Techniker Krankenkasse und Freenow by Lyft testen digitale Krankenfahrten in Hamburg

Versicherte können genehmigungspflichtige Krankenfahrten erstmals per Smartphone planen und buchen. Die Pilotphase läuft sechs Monate.

Symbolbild: Eine schematische Illustration zeigt den digitalen Ablauf einer genehmigungspflichtigen Krankenfahrt – von der Buchung per Smartphone über die Bestätigung bis zur Fahrt in die Klinik. | Foto: KI-generiert
Symbolbild: Eine schematische Illustration zeigt den digitalen Ablauf einer genehmigungspflichtigen Krankenfahrt – von der Buchung per Smartphone über die Bestätigung bis zur Fahrt in die Klinik. | Foto: KI-generiert

Die Techniker Krankenkasse erprobt seit Januar 2026 im Raum Hamburg ein neues digitales Verfahren für ärztlich verordnete Krankenfahrten. Versicherte können ihre genehmigungspflichtigen Fahrten erstmals vollständig per Smartphone planen und buchen.

Nach Angaben der Krankenkasse erfolgt der Test im Rahmen einer technischen Machbarkeitsstudie, die auf sechs Monate angelegt ist. Ziel sei es, Genehmigung, Fahrtenplanung und Abrechnung in einem durchgängigen digitalen Ablauf zusammenzuführen.

Kooperation mit Mobilitäts- und Abrechnungspartnern

Für das Pilotprojekt arbeitet die Techniker Krankenkasse mit der Mobilitätsplattform Freenow by Lyft sowie dem Abrechnungsdienstleister DAVASO zusammen. Die Plattform soll es ermöglichen, geeignete Fahrzeuge auch für mobilitätseingeschränkte Personen bereitzustellen und gleichzeitig kurze Wartezeiten sicherzustellen.

„Die Zusammenarbeit mit der TK ist ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen und medizinisch notwendige Mobilität verlässlicher, schneller und einfacher zugänglich zu machen. Gemeinsam zeigen wir, wie durchdachte Technologie das Leben unserer Kunden auch bei Fahrten von und zum Krankenhaus oder der Dialyse-Praxis spürbar vereinfacht",

so Felix Brand, Chief Strategy Officer bei Freenow by Lyft.

Entlastung für Versicherte und Taxiunternehmen

Bislang sind Krankenfahrten mit mehreren manuellen Schritten verbunden, darunter die Genehmigung durch die Krankenkasse sowie die separate Terminvereinbarung mit dem Beförderungsunternehmen. Das neue digitale Verfahren soll diese Abläufe vereinfachen und den administrativen Aufwand für Versicherte, Krankenkassen und Taxiunternehmen reduzieren.

"Damit entlasten wir unsere Versicherten von unnötigem Papierkram und Zeitaufwand", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. "Gemeinsam mit Freenow testen wir jetzt unseren neu entwickelten digitalen Ablauf, der auch die Abrechnung vereinfacht.“

Perspektive für bundesweiten Einsatz

Im Jahr 2024 erhielten bundesweit 154.000 Versicherte der Techniker Krankenkasse Verordnungen für Krankenfahrten, etwa zu Dialyse- oder Chemotherapiebehandlungen oder ins Krankenhaus. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Testphase plant die Krankenkasse, die Lösung auf weitere Städte auszuweiten und perspektivisch bundesweit allen Marktteilnehmern zugänglich zu machen. (Quelle: Techniker Krankenkasse)

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