten, Asien und Südamerika. Blacklane wiederum kann auf die technologische Plattform und die globale Reichweite des US-Konzerns zurückgreifen. Laut Uber-Firmenchef Dara Khosrowshahi sei es das Ziel, weg vom intensiven Preiswettbewerb im Standardgeschäft zu kommen und in höherwertige Dienstleistungen zu investieren.
Auch Mercedes-Benz war an Blacklane beteiligt
Auch für die Investoren markiert der Verkauf einen Einschnitt. Mehr als 150 Millionen Euro sind über die Jahre in Blacklane geflossen. Zu den Anteilseignern zählen unter anderem Mercedes-Benz mit zuletzt 28,5 Prozent, Alstin Capital mit 12,7 Prozent sowie das emiratische Konglomerat AlFahim mit 10,4 Prozent. Auch Tasaru Mobility Investments war beteiligt. Bei einer Bewertung von rund einer halben Milliarde Dollar dürften die Rückflüsse für frühe Investoren entsprechend ausfallen.
Noch ist die Transaktion nicht abgeschlossen. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und soll bis zum Jahresende vollzogen werden. Gerade in Deutschland und auf EU-Ebene gelten Beteiligungen im Mobilitätssektor als politisch sensibel.
Chauffeurdienste sollten besorgt sein
Für das Taxi- und Chauffeurgewerbe lohnt es sich, diese Entwicklung genauer zu betrachten. Nachdem Uber das Taxigewerbe viele Jahre lang mit zweifelhaften Methoden unter Druck gesetzt hat, fällt nun ein wichtiger Akteur der Chauffeur-Branche an den amerikanischen Plattformbetreiber.
Blacklane macht mit Elektroautos auf Grün
News vom 16.08.2018 von Dietmar Fund
Der Limousinendienst, zu dessen Anteilseignern die Daimler Mobility Services GmbH gehört, will mit Elektroautos von Tesla ein grünes Image aufbauen.
Der weltweit agierende, in Berlin angesiedelte Limousinendienst Blacklane erweitert seit dem 12. August 2018 seine bisher drei Fahrzeugklassen um eine vierte namens Green Class. Unter dieser Bezeichnung stellt das Unternehmen Elektrofahrzeuge der Tesla-Typen Model S und X in Dienst.
Das neue Angebot für emissionsfreies Fahren, wenn man die Stromerzeugung einmal außer Betracht lässt, soll zunächst in 20 Städten und in 30 Staaten verfügbar sein. Ihre Namen reichen von Adelaide in Australien bis Zürich in der Schweiz. Die einzigen deutschsprachigen Städte sind München, Basel und eben Zürich.
Bisher hat der Dienstleister die drei Fahrzeugklassen Business Class, Business Van/SUV und First Class in 260 Städten weltweit angeboten. Alle vier sollen den gleichen Qualitätsstandard bieten, unter anderem Festpreise und die Dienste „gewerblich lizensierte und versicherte Fahrer in professioneller Kleidung“.
Blacklane-Symposium konfrontiert Uber mit dem Taxigewerbe
News vom 18.09.2014 von Dietmar Fund
Beim Symposium des Limousinen-Vermittlers Blacklane musste sich der Vertreter von Uber harte Vorwürfe gefallen lassen.
Im mobilen Gewerbe kann man als Newcomer auch Erfolg haben, wenn man sich am geltenden Ordnungsrahmen und dem Personenbeförderungsgesetz (PBeFG) orientiert. Diese Erfahrung gab Dr. Jens Wohltorf, einer der Gründer des Berliner Limousinendienstes Blacklane, beim Symposium „Mobilität im Wandel – Fortschritt oder Stillstand?“ weiter. Blacklane hatte dazu am 17. September 2014 viele Vertreter des Taxigewerbes und einiger neuer Dienstleister ins Berliner Hotel Ritz Carlton eingeladen. Auf der Teilnehmerliste standen rund 150 Personen.
Wohltorf wollte mit der Veranstaltung erklärtermaßen alle Player in einem wachsenden Mobilitätsmarkt zusammenholen, um mit ihnen etwaige Änderungen des Ordnungsrahmens zu diskutieren. Sie müssten seines Erachtens bei der Rückkehrpflicht für Mietwagen beginnen – ein Punkt, an dem Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) vorsichtig Gesprächsbereitschaft signalisierte. Fabien Nestmann, der „Deutschland-Chef“ des Vermittlers Uber, erklärte in seinem Vortrag und in einem Podiumsgespräch, sein Unternehmen erwarte, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen an seine Vermittlung von Privatfahrern angepasst würden.
