Uber vor Gericht: Vorwürfe der Diskriminierung von Fahrgästen mit Behinderung

Abweisungen, Zusatzgebühren und Einschränkungen beim Transport von Gehhilfen belasten den Fahrdienstleister. Nun drohen hohe Schadenersatzforderungen vor einem Bundesgericht in Kalifornien.

Symbolbild Mobilitätseinschränkung: Das US-Justizministerium wirft Uber Diskriminierung von Menschen mit Behinderung vor. | Symbolbild: KI-generiert
Symbolbild Mobilitätseinschränkung: Das US-Justizministerium wirft Uber Diskriminierung von Menschen mit Behinderung vor. | Symbolbild: KI-generiert

Das US-Justizministerium hat den Fahrdienstleister Uber wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung verklagt. In der Klageschrift wird dem Unternehmen vorgeworfen, Fahrgäste mit Assistenzhunden mehrfach abgewiesen und unrechtmäßig zusätzliche Gebühren erhoben zu haben.

Vorwürfe gegen Fahrer

Den Angaben zufolge sollen Fahrer in mehreren Fällen die Mitnahme von Personen mit Behinderung verweigert haben. Dazu zählen Reinigungs- und Stornogebühren, die unrechtmäßig erhoben worden seien. Zudem sei Fahrgästen teilweise der Beifahrersitz verweigert worden, wodurch Gehhilfen nicht wie erforderlich verstaut werden konnten. Infolge dieser Praktiken hätten Betroffene Termine verpasst oder erhebliche Verzögerungen hinnehmen müssen.

Forderung nach Schadenersatz

Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien eingereicht. Das Justizministerium verlangt 125 Millionen US-Dollar Schadenersatz für Betroffene, die zuvor Beschwerde eingelegt hatten.

Stellungnahme von Uber

Uber weist die Vorwürfe zurück und verweist auf bestehende Unternehmensrichtlinien. Fahrer seien verpflichtet, Assistenzhunde mitzunehmen und beim Verstauen von Gehhilfen Unterstützung zu leisten. Nach Angaben des Unternehmens wurde 2023 zudem eine Hotline für Beschwerden eingerichtet, wenn Fahrgäste wegen Assistenzhunden nicht befördert wurden. Bestätigte Verstöße hätten zu Sanktionen bis hin zur Deaktivierung von Fahrer-Accounts geführt.

Weiteres Verfahren

Uber hat seinen Sitz in San Francisco. Die Klage befindet sich derzeit im Anfangsstadium und wird noch verhandelt.

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