Freenow Studie zeigt: Hamburg ist grün, in Leipzig leben die Nachtschwärmer – und die Hälfte aller Taxifahrten findet in der Nacht statt
Freenow analysierte eigene Fahrten von 2024 bis Februar 2025. Die präsentierten Ergebnisse basieren auf einer Auswertung intern gesammelter Daten in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Irland, Italien und Polen.
„Unsere Auswertung zeigt: Das Taxigewerbe ist Vorreiter in Sachen Effizienz, Nachhaltigkeit und Kundenservice. Die Taxifahrerinnen und Taxifahrer erbringen täglich Höchstleistungen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen und Kundenbewertungen wider”, sagt Alexander Mönch, Präsident Freenow Deutschland und Österreich.
Berlin: Die Stadt mit den kürzesten Wartezeiten
Wer in Berlin ein Taxi bestellt, kann sich freuen: In der Hauptstadt wartet man im Schnitt nur 3,6 Minuten auf eine Fahrt – das ist deutschlandweit Rekord! Kein Wunder, denn mit über 5.500 Fahrzeugen (Stand Februar 2025) ist Berlin die absolute Taxi-Hochburg des Landes – und mehr als 3.000 davon sind über Freenow verfügbar, was die Plattform zum wichtigsten Akteur im Berliner Taxiverkehr macht.
Hamburg: Die grünste und tierfreundlichste Taxi-Stadt
Nachhaltige Mobilität? Hamburg zeigt, wie es geht: Die Hansestadt hat mit etwa 44 Prozent die meisten emissionsarmen oder vollelektrischen Taxis auf der Straße. Insgesamt 700 E-Taxis findet man auf den Straßen Hamburgs. Aber Hamburg macht sich nicht nur als grüne Taxi-Stadt einen Namen, sondern ist auch besonders tierfreundlich. Knapp 15.000 Fahrten wurden mit Haustieren an Bord bewältigt.
Stuttgart: Heimat der 5-Sterne-Fahrerinnen und Fahrer
In Stuttgart gibt es neben schnellen Autos auch Top-Service im Taxi. Nirgendwo sonst werden Fahrerinnen und Fahrer so oft mit der vollen Punktzahl bewertet. Ein echtes Zeichen für Qualität.
Nordrhein-Westfalen: Die Hochburg der Bestbewertungen
Wer in Nordrhein-Westfalen ins Taxi steigt, kann sich sicher sein: Hier sind die Kundinnen und Kunden am zufriedensten. Besonders herausragend schneiden Aachen und Mülheim an der Ruhr ab – mit durchschnittlich 4,95 Sternen sind sie die unangefochtenen Spitzenreiter in Sachen Fahrgastzufriedenheit.
Leipzig: Die Stadt der Nachtschwärmer
In keiner anderen deutschen Stadt sind Taxis so häufig nachts unterwegs wie in Leipzig. Satte 63,2 Prozent aller Fahrten finden hier nach Sonnenuntergang statt. Ganz klar: Taxis spielen eine entscheidende Rolle für die sichere nächtliche Mobilität. Die Top-Ziele der Taxifahrten: Hauptbahnhof, Flughafen und eine Rekordfahrt quer durchs Land
Egal in welcher Stadt – die meisten Taxifahrten führen entweder zum Hauptbahnhof oder zum Flughafen. In zehn Städten landet Terminal 1 auf Platz eins der beliebtesten Ziele, während in 14 der 30 untersuchten deutschen Städte der Hauptbahnhof am häufigsten angesteuert wird. Die restlichen sechs Städte haben weniger eindeutige Hotspots – mit einer Ausnahme: In Stuttgart scheint ein Hotel besonders gefragt zu sein – das Le Méridien gegenüber dem Schlossgarten.
Doch nicht jede Fahrt bleibt in der Stadt: Die längste und zugleich teuerste Tour führte über 440 Kilometer quer durch Deutschland und kostete stolze 1.000 Euro. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Taxis nicht nur für Kurzstrecken, sondern auch für Langstrecken durchaus gefragt werden.
Deutsche Taxis im europäischen Vergleich
Deutschland und Großbritannien führen die europäische Rangliste der Kundenzufriedenheit an. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,91 Sternen übertreffen sie knapp ihre europäischen Nachbarn: Spanien (4,87), Griechenland (4,88), Irland (4,85), Italien (4,78) und Polen (4,88). Besonders bemerkenswert ist, dass Deutschland mit 26,3 Prozent den höchsten Anteil an 5-Sterne-Bewertungen verzeichnet.
Im Schnitt zahlen Fahrgäste in Deutschland 1,22 Euro Trinkgeld. Damit liegen sie weit über anderen europäischen Ländern wie Griechenland, wo die Gäste im Schnitt 0,07 Euro Trinkgeld zahlen. Das höchste Einzeltrinkgeld in Deutschland betrug 100 Euro und wurde gleich in mehreren Städten spendiert. Darunter waren: Berlin, Köln, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Mülheim an der Ruhr und München.
Nächtliche Fahrten, emissionsarme Fahrzeuge und tierische Begleiter
Auffällig ist auch, dass Taxis in Deutschland häufiger in der Nacht beansprucht werden. Mit 49,9 Prozent finden die Hälfte der Taxifahrten in der Nacht statt – ein deutlicher Kontrast zu Großbritannien, wo nur 32,2 Prozent der Fahrten in die Nachtstunden fallen.
Wenn es um emissionsarme Fahrzeuge geht, liegt Irland im Ländervergleich vorne: Hier fahren bereits 12,3 Prozent der Taxis mit weniger Emissionen. Polen glänzt dagegen mit besonders tierfreundlichen Taxis, in denen im untersuchten Zeitraum über 36.200 Tiere ihren Platz fanden.
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