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Spurwechsler darf man nicht drängen

Wer auf der Autobahn beschleunigt, obwohl der Vorausfahrende den Spurwechsel noch nicht abgeschlossen hat, muss bei einer Kollision eine hohe Mitschuld tragen.

Überholen sollte man zwar zügig, aber erst, wenn der Vorausfahrende seinen Fahrstreifen ganz geräumt hat. (Foto: Dietmar Fund)
Überholen sollte man zwar zügig, aber erst, wenn der Vorausfahrende seinen Fahrstreifen ganz geräumt hat. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Wenn ein Autofahrer auf der linken Spur einer dreispurigen Autobahn mit 150 km/h auf einen Spurwechsler auffährt, muss er einen großen Teil der Schuld mittragen. Das entschied das Landgericht Leipzig in einem Fall mit dem Aktenzeichen 4 O 2474/17, auf den die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist.

In dem verhandelten Fall hatte der Überholende schon beschleunigt, während der vorausfahrende Spurwechsler noch gar nicht auf der Mittelspur angelangt war. Er hatte stattdessen noch einmal nach links gezogen und war daher mit dem Überholer kollidiert. Von dem wollte er den Schaden dann ersetzt bekommen, da er ja die ganze Zeit noch auf der linken Spur gewesen sei. Dies allerdings widerlegte ein Sachverständigengutachten.

Das Gericht betonte, dass ein Spurwechsler so fahren müsse, dass er andere nicht gefährde. Daher habe er in diesem Fall mit 60 Prozent die Hauptlast zu tragen. Sein Unfallgegner müsse mit 40 Prozent haften, weil er zu früh beschleunigt habe und schneller als 130 km/h gefahren sei.

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