Diese mehrfach wiederholte Forderung wies Michael Müller in zunehmend schärfer werdenden Worten zurück. Dass Uber seine Einnahmen aus den Vermittlungsleistungen in Deutschland in den Niederlanden versteuere, sei ein eindeutiges Steuervergehen. Nachdem Uber-Vertreter Nestmann erklärt habe, Uber habe über seine App maximale Transparenz auch in Richtung der Fahrer, entgegnete der BZP-Präsident, jetzt werde es aber immer krimineller. Nestmann sagte daraufhin, das Gespräch werde für ihn und die anderen Beteiligten immer uninteressanter. Nestmann und Müller reichten sich nicht mehr die Hand, als sie das Podium verließen.
In seinem abschließenden Statement erklärte Müller, der BZP sei zu einem Dialog mit allen bereit, die sich rechtskonform verhielten. Man müsse eine scharfe Grenze zwischen Legalität und Illegalität ziehen. Er schätze seinen Vorstand so ein, dass man sich nicht auf jemanden zubewegen werde, der in der Illegalität arbeite.
Im Anschluss an das zweite Podiumsgespräch reichte Robert Henrichs von der moovel GmbH, in deren Mobilitätsplattform Blacklane und mytaxi integriert sind, in seinen Abschlussworten dem mobilen Gewerbe die Hand zur Zusammenarbeit. Insbesondere mit den Taxizentralen möchte er den Kunden ein „durchgängiges Kundenerlebnis“ bieten, gemeinsam nach fairen Lösungen suchen und im wachsenden Mobilitätsmarkt zusammen stärker werden.
Einen ausführlichen Bericht über die interessante Veranstaltung bringt taxi heute in der Ausgabe 11/2014.
Blacklane lädt zur Mobilitäts-Konferenz
News vom 24.07.2014 von Dietmar Fund
Im Herzen Berlins möchte der Limousinendienst über den Wandel in der Mobilität diskutieren.
Am 17. September 2014 veranstaltet der Limousinendienst Blacklane die Konferenz „Mobilität im Wandel: Fortschritt oder Stillstand?“ in Berlin Mitte. Angesprochen sind „Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Taxi-Industrie und Mobility-StartUps“. Die Teilnahme ist kostenlos.
Blacklane möchte auf der Konferenz mögliche Lösungen zur Koexistenz etablierter Anbieter in der Personenbeförderung und den Vertretern neuer Geschäftsmodelle finden. Als Moderator tritt Jens Tönnesmann auf, der für die Wirtschaftswoche die Gründerszene als freier Journalist begleitet. Er wird zwei längere Diskussionsrunden moderieren, die jeweils von einer kurzen Rede eingeleitet werden. Das Thema der ersten Runde ist die Regulierung in der Mobilitätsbranche, während sich die zweite Runde um die Zukunft der Mobilität dreht.
Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr und wird gegen 16 Uhr enden. Seine Teilnahme hat auch der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) zugesagt. Ihn vertreten Präsident Michael Müller und Geschäftsführer Thomas Grätz. Eine Homepage, über die man sich anmelden kann, soll in Kürze eingerichtet werden.
Blacklane-Smart: Berliner Behörden kneifen
News vom 19.05.2014 von Dietmar Fund
In Berlin dürfen zweitürige Smart als Mietwagen für Blacklane verkehren, aber die zuständige Behörde gibt darüber nicht offen Auskunft.
Nachdem der Hamburger Taxi-Blogger Jörn Napp die Botschaft in Umlauf gebracht hatte, dass in Berlin zweitürige Smart des in Berlin ansässigen Limousinendienstes Blacklane als Mietwagen zugelassen würden, wollte taxi heute dies nachprüfen. Das für die Genehmigung zuständige Landesamt LABO gehöre zur Innenverwaltung, teilte Marion Neumann von der Pressestelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt daraufhin mit. Sie riet dazu, dort den Sprecher Stefan Sukale anzusprechen.
