Taxifahrer Devid Striesow als unerwarteter Held in dem düsteren Thriller „Roxy“

Im Thriller des georgische Drehbuchautors Dito Tsintsadze kommt ein Taxifahrer in Kontakt mit einem russischen Oligarchen – Kampfhund im Taxi inklusive.

Mit Kampfhund auf Tuchfühlung - der russische Oligarch sitzt am Beifahrersitz.| Foto: Kinotrailer
Mit Kampfhund auf Tuchfühlung - der russische Oligarch sitzt am Beifahrersitz.| Foto: Kinotrailer
Thomas Kanzler

Mit ausdruckslosem Blick und einer Kunsthaarperücke versinkt Thomas Brenner, meisterhaft dargestellt von Devid Striesow, in der Anonymität seines Taxifahrer-Daseins. Die Unsichtbarkeit, die er sich wünscht, bringt ihm eine gewisse Sorglosigkeit – eine Flucht vor den Sorgen und Aufregungen, die jeden zwischenmenschlichen Kontakt begleiten. Zuverlässig chauffiert Thomas seine Fahrgäste von A nach B, bleibt jedoch als Individuum im Hintergrund ihrer Leben verborgen. Sein eigenes Dasein ist von monotoner Routine geprägt – Essen, Schlafen, Taxi fahren.

Seine eintönige Existenz nimmt eine unerwartete Wendung, als ein Kampfhund namens Roxy, der einen Artgenossen tötet, plötzlich in sein Leben tritt. Ein russischer Oligarch, Roxy's Besitzer, und zwei Handlanger überreichen Thomas großzügig drei nagelneue 500-Euro-Scheine als Entschädigung für das tragische Ereignis. Als die Besitzerin jedoch das Geld zurückfordert, erkennt Thomas, dass sich hier mehr für ihn auftut als eine einfache Taxifahrt.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

In einer aufkommenden Kette von Ereignissen wird Thomas in einen Strudel von Gefahren und Intrigen gezogen. Bei einer Fahrt soll er neue Papiere für Levan, einen Mann auf der Flucht, besorgen. Thomas wird unfreiwillig zum Zeugen einer Erschießung und findet sich plötzlich als Vertrauter von Levans Familie wieder. Statt auf den Aufbau von Spannung setzt der Regisseur Dito Tsintsadze auf abrupte Geschehnisse, auf Szenen, die sorgfältig aufgebaute Zustände über den Haufen werfen. Hinter jeder Einstellung lauert eine neue Gesamtsituation, während eine sanfte Barockmusik dem kühlen, nahezu emotionslosen Stil entgegenwirkt – ein unkonventioneller Ansatz, der den Thrill auf subtile Weise intensiviert. Jetzt im Kino!

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