Gratis-Taxi-Fahrten für medizinisches Personal wurden eingestellt

Nach rund 2.000 Fahrten haben die Münchner Taxizentralen ihr von der Politik nicht honoriertes Engagement aus wirtschaftlichen Gründen beendet.

Die Münchner Aktion mit Taxi-Gratisfahrten für medizinisches Personal musste mangels staatlicher Förderung beendet werden. (Symbolfoto: Nagy/Presseamt München)
Die Münchner Aktion mit Taxi-Gratisfahrten für medizinisches Personal musste mangels staatlicher Förderung beendet werden. (Symbolfoto: Nagy/Presseamt München)
Dietmar Fund

Im Zuge der Corona-Bekämpfung haben manche Bundes- und Landespolitiker überraschend schnelle Entscheidungen getroffen. Zu einem aber konnten sie sich bislang nicht durchringen: der Beförderung von Ärzten und Pflegepersonal im Taxi auf Staatskosten. Deshalb sehen sich die beiden Münchner Taxizentralen nun aus wirtschaftlichen Gründen dazu gezwungen, ihre „Anschubfinanzierung“ in Form kostenloser Beförderungen einzustellen.

Laut dem Mehrwagenunternehmer Gregor Beiner vom Taxiverband München hat die Münchner Taxi-Branche seit Ende März in knapp zwei Monaten rund 2.000 kostenlose Taxifahrten für Pfleger, Schwestern und Ärzte ausgeführt. Nach Meinung von Thomas Kroker, Vorstand der Taxi München eG, haben die freiwillig teilnehmenden Taxiunternehmer und Taxifahrer sicher auch die eine oder andere Infektion mit dem Corona-Virus verhindert.

Angesichts von Umsatzeinbrüchen von rund 90 Prozent könne das Taxi-Gewerbe die Gratisfahrten einfach nicht mehr selbst schultern, erklärt Kroker. Recht schönfärberisch klingt es, dass er sich über die laufenden Gespräche mit Politikern aller Ebenen freue, um eine Fortsetzung der Aktion (mit staatlicher Förderung, meint er wohl) zu erreichen.

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