Der wiederum leitete die Anfrage an die stellvertretende Pressesprecherin Petra Rohland weiter. Sie bestätigte, dass ihr Senat die Aufsichtsbehörde für das LABO sei. Aus datenschutzrechtlichen Gründen könne sich ihre Behörde allerdings nicht zu Zulassungen für einzelne Firmen äußern. Ausnahmegenehmigungen für zweitürige Fahrzeuge kämen nur für Mietwagen in Betracht. Den Mietwagen-Kunden sei es von Anfang an bekannt, dass sie gegebenenfalls von einem zweitürigen Smart abgeholt würden. Sinn der Regelung über zwei Türen rechts sei es, dem Fahrgast die Möglichkeit zu geben, bei Gefahr auszusteigen. Das sei auch bei einem Zweisitzer gewährleistet.
Inzwischen hat sich die Pressesprecherin von Blacklane, Leonie Heitmüller, bei der Redaktion von taxi heute gemeldet und die Zulassung der smart bestätigt. Die Smart würden für die Smart Class von Blacklane beschafft und das Unternehmen sei auch ihr Eigner. Eine Handvoll der Zweisitzer sei derzeit bei Chauffeurpartnern im Einsatz.
Blacklane soll mit auf die Daimler-App
News vom 07.05.2014 von Dietmar Fund
Die Daimler AG will ihre Mobilitätsplattform moovel in Kürze über die Einbindung des Limousinendienstes ausbauen.
Ein Töchterchen des führenden Taxi-Anbieters in Deutschland, die moovel GmbH, wird immer mehr zur Zentralen Mobilitätsplattform der Daimler AG ausgebaut. Nachdem die Nutzer des Carsharing-Angebotes car2go seit dem 5. Mai über ein Benutzerkonto bei moovel auch Smart in Italien, Österreich und den Niederlanden anmieten können, sind demnächst die schwarzen Limousinen der Daimler-Beteiligung Blacklane dran.
Auch die Fahrzeuge des Chauffeurdienstes sollen dann über die moovel App gebucht werden können. In sie sind außer den Zweisitzern von car2go auch die 200 B-Klassen des Modellversuchs in Hamburg und Berlin sowie Taxifahrten über mytaxi eingebunden. Die B-Klassen können auch in der einen Stadt angemietet und in der anderen zurückgegeben werden (taxi heute berichtete).
BZP kritisiert Daimler-Einstieg bei Blacklane
News vom 19.12.2013 von Redaktion (allg.)
Nach ihrem Investment bei mytaxi beteiligen sich die Daimler Mobility Services jetzt auch am Limousinen-Service Blacklane. Eine Ankündigung, die beim Deutschen Taxi- und Mietwagenverband große Skepsis hervorruft.
Das in Berlin ansässige Chauffeurservice-Portal Blacklane betreibt keine eigenen Fahrzeuge, sondern greift auf ein Netzwerk an lokalen Chauffeurdiensten zurück. Eine neue Investitionsrunde sichert dem Anbieter jetzt einen zweistelligen Millionenbetrag der Daimler Mobility Services, die neben dem Betrieb des Carsharing-Services Car2Go auch Anteile an MyTaxi, Tiramizoo, Carpooling und Flixbus hält – und nun auch Blacklane.
Deren Geschäftsmodell und Daimlers Beteiligung daran stoßen beim Deutschen Taxi- und Mietwagenverband BZP auf Widerstand. Präsident Michael Müller erklärte: „Wir sehen die Ankündigung mit Skepsis, da aus Sicht des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands Fragen offen bleiben.“
Müller verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die engen rechtlichen Rahmenbedingungen für Mietwagen. „Im Gegensatz zum Taxibetrieb dürfen Aufträge für Limousinenservices laut Gesetz nur am Betriebssitz des Unternehmens eingehen und müssen dort auch dokumentiert werden. Das Annehmen von Aufträgen für die Limousinen außerhalb ihres Betriebssitzes, beispielsweise direkt an zentralen Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen usw., ist gesetzwidrig. Auch dürfen durch Blacklane vermittelte Aufträge nicht direkt via Apps oder per Anrufweiterschaltung in die Fahrzeuge weitergeleitet werden.“
Der BZP habe „erhebliche Zweifel, ob diese Vorgaben eingehalten werden“ und wolle seine Bedenken darüber in Kürze im Gespräch mit Daimler Mobility Services vorbringen. „Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband ist immer für fairen Wettbewerb eingetreten und wird dies auch weiterhin tun, aber immer auf der Grundlage bestehender Gesetze.“, so BZP-Präsident Michael Müller.
(sk)
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